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Warum gehn alle arbeiten

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Sofaking
Beigetreten: 12.02.2006
PokerStrategist

Original von Rubnik
Es wäre natürlich unsinnig, Grundnahrungsmittel mit 50% und Luxusartikel mit 7% zu besteuern. Lass halt deiner Phantasie freien Lauf und überlege selbst, wie man das gestalten kann.

Höhere Steuern auf Luxusartikel (10k rollex Uhr wird mit 50% versteuert ?) sind entscheidende Punkte in der Finanzierung von einem bge von 1-2k ?


Antwort
Zitat
MyLady17
Beigetreten: 11.03.2007
BlackMember

Original von DerBobs
Was wollt ihr eigentlich immer mit eurem grundeinkommen? Das gibt's doch schon längst, und nennt sich ALG bzw "hartz4". Verhungern muss hier keiner. Jeder der mehr als das will muss halt arbeiten.

Und hört mir auf mit euren Utopien von wegen Automatisierung und keine Notwendigkeit mehr zu arbeiten. Wer wird denn die Maschinen erfinden und bauen die für euch die Arbeit erledigen? Und wer wird die Produktionskette organisieren? Der Wegfall von drecksarbeits-Arbeitsplätzen bedeutet nur die Schaffung von Arbeitsplätzen, für die höhere Qualifikationen nötig sind, d.h. gerade ihr hier im Thread, die lieber chillen als zu arbeiten, werdet dann erst recht durch das Raster fallen. Wenn ihr nichtmal nen Job am Band bekommt, wie wollt ihr was in der IT-/robotik-Sparte bekommen?

###

Seh ich auch so. Keiner muss bei uns von Hartz IV und Zuschüssen wie Wohlgeld Hunger leiden. Und wieso 1000€? Klingt relativ willkürlich. Wenn die 1000€ dann eingeführt wären, wäre das nach ein paar Jahren wieder zu wenig (schließlich muss man sich mit BGE ja auch Urlaub und ein Auto leisten können!) und es würden 1500 oder 2000 Euro gefordert werden. Oder nicht?

Und klar fallen Jobs weg. Es entstehen aber auch haufenweise neue Jobs. Die Pferdekutscher anfang des Jahrhunderts sind auch nicht verhungert, ein Schuhmacher hat evtl. auch umgeschult. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass in Deutschland irgendwann 50% Arbeitslosigkeit herrscht weil Maschinen alles übernehmen. Ich würde mich selbst sehr gerne Richtung "Data Scientist" weiterbilden, ein sehr neues Berufsfeld, in dem in den kommenden Jahren sechsstellige Jobzahlen entstehen werden. Das ist aber nur ein Beispiel von vielen.


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Zitat
Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006
Oldschool Grinder

Original von Sofaking

Original von Rubnik
Es wäre natürlich unsinnig, Grundnahrungsmittel mit 50% und Luxusartikel mit 7% zu besteuern. Lass halt deiner Phantasie freien Lauf und überlege selbst, wie man das gestalten kann.

Höhere Steuern auf Luxusartikel (10k rollex Uhr wird mit 50% versteuert ?) sind entscheidende Punkte in der Finanzierung von einem bge von 1-2k ?

Lies doch nochmal das fettgedruckte. Du tust hier eher das Gegenteil.
Aber mal ne einfache Frage: wenn in der BRD genug Geld erwirtschaftet wird, dass hier 80 Mio davon leben können, warum sollte das Geld nicht mehr reichen, nur weil es anders verteilt wird?

Ansonsten: wenn Du Interesse an der Thematik hast, lies dich im BGE thread ein oder informiere dich sonstwo.

@ MyLady: von einem BGE wird man sich wohl eher kein Auto + Urlaub leisten können.


Antwort
Zitat
Sofaking
Beigetreten: 12.02.2006
PokerStrategist

Meine ursprüngliche Frage war ja, ob sich Kapitalismus und bge ausschließt.

Wenn du jetzt mit dem erwirtschafteten Geld in der brd auf die Finanzierbarkeit des bge argumentierst, bin ich mir nicht ganz sicher wie das, ohne massiven staatlichen Eingriff, im Kapitalismus funktionieren soll.

Für eine Finanzierbarkeit über Steuern, welche die lebenshaltungskosten nicht extrem erhöhen,fehlt mir tatsächlich die Fantasie.


