Hallo Forum,
in schöner Regelmäßigkeit haben wir hier ja Anfragen aus dem juristischen Bereich und Threads über Nachbarschaftsstreit. Heut bring ich auch mal so einen ein.
Gestern hab ich mit meinem Stiefvater (Gladbach-Fan) das Relegationsspiel gesehen und danach dann auf den Klassenerhalt auch noch ein paar Bier getrunken. Dabei lief Musik etwas lauter als Zimmerlautstärke und an diversen Stellen hat man dann auch mal recht laut mitgesungen. Das ging so bis 1 Uhr nachts, da schlug dann unser Nachbar von oben mit einer Rohrzange o.ä. gegen die Heizungsrohre um seinem Ärger Ausdruck zu verleihen. In den letzten Wochen kam es bereits öfter vor, dass so zwischen 21 und 23 Uhr auch mal etwas lautere Musik gespielt wurde und die Decken hier sind scheinbar extrem dünn/hellhörig.
Jedenfalls hat der gute Herr Nachbar dann wohl die Beherrschung verloren, denn obwohl wir auf sein Klopfen hin die Musik runtergedreht haben stand er plötzlich vor der Wohnungstür, klingelte Sturm und trat mit viel Gewalt gegen die Tür. Als ich die Tür dann geöffnet hatte, packte er mich direkt am Kragen und stieß mich unvermittelt nach hinten in die Wohnung. Nach ein paar Sekunden und ein paar beruhigenden Worten ließ er dann von mir ab und ging wieder.
Jetzt meine Fragen: Denkt ihr, das ist bereits Nötigung oder ein anderer Straftatbestand? Ich mein, erlaubt sein kanns ja eigentlich nicht und gefallen lassen möcht ich mir das auch nicht wirklich. Was denkt ihr außerdem zur "Beweislage"? Spuren/Verletzungen gibts keine, mein Stiefvater hat aber alles gesehen und könnts bezeugen, reicht das? Oder zählt unsere gemeinsame Aussage dann im Endeffekt nur wie eine?
Die "laute Musik"-Thematik möcht ich hier eigentlich gar nicht besprechen, dass das so nicht weitergehen kann, das ist mir klar. Ich wohn halt nicht mehr hier und hab darauf entsprechend wenig Einfluss.