Finger weg von den harten Drogen - das Problem ist, dass sie ZU gut sind und ihrer Wirkung niemals verfehlen!
(zumindest was man so hört, siehe unten).
Das alles ist meiner Meinung nach ein höchst philosophisches Problem:
Es gibt anscheinend gewissen Stoffe, die Menschen bessere Gefühle bescheren als das Leben ihnen jemals zukommen lassen KÖNNTE.
Oft wird der schönste Moment im Leben eines Menschen mit der Geburt des eigenen Kindes veranschlagt. Was, wenn die Konzentration von Dopamin, Serotonin usw. im Gehirn dabei grad mal die Hälfte dessen beträgt, was zB bei H relativ leicht möglich ist?
Sind Lebewesen nicht einzig und allein bestrebt nach Glück zu suchen? Was ist sonst unser Antrieb?
Daher ist es doch verständlich, dass richtige Junkies ihr "reguläres" Leben wegwerfen. Sie haben sich für den schnellen, aufregenden statt langen und -weiligen Weg entschieden. Ob man dann von "Leben weggeworfen" oder von "für kurze Zeit sein Glück maximiert" spricht, ist doch total subjektiv. Die meisten versuchen auf jeden Fall ersteres tun, aber ich finde so leicht ist die Sache nicht..... da schwingt imho zB viel naive Romantik mit die soweit geht, dass der eigene (lediglich zu einem späteren Zeitpunkt kommende) Tod ausgeblendet wird nur um das eigene, nach gesellschaftsfähigen Maßstäben bessere, Leben hervorzuheben.
Ganz im Gegensatz zur Natur, für die spielen einzelne Individuen eine stark untergeordnete Rolle. Die würde einem sozusagen ins Gesicht lachen, würde man ihr von der großen Wertigkeit des eigenen Lebens erzählen.
Aber im Endeffekt probiert die Natur einfach gerne rum. Und dass man ein gesellschaftlich akzeptiertes Leben führen muss steht in auch keinem Buch, das befolgt werden muss. Also warum regen sich die Gemüter bei solchen Themen wie "harte Drogen" oder "Drogenabstürze" (wünschte es gäbe ein besseres Wort) so auf? Wenn man dagegen mit Ärzten spricht (mein starker Eindruck), dann geht die Diskussion viel rationaler vonstatten. Es ist halt wie es ist, es gibt nicht nur Gründe um clean zu bleiben.....
Um meine Erfahrungen und Sichtweise beizutragen: H, Crystal und Crack hab ich noch nie probiert, aber ansonsten vieles zwischen genanntem und Gras.
Gras ist eh Standart (Alk trinke ich dagegen kaum, nur damit man sich ein Bild machen kann).
Muss aber ganz ehrlich sagen (und das bitte nicht falsch aufnehmen), dass ich meistens eher enttäuscht war und sollte es mal H/C/C sein, gehe ich mal davon aus, dass man sich per se auch dabei ein bisschen zu viel vorstellt.
Eventuell sind aber H/C/C wirklich die Creme dela Creme.... wobei mir das bei K*ks auch gesagt wurde und das finde ich nicht!
Ich mein, wenn man 2+ Promille Alk intus hat, ist mein mMn. einfach mehr "drauf", "ferngesteuert" (Kontrollverlust), auf nem härteren Trip usw. als wenn man Sachen wie Amphetamine (= Speed = Pep) konsumiert, bei denen man total klar ist und mir erst immer hinterher auffällt, dass wohl ein Rausch vorlag; so in der Art "ah, sieh mal an, die ganze bis 9 Uhr morgens voll konzentriert im Inet gesurft.... interessant!". Daher würde ich sagen, dass viele "harte" Drogen vor allem stark psychisch und weniger körperlich wirken.
Dass sie im großen Stil Schaden anrichten können bestreitet dennoch niemand. Die größte Gefahr die ich so mitbekomme ist, dass die Leute ihr Gehirn über Monate hinweg schlechtweg überladen: "Ich werde mühe, aha, schnell nen Upper rein." Dann leuchten die Lichter wieder besser. Aber das Gehirn kann ähnlich wie ein Muskel dadurch auch mal "reißen", wegen der Überbeanspruchung, und dann sieht man UFOs und kann sowas wie Freundschaften vergessen.
Man sollte auserdem niemals die extrem wichtige regenerative Wirkung von Schlaf vergessen. Das ist DER Grund, warum es bei Crystal zum Verfall des Äußeren kommt: Kein Zähneputzen mehr, kein Schlaf. Immunsystem fährt runter und jede Bazille hat ihren Spaß im Organismus.
Wenn die Leute wenigstens ein bisschen schlauer wären......
Wollte eigentlich nicht so viel posten, sorry!
Zum Schluß ne hervorragende Doku: Hab ich selbst erst vor kurzem gesehen und war ziemlich beeindruckt.... denn den absurden Zusammenhang zwischen US-Politik, Kriegen und der Heroinproduktion sah bestimmt nicht nur ich nicht! ♦
hf
PS Wer's noch nicht getan hat sollte sich unbedingt zuerst allgemein über "Drogen" informieren, denn die Gesellschaft sieht das ganze ein bisschen seltsam (siehe Polizeitautos mit "Ein Leben ohne Alkohol und Drogen" Aufschriften z.B.) und ich habe keine Lust mit sojemandem zu diskutieren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Drogen - absoluter MUSS-Artikel!