Antwort
Zitat
DerBobs
Beigetreten: 01.08.2006
Oldschool Grinder

Original von Egozocker

Original von DerBobs
Dann kann sich jemand der vom "bge" lebt also problemlos essen, aber keinesfalls Luxus leisten. Klingt gut, ich hätte auch schon einen Namen: "hartz4".

jetzt solltest du uns aber mal erklären, was an hartz4 bedingungslos ist.

Och, ist es dir etwa zu stressig dich für money4free ab und zu mal beim Amt zu melden? Muss hart sein wenn man dann doch ab und zu mal den Wecker stellen muss.

Du willst das Geld also tatsächlich fürs Nichtstun haben ja? So völlig ohne auch nur den Hauch von Verpflichtungen?


Antwort
Zitat
scrappyyyy
Beigetreten: 23.01.2011
PokerStrategist

Und jeder der sich mit der höhe des BGE zufriedenstellt hört auf zu arbeiten. Schwupp verlierst du Produktivität.


Antwort
Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Rom und Co. gingen nicht unter, weil sie zu viel Ressourcen oder Technologien hatten. Das lag imo am Herrschaftssystem. Ist die Führung schlecht, wird das Volk schlecht und umgekehrt. In dem Zusammenhang kann ich Machiavelli empfehlen. Er beschreibt Politik und Gesellschaft sehr sehr gut. Die letzten großen Innovationen wurden durch die Entdeckung und Verwendung des Erdöls ermöglicht. Durch die billige und unerschöpfliche Energie wurde Wohlstand möglich. Wenns den Menschen gut geht, haben sie Zeit ihren Geist zu entwickeln. Dass das nicht alle machen, ist klar. Aber je größer die Gesamtzahl derer ist, denen es gut geht, desto größer sollte die absolute Zahl derer sein, die ihren Grips anstrengen wollen, um die Menschheit voranzubringen.

Kapitalismus und BGE können auf Dauer nicht gemeinsam funktionieren. Der Kapitalismus funktioniert ja schon alleine nicht. Da innerhalb dieses Systems die öffentlichen Schulden immer weiter steigen (weil Gewinnprivatisierung und Schuldensozialisierung), bleiben immer weniger Gelder für Sozialleistungen übrig. Somit geht sich das rechnerisch nicht aus. In einem anderen Wirtschaftsmodell, das ohne Korruption, Zins und Zinseszins auskommt, wärs finanzierbar. Dafür müssten viele Steuern und damit Bürokratie/Korruption abgeschaft werden. Am Ende blieben vll. eine Hand voll Steuern übrig. Es ginge wohl auch mit einer einzigen Steuer, der USt, die man entsprechend stark anheben müsste. Auf jeden Fall müssten Güter und Dienstleistungen, die über eine grundlegende Sicherung (Wohnen, Essen, Gesundheit, Kommunikation, Mobilität) hinausgehen deutlich stärker besteuert werden als bisher. Auch müsste man Hortung von Reichtümern unterbinden, weil das dem Markt Liquidität entzieht und damit langfristig zur exzessiven Ausweitung der Geldmenge beiträgt. Das gilt auch für Immobilien, die heutzutage Großteils nur für Spekulationszwecke verwendet werden, was jenseits jeder Vernunft ist.

Die heutigen Grundsicherungen, die es in einigen Ländern gibt, ist keine wirkliche Grundsicherung, weil viel zu niedrig, und an viele Bedingungen geknüpft, die teils entwürdigend und menschenverachtend sind. Da gibts viele Infos dazu im Netz. Man kann sich aber auch mit einigen Menschen unterhalten, die von einer Mindestsicherung leben müssen. In Deutschland gibts noch eine weitere Gruppe, die man dazuzählen kann, die Aufstocker. Dann gibts noch Rentner, die 40 Jahre gebuckelt haben, und heute ebenfalls an der Armutsgrenze leben müssen. Und das alles in einem Land, das scheinbar so reich ist.

