Ich war gerade bei einem "Vorstellungsgespräch" für einen "Job" als Produkttester für ein Marktforschungsunternehmen. ( http://www.marktforschung-in-karlsruhe.de )
Das Unternehmen kam mir nicht allzu seriös vor. Es war ansässig in einem Gebäube mit zig Büros. 1. OG, Zimmer 110, man geht hoch, ein langer Gang, alle 3 m eine Tür, an jeder Tür ein anderes Firmenschild.
Als ich das Zimmer betrat, stand da ein Schreibtisch und ein Stuhl, ein Regal mit Musterprodukten und das wars. Ein Mann saß mir gegenüber und spulte wie ein Roboter sein Programm ab.
Es soll wohl so laufen: Man meldet sich an (vertraglich verpflichtet für 24 Monate, da sie nur Interesse an langfristigen Testern haben) und bekommt dann von verschiedenen Firmen Produkte zugeschickt, die man testen soll. Fragebogen ausfüllen und zurückschicken, Geld (er nannte es "Aufwandsentschädigung") kassieren. Zwischen 10,- und 350,- Euro pro Produkt. Das Produkt kann man in der Regel behalten, kann aber auch kostenfrei zurückgeschickt werden bzw. wird es abgeholt.
Als "Unkostenbeitrag" verlangen sie 7,- Euro im Monat, zahlbar nach dem ersten Produkttest. Dann aber für die ganzen 24 Monate im Voraus.
Der erste Produkttest ist die Zeitschrift "Hörzu". Die bekommt man zugeschickt, muss sie lesen und Fragebogen ausfüllen.
Mein Verdacht: Hier wird versteckt ein Zeitschriften-Abo verkauft oder sonstwas.
Ich wies auf meine Bedenken bzgl. des "Kleingedruckten" hin, daraufhin legte er mir 3 Blätter vor mit einen Bedingungen. An sich war da nix tragisches dabei. Auf Anfrage, ob ich diese mitnehmen und zuhause in Ruhe durchlesen könne, sagte er mir, dass sie nichts rausgeben, weil da schonmal Missbrauch mit betrieben worden wäre.
Morgen möchte ich mal bei der Verbraucherzentrale anrufen, ob denen irgendwas bekannt ist. Aber vorab: Was denkt Ihr? Was ist da dran? Man hört es ja immer wieder, man soll nichts machen, wo man im Voraus was bezahlen muss. Oder ist das überängstlich?