Original von Faustfan
Original von ron1376
Original von Faustfan
der einzige grund aus dem hier viele lieber die tierart retten wollen, ist die tatsache, daß sie die entscheidung von zuhause rein theoretisch treffen.LOL, als ob du irgendeine ahnung hättest warum sich leute so entscheiden...
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ich denke meine entscheidung sollte klar sein. ich entscheide mich klar pro natur, die einzige win-win situation!!!ja, ich weiß warum leute hier schreiben, daß sie lieber die tierart retten würden. und dein letzter absatz bestätigt mich darin.
auch du würdest eher ein menschenleben als ein tierleben retten, wenn du wirklich vor der wahl stündest. deshalb redest du ja auch von win-win, nämlich weil du glaubst auch den menschen mit der rettung einer tierart zu helfen.die wahrheit sieht aber anders aus. nehmen wir mal an, du mbist in einem afrikanischen dorf. ihr einziger weg, dem hungertod zu entkommen, ist das schlachten einer nur dort lebenden tierart, beispielsweise der oryx-antilope. niemand, der bei verstand ist, würde nun sagen: nein, ihr müßt verhungern, sonst stirbt diese tierart aus.
das ist dasselbe phänomen wie bei anderen hypothetischen problemen.
abgesehen davon macht es einen ziemlich großen unterschied, von welcher tierart wir reden. manche tierarten bestehen noch aus unter zehn exemplaren und sterben ohnehin aus. andere tierarten interessieren keinen menschen (käfer und andere insekten).
die meisten hier wissen vermutlich nicht mal was eine tierart überhaupt ist. bären zum beispiel sind keine tierart, sondern eine Familie. weitere beweis: die oryxantilope ist eine gattung, keine art. wer das beim lesen erkannt hat, kann sich von diesem absatz ausgenommen ansehen.
Was Du da schreibst, mag ja Deine Meinung sein, aber wie die Wahrheit bezüglich des Denkens anderer Menschen aussieht, kannst Du gar nicht beurteilen. Du gehst ja nur von Deinem eigenen Denken aus.
Ein Satz zu Deinen Ausführungen bezüglich Familie, Art und Gattung: Danke für die Aufklärung, es trägt nur nichts zu dieser Diskussion hier bei.
Und du kannst auch nicht beurteilen, ob sich für irgendwelche Käfer keiner interessiert - das ist nämlich durchaus nicht so. Es kennt keiner die Zusammenhänge im Ökosystem so umfassend, dass er irgendeiner Tierart/-gattung eine Bewertung bezüglich seiner Wichtigkeit geben kann. Daher wird gerade auch in den Bereichen unpopulärer Flora und Fauna viel geforscht, wenngleich dafür natürlich (aus Profitdenken heraus) weniger Mittel zur Verfügung gestellt werden.
Es ist hier auch sicher nicht die Rede von Tierarten/-gattungen, bei denen jede Hilfe zu spät kommt. Mit dieser Art Argumentation kann ich auch einer Ratte helfen, weil der Mensch vielleicht schon sowieso so schwer verletzt ist, dass er sterben muss.
Klar ist, dass die hungernden Menschen in dem afrikanischen Dorf natürlich ihr Überleben sichern wollen und in Deinem hypothetischen Fall eben die Antilopengattung ausrotten. Es geht auch nicht darum, es ihnen zu verbieten sondern z. B. etwas weniger Lebensmittel aus Überproduktionen zu vernichten, sie dem Dorf zur Verfügung zu stellen und damit den Menschen und der Antilopengattung zu helfen. Ein einzelner Mensch kann hier sowieso nicht helfen, weder dem Dorf noch den Antilopen.
Einzelne Menschen sind auch nicht grundsätzlich schlecht. Aber Gemeinschaften, Staaten, Firmen, etc., also dort, wo die Menschen ihr schlechtes Gewissen immer auf die anderen abschieben können, sind oft schlecht und böse. Normalerweise rottet auch kein einzelner Mensch eine Tierart aus oder holzt den Regenwald ab.
Die Menschheit ist auf dem Weg, ihre Lebensgrundlage zu zerstören. Und die Menschheit weiß das, zumindest in den Industrieländern, von denen sowieso die größte Zerstörungskraft ausgeht. Solange es einfach hingenommen wird bzw. aus Profitgier das alles noch beschleunigt und verstärkt wird, haben die Menschen es mMn einfach weniger verdient, geschützt zu werden. Daraus folgere ich für mich, dass der Mensch eben kürzer treten muss, um die Fehler, die er gemacht hat, wieder auszubügeln. Dabei ist jeder kleine Schritt gut, man muss nicht wieder in die Höhlen oder auf die Bäume zurück. Etwas mehr im Einklang mit der Natur zu leben und zu handeln tut allen gut, den Menschen und den Tieren/Pflanzen.
Einzelnen Menschen, die in Not geraten sind, würde ich natürlich trotz dieser Meinung helfen, weil einzelne Menschen eben nicht die gesamte Schuld der Menschheit tragen. Und wenn ich in einem Einzelfall zwischen Mensch und Tier entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich schon dem Menschen eher helfen als dem Tier, wobei mir das Schicksal des Tieres sehr nahe gehen würde. Eine Ausnahme würde ich da nur machen, wenn die Not des Tieres durch genau diesen Menschen verursacht wurde, der eben nicht nur sein Überleben sichern wollte.