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Natur oder Mensch?
 
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Was ist euch wichtiger? Die Umfrage wurde am Okt. 08, 2009 erstellt

  
  

[Geschlossen] Natur oder Mensch?

119 Beiträge
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Faustfan
Beigetreten: 19.04.2005

jemand der im koma liegt, empfindet keinen schmerz, hat aber trotzdem ein recht auf leben.

egal welches argument man nimmt, man kann immer offensichtliche gegenbeispiele finden, die es uznichte machen. daher kann ein grenze nur willkürlich sein.

ich ziehe meine persönliche grenze folgendermaßen:

Mensch (töte ich nur aus notwehr)
Säugetiere, Amphibien, Reptilien, Vögel, Fische (töte ich nur zu essentiellen zwecken)
Insekten, Würmer und ähnliches, Pflanzen (töte ich, wenn sie mich stören)

und diese grenzen sind fest. selbstverständlich muß man langfristige folgen beachten. alle tiere der welt auszurotten, um ein menschenleben zu retten, wäre falsch, da es langfristig deutlich mehr menschenleben kostet.
eine tierart hat diesen effekt nicht, daher bin ich bereit sie zu opfern.


DoktorBet
Beigetreten: 03.09.2006

und darum ging es mir wieder:
wieso ist der höchste preis, das wertvollste "zahlungsmittel" das man aufwiegen will mit anderen dingen ein menschenleben (und kein tierleben) ? versteh ich nicht.

jemand der im koma liegt hat ein recht auf leben, weil er ja nur temporär nicht bewusst lebt. würde man sich 100pro sicher sein, dass er eh nicht mehr aufwacht, könnte man die lebenserhaltenden maßnahmen ja eh einstellen. das widerlegt jetzt also nicht wirklich irgendwas.

ich finde die scheinheilige moral von menschen, diese selbstverarsche halt irgendwie krass.
ich zum beispiel esse fleisch, obwohl ich nie im leben imstande wäre ein tier zu töten (es sei denn ich wäre echt kurz vorm verhungern - das zählt ja aber nicht denn es gibt heutzutage genügend alternativen, man kann sich bedenkenlos vegetarisch ernähren). das töten des tieres geschieht einfach so weit weg von mir, nicht vor meinen augen, dass ich es einfach verdränge. (und ich bin sicher nicht der einzige dem es so geht)
schon bisschen komisch oder ? ;)


Faustfan
Beigetreten: 19.04.2005

ich wäre bereit ein tier zu töten, um es danach zu essen. wenn ich das nicht könnte, würde ich meine essgewohnheiten in der hinsicht in frage stellen. wer das töten von tieren nicht moralisch rechtfertigen kann, sollte sie nicht essen.

ein menschenleben zum höchsten gut zu erklären, ist nicht logisch. aber es ist notwendig, um eine funktionierende gesellschaft aufrechtzuerhalten. unsere heutige gesellschaft gibt jedem menschen dasselbe recht auf leben (was vor 200 jahren nicht so war und in vielen regionen immer noch nicht so ist). das ist nicht objektiv richtig, ich persönlich halte es aber für einen wichtigen grundsatz.
jeder, der hier lebt, muß diese tatsache akzeptieren, da er den gesetzen unterworfen ist.

ich verstehe die frage nach dem warum nicht wirklich. es ist doch offensichtlich, warum dieser grundsatz auf menschen zutreffen muß.

der grund, warum er nicht auf tiere zutrifft, ist ein ebenso pragmatischer:

der mensch hat immer fleisch gegessen. dafür ist er von der natur vorgesehen. inzwischen wäre es zwar möglich, eine flächendeckende vegetarische ernährung durchzusetzen, aber das würde auf so große widerstände stoßen, daß selbst die grünen das nicht vorschlagen.

ich halte das töten von tieren (zu den genannten zwecken) nicht für verwerflich, weil es eine natürliche lebensweise ist. es ist das grundprinzip der natur und nur weil man es ändern könnte, muß man das nicht.
wenn niemand mehr schwein oder rind essen würde, wäre damit keinem tier geholfen. sie würden gar nicht mehr geboren, da diese tierarten nur zu diesem zweck gezüchtet werden. gewissermaßen sorgen fleischesser für den fortbestand dieser tiere. zwar nicht aus selbstlosen zwecken, aber der punkt ist: fleisch zu essen, schadet den tieren nicht.


contfold
Beigetreten: 24.09.2007

obv Natur, Menschen sind die dümmsten Lebewesen ever.


