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[Geschlossen] Nicht Wählen Gehen

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Fernseher
Beigetreten: 16.02.2007

Original von w3cRaY

Original von NoSekiller
lest doch einfach noch mal meinen Post...ihr redet nämlich imo beide am Thema vorbei^^ ist doch total egal wer davon profitiert, wenn die Wahlbeteiligung niedrig ist. Relevant ist doch für mich persönlich nur, wer davon profitiert, wenn ich nicht wählen gehe.

Im Prinzip hast du Recht nose, aber nur, wenn man überhaupt eine Partei bevorzugt. Und das tue ich (im Moment) noch nicht.

jo er hat recht, und: du hast in deinem kopf keine grobe "rangliste" von parteien?


w3cRaY
Beigetreten: 12.06.2007

Original von Fernseher

Original von w3cRaY

Original von NoSekiller
lest doch einfach noch mal meinen Post...ihr redet nämlich imo beide am Thema vorbei^^ ist doch total egal wer davon profitiert, wenn die Wahlbeteiligung niedrig ist. Relevant ist doch für mich persönlich nur, wer davon profitiert, wenn ich nicht wählen gehe.

Im Prinzip hast du Recht nose, aber nur, wenn man überhaupt eine Partei bevorzugt. Und das tue ich (im Moment) noch nicht.

jo er hat recht, und: du hast in deinem kopf keine grobe "rangliste" von parteien?

Eine grobe Rangliste habe ich selbstverständlich. Das bedeutet aber eben nicht, dass ich sie auch wirklich wählen würde. Achja, hast du dir Beispielrechnungen etc. mal angeschaut? Konnte ich dich insofern überzeugen, dass eben nicht die Extremen profitieren, sondern die großen Parteien? Wenn nein, wieso nicht?

Grüße


@w3cray:
Wer sich von der Milchmädchen-Rechnung von voriger Seite überzeugen ließe, wäre dumm.

Die Rechnung ist zwar an sich richtig, aber deine Zahlen sind völlig an den Haaren herbeigezogen und somit gilt das auch fürs Ergebnis.

edit:
Eine allgemeine niedrige Wahlbeteiligung (auch das "allgemein" ist schon eine vereinfachende und komplette unrealistische Annahme) nützt den Parteien, die relativ zu ihrer potenielle Anhängerschaft mehr Stammwähler hat (prozentual).

Wer das nun ist, weiß ich nicht. Habe hier auch noch keine Quellen gelesen, die begründen, dass das die Extremen sein sollen.


w3cRaY
Beigetreten: 12.06.2007

Original von Gonzo394
@w3cray:
Wer sich von der Milchmädchen-Rechnung von voriger Seite überzeugen ließe, wäre dumm.

Die Rechnung ist zwar an sich richtig, aber deine Zahlen sind völlig an den Haaren herbeigezogen und somit gilt das auch fürs Ergebnis.

Du willst es nicht glauben oder? Ich habe geschrieben, dass die Größe der Zahlen willkürlich ist, direkt unter diese Rechnung. Aber sie erfüllen beide Aussagen, die ich getroffen habe, und die Fakt sind.

1.) Stammwählerschaft der großen Parteien ist größer als die der extremen Parteien. (google mal "Statistik Bundestagswahl 2002 und 2005")
2.) Nicht-Stammwähler werden alle gleichbehandelt.

Du kannst auch gerne 17% Partei 1, 15% Partei 2, 10% Partei 3 einsetzen, oder das mit 10 Parteien machen. Die Partei mit der größten Stammwählerschaft profitiert am meisten vom Nicht-Wähler. Das war die Aussage, und das ich sie mit einer Popelrechnung anschaulich machen wollte (und nich total kompliziert, weil dann heißt es wieder, "woher, wieso, glaub ich nicht, hast du dir herbeigehäkelt, tralala"), habe ich bereits im Post geschrieben.

Dumm ist übrigens derjenige, der nie auf die Argumentation der anderen eingeht und immer nur "NÖ" sagt. Und ich sage: zeigt mir den Fehler, und ich pflichte euch bei, weil das zu einer Diskussion dazugehört. Ich gebe es gerne zu, wenn ich Unrecht habe. Aber ich sehe einfach bisher niemanden, der das widerlegt hätte.


Original von w3cRaY
[...]
1.) Stammwählerschaft der großen Parteien ist größer als die der extremen Parteien.
2.) Nicht-Stammwähler werden alle gleichbehandelt.
[...]

Und kannst du die Annahmen (besonderes 1) auch belegen?