Ein Rückgang an Arbeitsplätzen wird nicht vermeidbar sein. Die Automatisierung schreitet voran und hat mit Utopie überhaupt nichts zu tun. Die Frage ist nur, wann es soweit sein wird, dass die Mehrzahl der Menschen keine Arbeit mehr hat. Es ist ja heute schon so, dass sehr sehr viele Menschen nicht arbeiten. Ich hab gerade keine Zahlen parat, aber man denke nur an die vielen Rentner, die vom arbeitenden Teil der Bevölkerung mitfinanziert werden müssen. Dann gibts Kinder, Schüler, usw. Und dann gibts noch das größer werdende Prekariat (Arbeitslose, Aufstocker, Leute, die sich in irgendwelchen Kursen Wollkneule zuwerfen oder sonst was Dummes machen müssen, um ihre Sozialleistungen nicht zu verlieren). Und obwohl so viele Menschen nicht erwerbsmäßig arbeiten, gibts trotzdem keine Vollbeschäftigung. Die Arbeitsplätze gehen sogar zurück, wenn man geschaffene Sinnlosjobs, sinnlose doppelte Arbeiten etc. miteinbezieht. Wenn sich am Wirtschaftmodell nichts ändert, ist das eine sehr schlechte Entwicklung. Aber wenn wir an einem Punkt soweit sind zu entscheiden, ob ein BGE eingeführt wird oder nicht, können wir uns natürlich auch dagegen entscheiden. Spielen wir den Gedanken durch. Also, die Arbeitslosigkeit steigt, die Einkommen werden gedrückt (wegen steigender Konkurrenz durch Mitbewerber, Migration etc.). Die Steuereinnahmen sinken, die Sozialleistungen sinken, die Subventionen sinken (oder steigen weiter bei gleichzeitig steigender Staatsverschuldung, die irgendwann wieder fällig wird und nicht bezahlt werden kann). Die Arbeitszeiten sinken, weil keine 40 Stunden Woche gebraucht wird, weil die Maschinen viele Arbeiten abnehmen, weil die Nachfrage sinkt etc. Sinkt die Nachfrage, sinken die Preise. Die Leute sparen ihr restliches Geld weiter, weil es noch billiger wird. Die Nachfrage sinkt weiter, die Preise fallen weiter. Die Firmen rutschen ins Minus, müssen weitere Mitarbeiter entlassen, uswus. Rezession (evt. Depression) ist die Folge. Was ist die Folge in der Gesellschaft? Geld, Nahrung, Energie, etc. wird knapp. Jeder will überleben... Hass und Gewalt, Not und Elend sind die Folge. Am Ende der Fahnenstange kommts im Extremfall zum Bürgerkrieg, zu Regierungsputschen usw. Damit ist die Gesellschaft am Boden und überhaupt nicht innovativ, weil nach der Normalisierung der Lage erstmal die kaputten Strukturen wiederaufgebaut werden müssen. Das Ganze wirft eine Gesellschaft zurück. Nach dem Neustart der Gesellschaft ist es dann so, dass man zum Kapitalismus zurückkehren kann. Dann geht das ganze Spiel von vorne los. Oder man entschließt sich dazu ein anderes Wirtschaftmodell zu wählen. Das neue Modell kann natürlich ebenfalls scheitern. Jedoch ist es so, dass man recht dumm ist, wenn man hunder mal genau dasselbe macht und jedes mal einen anderen Ausgang erwartet (Einstein lässt grüßen).

Soviel zu meinem Senf. Vll. finden einige ein paar Kritikpunkte. Lasst hören. Ist ja ein spannendes Thema. :)


Antwort
Zitat
Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006
Oldschool Grinder

Original von Sofaking
Meine ursprüngliche Frage war ja, ob sich Kapitalismus und bge ausschließt.

Wenn du jetzt mit dem erwirtschafteten Geld in der brd auf die Finanzierbarkeit des bge argumentierst, bin ich mir nicht ganz sicher wie das, ohne massiven staatlichen Eingriff, im Kapitalismus funktionieren soll.

Für eine Finanzierbarkeit über Steuern, welche die lebenshaltungskosten nicht extrem erhöhen, fehlt mir tatsächlich die Fantasie.

Natürlich wäre der Eingriff massiv, heisst aber nicht dass man die Marktwirtschaft deswegen abschaffen müsste.
Lebenshaltungkosten würden sich wohl erhöhen, dafür fallen zB Sozialversicherungen weg und - btw. - die Produktpalette besteht nicht nur aus Lebensmitteln und Rolexuhren.

Aber wie gesagt, es gibt einen thread dazu hier, letztendlich bleibt als Gegenargument immer nur "dann würde keiner mehr arbeiten". Das kann man glauben oder nicht, wir könnten hier 10 Seiten schreiben und wohl trotzdem verschiedener Meinung sein.

Ich hab jetzt leider auch keine Zeit mehr hier zu posten, muss gleich Mittagessen kochen und dann ab zu Arbeit..


