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[Geschlossen] NEEEEEED ps.de! Rechtsform frage

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micha1100
Beigetreten: 08.02.2006

Ltd. ist definitiv keine Option. Läßt sich zwar schnell und billig gründen, aber der laufende Aufwand ist erheblich, und die meisten Ltd.s werden gegründet von Leuten, die kein Geld haben und/oder von Anfang an damit rechnen bzw. es sogar darauf anlegen, daß die Gesellschaft gegen den Baum läuft. Dementsprechend ist auch das Ansehen und die Kreditwürdigkeit einer Ltd.


aaaRt
Beigetreten: 15.08.2007

Ltd. sind zudem bei Fremdkapitalgebern nicht angesehen und dementsprechend für OPs theoretische Zwecke nicht geeignet.


OHG immer gern gesehen und seriös. Viel Spaß


micha1100
Beigetreten: 08.02.2006

Original von fischief
OHG immer gern gesehen und seriös. Viel Spaß

Ja, viel Spaß den Gesellschaftern bei der Haftung mit ihrem gesamten Vermögen...

Wobei allerdings in der Praxis die Kreditgeber wahrscheinlich auch bei einer haftungsbeschränkten Gesellschaft eine persönliche Sicherheit der Gesellschafter fordern werden, aber die ist dann idR wenigstens auf den Kredit beschränkt.


ktec
Beigetreten: 17.01.2005

Mittlerweile ist auch eine GmbH ohne Mindestkapital möglich.

Siehe: http://www.it-recht-kanzlei.de/gmbh-gruendung-ohne-mindestkapital.html


Deradon
Beigetreten: 03.09.2007

Original von ktec
Mittlerweile ist auch eine GmbH ohne Mindestkapital möglich.

Siehe: http://www.it-recht-kanzlei.de/gmbh-gruendung-ohne-mindestkapital.html

Das ist aber keine GmbH, sondern ne UG ...


als wenn jmd mit ner gmbh verträge eingehen würde ohne anschlussverpflichtungen... soviel zum thema keiner haftet mit privatvermögen.


micha1100
Beigetreten: 08.02.2006

Noobyfisch - bei Darlehensverträgen ist das sicher richtig (wobei bei OPs Gesellschaft den Banken möglicherweise auch das Sicherungseigentum an den zu erwerbenden Fahrzeugen genügt), aber weshalb sollten keine sonstigen Verträge mit einer GmbH abgeschlossen werden?
Wenn tatsächlich nur Verträge mit persönlichen Verpflichtungen für die Gesellschafter abgeschlossen werden würden, würde ja niemand eine GmbH gründen, weil es sinnlos wäre.


wenn ihr es ernst betrachtet stellt euch die frage welcher gesellschaftsform die kreditinstitute nach heutigem stand (basel II rating) am ehesten einen kredit in höhe von 500k bei nur 100k eigenkapital geben würde. bedenkt das ihr in diesem fallbeispiel ein neues unternehmen gründet welches null sicherheiten, keinen marktwert, keine referenzen also eben gar nichts hat.

gmbh & co KG ist ne feine sache, haftungstechnisch für ein kreditinstitut aber nicht der absolute burner. somit würde ich nach dieser aufgabenstellung zu einer personengesellschaft raten. ergo kg oder ohg

welcher der beiden personengesellschaften ihr wählt ist u.a. abhänig davon wie ihr gedenkt die 7 partner kompetenz mäßig aufzuteilen. sollen alle vertretungsberechtigt sein? soll es stille teilhaber geben die nur geld investieren?

lg hideki


micha1100
Beigetreten: 08.02.2006

Hideki, Personengesellschaften sind auch nicht per se kreditwürdiger, sondern nur, wenn die Gesellschafter selbst über ausreichend Vermögen verfügen. was nützt die volle persönliche Haftung, wenn bei den Gesellschaftern nichts zu holen ist? Einer OHG mit vier Gesellschaftern, die alle von Hartz IV leben, gibt keine Bank auch nur einen Cent. :-)

Richtig ist natürlich, daß für den 500k-Kredit Sicherheiten zu stellen wären. Da allerdings die 500k voraussichtlich für den Kauf der zu vermietenden Fahrzeuge verwendet werden, käme hier die Abtretung von Sicherungseigentum in Betracht. Ansonsten halt begrenzte Bürgschaft der Gesellschafter o.ä. Eine Notwendigkeit, auf die Vorteile einer haftungsbeschränkten Gesellschaft generell zu verzicten, sehe ich nicht.


Original von micha1100
Hideki, Personengesellschaften sind auch nicht per se kreditwürdiger, sondern nur, wenn die Gesellschafter selbst über ausreichend Vermögen verfügen. was nützt die volle persönliche Haftung, wenn bei den Gesellschaftern nichts zu holen ist? Einer OHG mit vier Gesellschaftern, die alle von Hartz IV leben, gibt keine Bank auch nur einen Cent. :-)

hier hast du natürlich auch vollkommen recht. diese thematik kann man sehr ins detail vertiefen und diskutieren. aber wenn man diese situation einmal auf das niveau eines planspieles runterbricht kann man sich doch darauf einigen das eine personengesellschaft in der tendenz! eher fremdkapital erhält als eine kapitalgesellschaft aufgrund der möglichkeit der privaten haftung unabhänig davon wieviel letzten endes dort zu holen ist.

ist natürlich, daß für den 500k-Kredit Sicherheiten zu stellen wären. Da allerdings die 500k voraussichtlich für den Kauf der zu vermietenden Fahrzeuge verwendet werden, käme hier die Abtretung von Sicherungseigentum in Betracht. Ansonsten halt begrenzte Bürgschaft der Gesellschafter o.ä. Eine Notwendigkeit, auf die Vorteile einer haftungsbeschränkten Gesellschaft generell zu verzicten, sehe ich nicht.