Ich würde eher sagen, die Stammwählerschaft der Extremen ist (relativ zu ihren üblichen Wahlergebnissen) größer.*

Ich würde jedenfalls eher so rechnen: Partei 1 30% (10% Stammwähler + 20% unentschlossene) und Partei 2 5% (3% Stammwähler + 2% unentschlossene))

Und - rechne selbst - dann würde sich das Ergebnis völlig umkehren.

*natürlich fehlt auch mir ein Beleg dafür.


Tripper83
Beigetreten: 08.01.2008

scheinbar hat keiner eine Quelle, die belegt, dass die Extremen Parteien entweder einen hohen oder niedrigen Anteil an Stammwählern haben. Also sollten wir die Diskussion darüber einfach mal beenden, bis jemand eine Quelle hat.
Abgesehen davon ist das doch eh ein unrealistisches Szenario. NPD+REP hatten zusammen(!) bei der letzten Wahl 2,2 Prozent. Wenn jetzt nur noch die Hälfte der Leute wählen geht und bei den Radikalen 100% Stammwähler wären, dann hätten sie 4,4% und wären immer noch nicht im Bundestag.
Selbst wenn sie 8% hätten, würden sie immer noch keine Aussagekraft haben und könnten nichts mitbestimmen. (Traurig wäre das natürlich trotzdem).

Wählen hat also sehr wenig mit dem Verhindern von Radikalen Parteien zu tun, sondern ist eine ideologische Entscheidung.


w3cRaY
Beigetreten: 12.06.2007

Original von Gonzo394

Original von w3cRaY
[...]
1.) Stammwählerschaft der großen Parteien ist größer als die der extremen Parteien.
2.) Nicht-Stammwähler werden alle gleichbehandelt.
[...]

Und kannst du die Annahmen (besonderes 1) auch belegen?

Ich würde eher sagen, die Stammwählerschaft der Extremen ist (relativ zu ihren üblichen Wahlergebnissen) größer.*

Ich würde jedenfalls eher so rechnen: Partei 1 30% (10% Stammwähler + 20% unentschlossene) und Partei 2 5% (3% Stammwähler + 2% unentschlossene))

Und - rechne selbst - dann würde sich das Ergebnis völlig umkehren.

*natürlich fehlt auch mir ein Beleg dafür.

Googlen hilft wie gesagt... z.B. hier:
Bundestagswahl 2002
oder mal nur auf eine Stadt bezogen
Freiburg Bundestagswahl 2005

Wenn man sich nun die z.B. die zeitliche Entwicklung altersgeschichtet anschaut, kann man defintiv prozentuale Aussagen (die sind natürlich nicht exakt) über Stammwählerschaft, die immer die gleiche Partei wählen (mittle die Fluktuationen raus).
Ich habe meine Informationen aus den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg von vor ein paar Jahren (2004 glaube ich). Hierbei waren Stammwähleranteile 10% <= NPD, SPD >= 30%, CDU >= 30%. Hatte ich damals von Statistik.sachsen.de sowie statistik.brandenburg.de. Allerdings finde ich die damaligen Quellen gerade nicht mehr (Verlinkung ist geändert worden).

Und natürlich hast du recht: wenn es sich so verhält, dass Extreme mehr Stammwähler haben, schadet die Nichtwahl der Demokratie. Aber meine Informationen sind einfach anders.
Zum Punkt 2: habe bereits mit dem Beispiel der Standardabweichung versucht deutlich zu machen.

Grüße


Wählen hat also sehr wenig mit dem Verhindern von Radikalen Parteien zu tun, sondern ist eine ideologische Entscheidung.

Da gebe ich Dir recht!


w3cRaY
Beigetreten: 12.06.2007

Original von Tripper83
scheinbar hat keiner eine Quelle, die belegt, dass die Extremen Parteien entweder einen hohen oder niedrigen Anteil an Stammwählern haben. Also sollten wir die Diskussion darüber einfach mal beenden, bis jemand eine Quelle hat.
Abgesehen davon ist das doch eh ein unrealistisches Szenario. NPD+REP hatten zusammen(!) bei der letzten Wahl 2,2 Prozent. Wenn jetzt nur noch die Hälfte der Leute wählen geht und bei den Radikalen 100% Stammwähler wären, dann hätten sie 4,4% und wären immer noch nicht im Bundestag.
Selbst wenn sie 8% hätten, würden sie immer noch keine Aussagekraft haben und könnten nichts mitbestimmen. (Traurig wäre das natürlich trotzdem).

Wählen hat also sehr wenig mit dem Verhindern von Radikalen Parteien zu tun, sondern ist eine ideologische Entscheidung.

Da hast du natürlich völlig recht ;). Ich habe nur versucht, dieses ewige Totschlagargument "damit unterstützt du die rechten" mal zu relativieren bzw. zu widerlegen.