Antwort
Zitat
DerBobs
Beigetreten: 01.08.2006
Oldschool Grinder

Fakt ist, wenn jeder bedingungslos Geldmenge X bekommt, geht der Wert von Geld erst ab einem Betrag über X los. Oder anders gesagt: wenn jeder reich ist, sind alle arm.


Antwort
Zitat
Sofaking
Beigetreten: 12.02.2006
PokerStrategist

@rubnik viel Spaß auf Arbeit :coolface:

@derbob auch ein interessanter Punkt. Wie verhält sich die Inflation in einem System mit bge ? Was sagen denn die Fachleute dazu?

@renne sind nicht auch schon diverse wirtschaftsmodelle mit bge gescheitert?


Antwort
Zitat
Egozocker
Beigetreten: 26.08.2006
Elite Grinder

Original von DerBobs

Original von Egozocker

Original von DerBobs
Dann kann sich jemand der vom "bge" lebt also problemlos essen, aber keinesfalls Luxus leisten. Klingt gut, ich hätte auch schon einen Namen: "hartz4".

jetzt solltest du uns aber mal erklären, was an hartz4 bedingungslos ist.

Och, ist es dir etwa zu stressig dich für money4free ab und zu mal beim Amt zu melden? Muss hart sein wenn man dann doch ab und zu mal den Wecker stellen muss.

Du willst das Geld also tatsächlich fürs Nichtstun haben ja? So völlig ohne auch nur den Hauch von Verpflichtungen?

du scheinst ja nicht mal fähig zu sein, eine einfache frage zu beantworten, ohne persönlich zu werden. vielleicht, weil du intellektuell nicht in der lage bist, solch einfache fragen uzu beantworten?


Antwort
Zitat
Tosh18
Beigetreten: 31.10.2007
BlackMember

Original von Renne01
...

Wo funktioniert denn (oder hat jemals funktioniert) ein Wirtschaftssystem, welches nicht kapitalistisch ist? Und zwar eins, welches auch für ganz Deutschland (~80 Mio Einwohner) umsetzbar ist und nicht nur für ein Armisch-Dörfchen mit 200 Einwohnern oder ein Buschvolk im Dschungel Südamerikas?

Alles was du schreibst ist halt nur Theorie. Ob das wirklich in Deutschland funktionieren würde weißt du doch gar nicht. Der Kommunismus klang in der Theorie auch ganz gut, hat aber eine Variable nicht berücksichtigt. Und die heißt Mensch!

Genau das gleiche hast du (oder das schlaue Buch aus dem du das übernommen hat) auch nicht berücksichtigt imho. Wer sagt dir denn, dass alle Schlussfolgerungen, die du da ziehst auch tatsächlich so eintreffen und es nicht doch ganz anders kommt?

Und meine Meinung zu OP: Jedes komplexe System, egal ob nun ein Wirtschaftssystem, ein Betriebssystem von einem Computer oder was auch immer, hat Fehler. Das liegt schon in der Natur der Sache. Ein hochkomplexes System, wie es das Wirtschaftssystem nunmal ist in einem großen Land, ohne Ungerechtigkeit etc ist eine Utopie.
Sich dann hinzustellen und den Anspruch zu haben "Bäh, ich bin mit dem Wirtschaftssystem in das ich geboren wurde nicht einverstanden. Ich nutze es jetzt maximal aus und lache über die Menschen, die es befolgen" ist halt einfach nur eine traurige Einstellung.
Schau dir mal die komplette Menschheitsgeschichte an. Wo liegst du da was Wohlstand/Komfort/Gesundheit/Frieden etc angeht so schätzungsweise im Moment in Deutschland? Dir geht es fucking gut verdammt nochmal im Vergleich zu 99,99% aller Menschen die jemals diesen Planeten bewohnt haben. Dafür, dass es dir heute so gut geht, sind unzählige Menschen draufgegangen.
Wie man da bei all den Möglichkeiten die du heutzutage hast ernsthaft eine Einstelllung haben kann wie "Sollen die anderen Dummen doch für mich zahlen. Ich chill mein Leben, weil mir das System nicht passt" ist für mich einfach nur unverschämt dreist und respektlos.