Faustfan
Beigetreten: 19.04.2005

gut, daß du nur für dich selbst sprechen kannst


ich halte das töten von tieren (zu den genannten zwecken) nicht für verwerflich, weil es eine natürliche lebensweise ist. es ist das grundprinzip der natur und nur weil man es ändern könnte, muß man das nicht. wenn niemand mehr schwein oder rind essen würde, wäre damit keinem tier geholfen. sie würden gar nicht mehr geboren, da diese tierarten nur zu diesem zweck gezüchtet werden. gewissermaßen sorgen fleischesser für den fortbestand dieser tiere. zwar nicht aus selbstlosen zwecken, aber der punkt ist: fleisch zu essen, schadet den tieren nicht.

es ist aber keine natürliche lebensweise, jeden tag fleisch in solchen mengen zu essen, so wie es wohl fast jeder macht. jetzt kam ja die statistik raus, dass ein deutscher über 1000 tiere in seinem leben isst. das find ich schon ziemlich happig.
klar werden tiere gezüchtet, damit sie gemästet und gegessen werden. aber du kannst doch damit nicht ernsthaft sagen, dass die tiere froh sein können, dass ihnen überhaupt ihr armseliges leben unter solchen bedingungen geschenkt wird, um sie dann später zu töten.
gerade der gedanke ist doch pervers, dass eine art gezüchtet, gefangen gehalten, missbraucht und dann umgebracht wird (natürlich sehr polemisch formuliert). bei tönnies werden pro monat glaub ich eine million schweine geschlachtet.
eine natürlich unrealistische idealvorstellung wäre es meiner meinung nach, dass tierarten sich in ihrer natürlichen umgebung selbst überlassen werden.

zum thema selbst: ich würde sicher auch das dorf retten. ich hab selbst kinder mit blähbäuchen gesehen, genauso wie man immer mal wieder bilder oder videos von robbenjägern oder (anderen) tierquälern sieht. beides nciht so schön.

ein grund, warum viele eher dazu neigen, das dorf zu retten, dürfte wohl einfach der sein, dass man selbst weiß, wie es ist, ein mensch zu sein.


pils3
Beigetreten: 10.01.2007

ganz kurz zwei anmerkung zur fragestellung/ausgangspost:

das "oder" in mensch oder natur habe ich vor allem geschrieben aus pragmatischen gründen.
natürlich wollen 99% ein afrikanisches dorf, eine tierart oder was auch immer retten, wenn die alternative einfach ist, es nicht zu tun.
eine auswahl zwischen mensch, natur oder beidem hätte deshalb kein vernünftiges ergebnis zur folge. es geht nur darum, was für euch/uns priorität hat.

ich habe geschrieben, dass die ressourcen fehlen, beides zu retten. damit meinte ich meine persönlichen ressourcen: ich kann mich für umweltschutz engagieren oder für menschenrechte, aber schwer gleihzeitig für beides, deswegen entscheide ich (persönlich) mich für die natur, auch wenn mir der rest wichtig ist.


ich mag menschen im allgemeinen nicht.

[x] natur


Kommutierung
Beigetreten: 09.08.2007

wenn ich jetzt ein gemeiner rasisst wäre würde ich schreiben "meine prioritätenliste sieht so aus: menschen>tiere>afrikaner", aber weil ich ja kein gemeiner rasisst bin schreib ich das nicht! :)


Original von Mace5678
ganz kurz zwei anmerkung zur fragestellung/ausgangspost:

das "oder" in mensch oder natur habe ich vor allem geschrieben aus pragmatischen gründen.
natürlich wollen 99% ein afrikanisches dorf, eine tierart oder was auch immer retten, wenn die alternative einfach ist, es nicht zu tun.
eine auswahl zwischen mensch, natur oder beidem hätte deshalb kein vernünftiges ergebnis zur folge. es geht nur darum, was für euch/uns priorität hat.

ich habe geschrieben, dass die ressourcen fehlen, beides zu retten. damit meinte ich meine persönlichen ressourcen: ich kann mich für umweltschutz engagieren oder für menschenrechte, aber schwer gleihzeitig für beides, deswegen entscheide ich (persönlich) mich für die natur, auch wenn mir der rest wichtig ist.

Natürlich ist jeder Mensch beschränkt und kann nur eine bestimmte Anzahl an Aufgaben bearbeiten. Deshalb verständigen wir uns darüber, welche uns wichtig sind.

Versteh ich dich jetzt aber richtig, dann willst du die Natur/Tiere/Regenwald retten, einfach weil sie Natur/Tiere/Regenwald sind?

Kleiner Hinweis die Natur brauch/will deine Hilfe nicht.
Ich/Wir als Mensch/en brauche/n deine Hilfe, dass ich und meine Kinder und deine Kinder und überhaupt jeder hier noch irgendwie Leben können.
Ich dachte wir retten das alles, um den Menschen mitzuschützen.

Deswegen eröffnet die Frage einen Gegensatz, wo keiner ist.