FleischWesen
Beigetreten: 15.01.2005

Original von itSmIn3z

Original von 2plus2is4
die piraten zu wählen bringt absolut nix da die PP niemals die 5% hürde packen wird

Deswegen sollte man sie sicher nicht nicht wählen! ABER:
Die setzen sich vor allem für ein neues Urheberrecht und für Informations/Pressefreiheit und gegen die zunehmende Überwachung der Bürger etc. ein (siehe Kinderpornographie-Seiten-Sperr-Debatte). GUT!
Allerdings sind das halt auch die einzigen Themen die sie wirklich interessieren und zu anderem machen sie auch bewusst keine Aussagen, deswegen halt ich das auch für problematisch. Man beschränkt seine Wahl dieser Partei halt automatisch auf diese Themen. Und ohne mich tiefgründig damit beschäftigt zu haben, sehe ich in Bezug auf diese Themen z.B. nicht soviel Unterschiede zu den Grünen.

Ein "gutes" Wahlergebnis der PP auch unter 5% hätte mit Sicherheit positive Folgen für die Finanzen und für die Aufmerksamkeit die die Partei erhält, also größeres Potential bei späteren Wahlen. Ein für mich wichtiger Unterschied zu den Grünen ist dass die Piraten bis jetzt noch nicht diverse ihrer ursprünglichen Prinzipien über Bord geworfen (arrrr!) haben, nur um irgendwo mal an einer Regierung beteiligt zu werden. Die Piraten haben auch praktisch kaum Möglichkeiten um von Teilen ihres Wahlprogramms abzurücken um irgendwelche Kompromisse einzugehen, eben weil das Programm so klein ist. Genug andere Themen bei denen man sich problemlos einem eventuellen Koalitionspartner anschließen könnte gibt es auch.


Original von w3cRaY

Original von NoSekiller
lest doch einfach noch mal meinen Post...ihr redet nämlich imo beide am Thema vorbei^^ ist doch total egal wer davon profitiert, wenn die Wahlbeteiligung niedrig ist. Relevant ist doch für mich persönlich nur, wer davon profitiert, wenn ich nicht wählen gehe.

Im Prinzip hast du Recht nose, aber nur, wenn man überhaupt eine Partei bevorzugt. Und das tue ich (im Moment) noch nicht.

Das kannst du doch wohl nicht ernst meinen? Dann hast du dich ja überhaupt nicht mit den Parteien auseinandergesetzt. Man muss doch wenigstens irgendeine grobe Rangordnung festlegen können!?


JoxxyK
Beigetreten: 29.04.2006

Original von Fernseher

Original von w3cRaY
Und das Argument mit der indirekten Unterstützung der Extremen ist in meinen Augen einfach nicht richtig. Schau dir meine ersten 2 Posts auf der vorigen Seite an.

Hab ich mir schon angesehen, da ist wie gesagt ein Denkfehler drin. Du unterstützt durch Nichtwählen nicht die Parteien mit dem höchsten Stimmanteil. Gehen wir von einem Random-Nichtwähler aus, profitiert niemand von seiner "Nicht-Stimme".
Allerdings sind die meisten Nichtwähler solche Leute wie du, die die SPD besser finden als die NPD. Es gibt unter den Menschen mit extremen Meinungen einen geringeren Anteil an Nicht-Wählern als unter den Menschen, die eben etwas "gemäßigtere" Meinungen haben. Das ist einfach so, und damit unterstützt man mit dem Nichtwählen meist die Partei, die man einfach als letztes gewählt hätte.

#2

finde das wichtig nochmal zu betonen.

Für die 5% Piratenpartei:
1. Ab 0,5% kriegen sie Geld und können so aktiv für die Themen werben.
2. Sie haben bei der Europawahl ja schon ca. 1% gehabt und seitdem ihre Mitgliederzahl vervielfacht und ein deutlich höheren Bekanntheitsgrad erreicht. Ich bin mir sehr sicher, dass die Piraten nach den Parteien mit Bundestagsfraktion die meisten Stimmen erhalten wird. Es ist aus meiner Sicht nicht völlig unmöglich, dass es auch 5,0% werden.


[x] ich wähl ruffy und seine mates !


Fernseher
Beigetreten: 16.02.2007

Original von engineer

Original von w3cRaY

Original von NoSekiller
lest doch einfach noch mal meinen Post...ihr redet nämlich imo beide am Thema vorbei^^ ist doch total egal wer davon profitiert, wenn die Wahlbeteiligung niedrig ist. Relevant ist doch für mich persönlich nur, wer davon profitiert, wenn ich nicht wählen gehe.