Antwort
Zitat
scrappyyyy
Beigetreten: 23.01.2011
PokerStrategist

###


Antwort
Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Jo, welche, die Kapitalismus (inkl. Staatskapitalismus aka Kommunismus) mit BGE kombinieren wollten. Mir fallen da aber gerade keinen Namen ein (ich meine in Kuba gabs das mal, in Argentinien und anderswo). Hast mich aufn falschen Fuß erwischt. ;) Das Probem ist, dass man bei so komplexen Konstrukten nicht einfach irgendwo ein Zahnrädchen dazubauen kann.

Die Preise würden sich innerhalb eines anderen Modells auf jeden Fall ändern. Teilweise würden sie stark steigen, teilweise stark sinken. Sie würden sich im Idealfall an den realen Wert der Ware/Dienstleistung annähern. Heute sind die Preise teils Kilometer weit von der Realität entfernt. Das liegt an den Spekulationen an den Märkten, an künstlicher Preistreiberei durch künstlich geschaffene Unter- und Überkapazitäten, also laienhaft und vereinfacht ausgedrückt mit der Manipulation von Angebot und Nachfrage. Wenn im neuen Modell Konsum weiterhin eine gewisse Rolle spielt und weiterhin Geld existiert, wird es weiter Preisschwankungen geben. Ist erstmal nichts besonderes. Wenn ich als Unternehmer anfange mehr zu prodzieren, brauch ich mehr Ressourcen. Die kosten mich erstmal auch mehr Geld. Somit leg ich meine Mehrkosten auf die Verkaufspreise um. Die Preise steigen. Mit der Zeit fängs an zu laufen, meine Stückkosten sinken. Somit kann ich die Preise wieder senken. Besonders wirds erst, wenn Spekulation, Korruption etc. ins Spiel kommen, weil sich das stark auf die Preise auswirkt.

In einem Modell, in dem es ein BGE gibt, darf dieses Einkommen nur eine Komponente von weiteren Komponenten sein. Da gibts noch andere Sachen zu beachten, wie zB. das Bodenrecht, Eigentumsrecht, Zinsen, etc. Das ist nicht so einfach, dass ich einfach mal den Kapitalismus als Basis hernehme, ein bisschen an den Steuern drehe und dann ein BGE einführe. Ich nehme an, dass genau das in den gescheiterten Fällen passiert ist, und vermutlich willentlich. Das ist aber nur Spekulation. ;)


Antwort
Zitat
DerBobs
Beigetreten: 01.08.2006
Oldschool Grinder

Original von Egozocker

Original von DerBobs

Original von Egozocker

Original von DerBobs
Dann kann sich jemand der vom "bge" lebt also problemlos essen, aber keinesfalls Luxus leisten. Klingt gut, ich hätte auch schon einen Namen: "hartz4".

jetzt solltest du uns aber mal erklären, was an hartz4 bedingungslos ist.

Och, ist es dir etwa zu stressig dich für money4free ab und zu mal beim Amt zu melden? Muss hart sein wenn man dann doch ab und zu mal den Wecker stellen muss.

Du willst das Geld also tatsächlich fürs Nichtstun haben ja? So völlig ohne auch nur den Hauch von Verpflichtungen?

du scheinst ja nicht mal fähig zu sein, eine einfache frage zu beantworten, ohne persönlich zu werden. vielleicht, weil du intellektuell nicht in der lage bist, solch einfache fragen uzu beantworten?

entweder das, oder ich spare uns beiden zeit mit rein theoretischen abhandlungen, und gehe gleich zum springenden punkt über.

aber damit du deine argumentationskette, die du so gerne los werden möchtest, abfeuern kannst, bitte:
nein, hartz4 ist nicht bedingungslos. hartz4 (im weiteren verlauf "grundeinkommen" genannt) ist an bedingungen geknüpft wie z.B. dass man den willen arbeiten zu wollen zeigen muss (indem man sich bewirbt, auch für jobs die man nicht in der ersten wahl hatte) oder durch eine quasi-anwesenheitspflicht (urlaub, regelmäßige termine etc.). es soll nicht ohne einen gewissen aufwand erhältlich sein, da das allen anderen schadet.

so, jetzt kommst dann wieder du und sagst sowas wie "siehste, siehste! ist also nicht das bedingunglose grundeinkommen über das wir hier reden! hartz4 ist böse und nicht unser ziel in dem tollen neuen system das wir erträumen!"