das klassische sale an lease back ist natürlich möglich wobei es sehr riskant ist dieses auf einen großteil der kerngüter (yachten) auszudehnen mit das unternehmen sein geld verdient. ein liquiditätsengpass und die banken nehmen dir die sachen weg womit du cashflow regenerierst.

man sagt nicht umsonst das dir ein banker bei sonnenschein nen regenschirm leiht um ihn dir beim nächsten hagelsturm wieder weg zu nehmen.

im weiteren sprichst du hier von bürgschaften der gesellschafter, klar die möglichkeit besteht aber dann habe ich doch ebenfalls eine art von privathaftung oder nicht?

aber ich gebe dir recht, ein grund für einen verzicht auf haftungsbeschränkung ist nicht gegeben. ich wollte mit meinem beitrag auch nicht den eindruck erwecken das das modell einer kapitalgesellschaft für dieses planspiel grundsätzlich ungeeignet ist. auch diese formen haben ganz klare vorteile, nur tendiere ich in diesem fall eher zu einer personengesellschaft. gerade weil auch mehrere gesellschafter hier in die plicht genommen werden können.


micha1100
Beigetreten: 08.02.2006

Original von Hideki76
... wenn man diese situation einmal auf das niveau eines planspieles runterbricht kann man sich doch darauf einigen das eine personengesellschaft in der tendenz! eher fremdkapital erhält als eine kapitalgesellschaft aufgrund der möglichkeit der privaten haftung

Ich habe nicht ausreichend Informationen über die tatsächliche Vergabepraxis bei Banken, um das wirklich beurteilen zu können. Bei realitätsnaher Betrachtung halte ich es allerdings für unwahrscheinlich, daß bei OHGs für die Banken ein geringeres Ausfallrisiko besteht. Aber es kann natürlich sein, daß die banken Geselslchaften mehr vertrauen, bei denen sie wissen, daß die finanzielle Zukunft der Geselslchafter direkt betroffen ist.

im weiteren sprichst du hier von bürgschaften der gesellschafter, klar die möglichkeit besteht aber dann habe ich doch ebenfalls eine art von privathaftung oder nicht?

Selbstverständlich. Aber es macht m.E. immer noch einen Unterschied, ob ich als Bürge "nur" für den Bankkredit persönlich hafte oder als OHG-Gesellschafter auch für alle anderen etwaigen Verbindlichkeiten.


galam
Beigetreten: 06.03.2005

Original von Indy1701e

Original von PizzaCalzone
weder noch...

sondern eine GmbH & Co KG

vorteile:
ihr umgeht die persönliche haftung von vielen anderen gesellschaften.
die GmbH ist als rechtsform insb. in deutschland wesentlich höher angesehen als eine limited, braucht aber nach der neuesten reform des GmbhG kaum mehr startkapital.
steuerrechtlich steht ihr besser als bei einer "reinen" GmbH

Korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege, aber für eine GmbH benötigt man doch immer noch ein Stammkapital von 25.000 Euro.
Lediglich die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) kann man mit einem Euro gründen.

12,5k reichen, allerdings bei 100k Eigenkapital vollkommen egal. Ne GmbH wird wohl aber wohl kaum 500k Kredit bekommen.

Alle Leute die hier von Ltd und 1Pfund reden sollten sich mal damit beschäftigen. Stichwort u. a. Insolvenzverschleppung.


micha1100
Beigetreten: 08.02.2006

Original von PizzaCalzone
sondern eine GmbH & Co KG
...
steuerrechtlich steht ihr besser als bei einer "reinen" GmbH

Hab da jetzt mal ein bißchen nachgelesen, weil es mich interessiert, aber nichts gefunden. Welche steuerrechtlichen Vorteile soll es denn (aktuell) geben? Früher konnte wohl die Gefahr der Doppelbesteuerung bei Körperschafts- bzw. Vermögenssteuer und Einkommensteuer durch eine KG vermieden werden, aber diese Gefahr besteht heute auch für eine GmbH nicht mehr.


Indy1701e
Beigetreten: 16.07.2007

Original von galam

Original von Indy1701e

Original von PizzaCalzone
weder noch...

sondern eine GmbH & Co KG

vorteile:
ihr umgeht die persönliche haftung von vielen anderen gesellschaften.
die GmbH ist als rechtsform insb. in deutschland wesentlich höher angesehen als eine limited, braucht aber nach der neuesten reform des GmbhG kaum mehr startkapital.
steuerrechtlich steht ihr besser als bei einer "reinen" GmbH

Korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege, aber für eine GmbH benötigt man doch immer noch ein Stammkapital von 25.000 Euro.
Lediglich die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) kann man mit einem Euro gründen.

12,5k reichen, allerdings bei 100k Eigenkapital vollkommen egal. Ne GmbH wird wohl aber wohl kaum 500k Kredit bekommen.

Alle Leute die hier von Ltd und 1Pfund reden sollten sich mal damit beschäftigen. Stichwort u. a. Insolvenzverschleppung.

Korrekt, für die Anmeldung zur Eintragen reicht es, wenn man 12,5k aufgebracht hat. Trotzdem beträgt das Stammkapital min. 25.000 Euro. Hat die GmbH nur die 12500 Euro und wird insolvent, haften die Gesellschafter für den nicht eingebrachten Betrag persönlich.


micha1100
Beigetreten: 08.02.2006

OP, wofür hast du dich letztlich entschieden, und wie ist es gelaufen?


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