Im Prinzip hast du Recht nose, aber nur, wenn man überhaupt eine Partei bevorzugt. Und das tue ich (im Moment) noch nicht.

Das kannst du doch wohl nicht ernst meinen? Dann hast du dich ja überhaupt nicht mit den Parteien auseinandergesetzt. Man muss doch wenigstens irgendeine grobe Rangordnung festlegen können!?

hab ich weiter oben auch schon gefragt.
es gilt immernoch was nosekiller gesagt hat. da hilft deine rechnung nix, denn wenn du persönlich, als "volksparteienwähler", nicht wählen gehst, schadest du diesen, und hilfst den anderen parteien, oder?


SeniorRude
Beigetreten: 12.05.2007

Wenn Wahlen in diesem Land etwas bewirken würden, wären sie verboten.

Ich denke nicht, daß Nichtwählen antidemokratisch ist, oder rechte Parteien dadurch an die Macht kämen. Wenn sies denn doch für eine Legislaturperiode in den Bundestag schafften, würden sie in dieser Zeit auch nichts verändern und nach vier Jahren wäre der Spuk wieder vorbei, weil wieder mehr Leute wählen gingen, (wenns denn daran lag, daß sie die 5% schafften). Außerdem mögen Lobbyisten keine Politiker mit Prinzipien.
Nichtwählen ist für mich eine der wenigen Möglichkeiten meiner Unzufriedenheit an dem was von der Demokratie übrig ist Ausdruck zu verleihen.


NoSekiller
Beigetreten: 29.08.2006

Original von w3cRaY

Original von Fernseher

Original von w3cRaY

Original von NoSekiller
lest doch einfach noch mal meinen Post...ihr redet nämlich imo beide am Thema vorbei^^ ist doch total egal wer davon profitiert, wenn die Wahlbeteiligung niedrig ist. Relevant ist doch für mich persönlich nur, wer davon profitiert, wenn ich nicht wählen gehe.

Im Prinzip hast du Recht nose, aber nur, wenn man überhaupt eine Partei bevorzugt. Und das tue ich (im Moment) noch nicht.

jo er hat recht, und: du hast in deinem kopf keine grobe "rangliste" von parteien?

Eine grobe Rangliste habe ich selbstverständlich. Das bedeutet aber eben nicht, dass ich sie auch wirklich wählen würde.

Nehmen wir an du findest alle Parteien bis auf eine gleich gut/schlecht...nur eine kannst du gar nicht ausstehen (ob das jetzt recht, linke, piraten oder eine der großen ist, ist dabei total egal)...wenn du nicht wählen gehst unterstützt du (indirekt) diese eine Partei mehr, als wenn du irgend eine andere Partei wählen würdest.
Das ist zumind. für mich ein Grund wählen zu gehen. Wenn du das anders siehst, würde ich gerne deine Gedanekn dazu erfahren...


coolalzi
Beigetreten: 01.10.2006

Original von SeniorRude
Wenn Wahlen in diesem Land etwas bewirken würden, wären sie verboten.

Ich denke nicht, daß Nichtwählen antidemokratisch ist, oder rechte Parteien dadurch an die Macht kämen. Wenn sies denn doch für eine Legislaturperiode in den Bundestag schafften, würden sie in dieser Zeit auch nichts verändern und nach vier Jahren wäre der Spuk wieder vorbei, weil wieder mehr Leute wählen gingen, (wenns denn daran lag, daß sie die 5% schafften). Außerdem mögen Lobbyisten keine Politiker mit Prinzipien.
Nichtwählen ist für mich eine der wenigen Möglichkeiten meiner Unzufriedenheit an dem was von der Demokratie übrig ist Ausdruck zu verleihen.

lol, wie soll denn, was von der Demokratie übrig bleiben, wenn Demokraten nicht wählen? ?(


PetrosiliusZ
Beigetreten: 26.08.2006

kampagne ist mir auch zieml unverständlcih aber fuck bei
"i never fought a war on drunk... ive never done shit on drugs besides played halo 2" musst ich echt lachen


JoxxyK
Beigetreten: 29.04.2006

In der neusten repräsentativen Telefonumfrage von Emnid wurde auch konkret nach der Piratenpartei gefragt und 6% können sich vorstellen, diese zu wählen. 58% kennen sie noch gar nicht.

http://www.politik-digital.de/umfrage-piratenpartei-bundestagswahl


kslate
Beigetreten: 25.12.2006

Seid über 10 Jahren bekam keine Partei mehr die Mehrheit an zustimmungs durchs Volk also wen interessierts welche "Unerwünschten" an der Macht sind?
Die größte Partei ist und bleibt, solange die Politiker nur aufs Geld aus sind und nichts dafür tuen, die Nichtwähler-Partei


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