Wenn ich die Wahl hätte zwischen Überbevölkerung in der 3. Welt mindern oder nichts tun würd ich mindern.

Also Natur >.>


Original von Araklion
Wenn ich die Wahl hätte zwischen Überbevölkerung in der 3. Welt mindern oder nichts tun würd ich mindern.

Also Natur >.>

wtf meinst du mit Überbevölkerung mindern? gehts noch? Ihr sprecht von Menschen.
Was haltet ihr von Überbevökerung mindern im Ruhrgebiet oder in Ostdeutschland, damit da endlich wieder Urwälder wachsen können?


Kommutierung
Beigetreten: 09.08.2007

[x] in before "es gibt keine überbevölkerung"-diskussion


Original von contfold
obv Natur, Menschen sind die dümmsten Lebewesen ever.

Du hälst die Menschen nur für dumm, weil du weißt/annimmst das sie auch intelligent/nachdenklich/vernünftig handeln könnten. Einem Tier würdest du niemals seine Dummheit vorwerfen.


Original von Periiklez

Original von Araklion
Wenn ich die Wahl hätte zwischen Überbevölkerung in der 3. Welt mindern oder nichts tun würd ich mindern.

Also Natur >.>

wtf meinst du mit Überbevölkerung mindern? gehts noch? Ihr sprecht von Menschen.
Was haltet ihr von Überbevökerung mindern im Ruhrgebiet oder in Ostdeutschland, damit da endlich wieder Urwälder wachsen können?

Und durch Überbevölkerung leiden in absehbarer Zeit alle Menschen. Willst du, dass alle Menschen leiden? Gehts noch?


Kruemelmon
Beigetreten: 10.12.2006

Ich denke einfach das Armutsbekämpfung in Form von Spenden oft für die Menschen als ganzes weniger bringt als Umweltschutz. Also den Schutz des Regenwaldes oder die Überfischung der Weltmeere halte ich mittelfristig für den effektiveren Weg auch Menschen insbesondere in den betroffenen Regionen auch langfristig sich selbst helfen zu können.

Der Regenwald z.b. bietet so vielen Arten Schutz (auch denen mit Bewusstsein also Affen oder denen mit unerforschten Giften/Schutzmitteln etc.) , fungiert als Lunge der Erde und beeinflusst das Klima in positiver Weise. Wenn hier die Industrieländer auch den positiven Nutzen für sich erkennen sollten sie eigentlich aus Eigeninteresse etwas für den dauerhaften Schutz springen lassen. Weiter bietet er anderen Anbauflächen klimatisch gute Bedingungen in Punkto Erosion, sauberem Wasser etc., könnte teilweise für den Tourismus und nachhaltige Forstwirtschaft, Jagd etc genutzt werden. Also Dingen, die auch direkt der angesiedelten Bevölkerung zu gute kommen. Wird da alles abgeholzt und mit Weideland zugemüllt oder später verlassen profitieren nur sehr wenige Menschen davon und hinterlassen viele in Armut.


Original von Araklion

Original von Periiklez

Original von Araklion
Wenn ich die Wahl hätte zwischen Überbevölkerung in der 3. Welt mindern oder nichts tun würd ich mindern.

Also Natur >.>

wtf meinst du mit Überbevölkerung mindern? gehts noch? Ihr sprecht von Menschen.
Was haltet ihr von Überbevökerung mindern im Ruhrgebiet oder in Ostdeutschland, damit da endlich wieder Urwälder wachsen können?

Und durch Überbevölkerung leiden in absehbarer Zeit alle Menschen. Willst du, dass alle Menschen leiden? Gehts noch?

Und du bist derjenige, der jetzt entscheidet, wer sterben muss, damit später nicht alle leiden?

Davon abgesehen gibt es kein Überbevölkerungsproblem nur ein Verteilungsproblem.


Periiklez, bei so einer fragestellung ist er genau das.


Original von Periiklez
Und du bist derjenige, der jetzt entscheidet, wer sterben muss, damit später nicht alle leiden?

Was gibt es an "Wenn ich die Wahl hätte [...]" nicht zu verstehen?

Original von Periiklez
Davon abgesehen gibt es kein Überbevölkerungsproblem nur ein Verteilungsproblem.

Ja, es gibt ein Verteilungsproblem der lebenden Organismen im Bezug auf Menschen <-> Bäume. Ist aber das gleiche.


Original von KotteTHC
Periiklez, bei so einer fragestellung ist er genau das.

Bei so einer Fragestellung soll er sich darüber klar werden, dass sein Standpunkt komplett haltlos ist. Jeder Mensch würde diese Kompetenz für sich beanspruchen. Die Afrikaner könnten zB entscheiden, die Europärer platt zu machen. Dann hätten sie endlich wieder Platz.
Es war obv eine rhetorische Frage.