und dann komme ich wieder und sage dir das wird es auch nicht geben, denn geld/währung ist einfach nur ein tauschmittel - man tauscht güter und dienstleistungen gegen eine fantasieware (geld) damit alles jederzeit austauschbar bleibt (im gegensatz zu früher, wo man güter direkt gegeneinander getauscht hat, aber das ist nunmal sehr unpraktisch). wenn jeder also unmengen an währung hat ist sie nichts mehr wert. warum sollte dir der maler dein haus streichen für einen betrag der ihm nichts bringt, weil er ohnehin schon gut versorgt ist, und den du aus der portokasse zahlen kannst? er wird seine dienstleistung also teurer machen, dann warum sollte er sich ohne nennenswerten mehrwert seine zeit stehlen lassen? schwuppdiwupps hast du zwar mehr geld in der tasche, aber es nützt dir nicht mehr als vorher, da alles was du dafür kaufen könntest teurer wurde. das ganze hat auch einen namen: inflation.


Antwort
Zitat
Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006
Oldschool Grinder

Original von Sofaking
@rubnik viel Spaß auf Arbeit :coolface:

;(


Antwort
Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Original von Tosh18
Wo funktioniert denn (oder hat jemals funktioniert) ein Wirtschaftssystem, welches nicht kapitalistisch ist? Und zwar eins, welches auch für ganz Deutschland (~80 Mio Einwohner) umsetzbar ist und nicht nur für ein Armisch-Dörfchen mit 200 Einwohnern oder ein Buschvolk im Dschungel Südamerikas?

Alles was du schreibst ist halt nur Theorie. Ob das wirklich in Deutschland funktionieren würde weißt du doch gar nicht. Der Kommunismus klang in der Theorie auch ganz gut, hat aber eine Variable nicht berücksichtigt. Und die heißt Mensch!

Genau das gleiche hast du (oder das schlaue Buch aus dem du das übernommen hat) auch nicht berücksichtigt imho. Wer sagt dir denn, dass alle Schlussfolgerungen, die du da ziehst auch tatsächlich so eintreffen und es nicht doch ganz anders kommt?
...

Es ist ganz einfach. Ich weiß nicht, ob meine Theorien und jene, die ich anderswo gelesen habe, in der Realität funktionieren. Es wäre auch vermessen das zu behaupten. Ich behapute, dass niemand weiß, ob es funktionieren würde oder nicht. WAS wir wissen ist, dass der Kapitalismus nicht funktioniert. Dein Argument, was natürlich stimmt, dass es uns hier in DE, AT, etc. besser als 99,9% der Weltbevölkerung geht, verdeutlicht aber nur, wie schlimm unser derzeitiges Wirtschaftsmodell insgesamt ist. Es bevorteilt eine Minderheit und benachteiligt eine überweltigende Mehrheit. Es beutet aus und zerstört Leben, Umwelt und den ganzen Planeten. Dieses Phänomen kennen wir aus der Biologie. Dort nennt man es Krebs. Deshalb muss ein anderes Modell ausprobiert werden. Vll. scheitert es. Vll. scheitert das darauffolgende ebenfalls. Lasst uns scheitern, aber jedes mal besser scheitern. Wissentlich auf Wirtschaftskrebs zu setzen ist dumm und selbstzerstörerisch. Dass es so schlecht ist, merken wir hierzulande nur noch nicht so richtig. Es wird aber vermutlich nicht mehr lange dauern, Stichwort Flüchtlingsströme/Völkerwanderungen und Integration.

Dass einige Leute das gegenwärtige Modell für sich ausnutzen, mag man als falsch ansehen. Ich würde da aber soweit differnzieren, dass ich sage, es hängt von den Beweggründen ab. Wer einfach nur ein bisschen Kohle haben will und die anderen dämlich findet und nicht weiß warum, wer, was, wie, dann gefällt mir das auch nicht. Wenn die jew. Person aber versucht am System zu kratzen, weil es ihm nicht passt und er ein besseres zur Diskussion stellen will, dann muss man drüber diskutieren. Denn wenn viele Menschen so am System kratzen, blutet es aus. Durch die ausgelösten Unruhen und den Unmut ggü. der Politik, könnte so ein Stein ins Rollen gebracht werden. In diesem Fall finde ich diese Strategie des "Ausblutens" vll. nicht die beste Lösung aber auch nicht verachtenswert. Die Frage für mich ist nur, ob OP so weit gedacht hat... Daran kann man vll. zweifeln.

Und ich bin mir zu 100% sicher, dass man die aufkommenden Probleme des Kapitalismus' (zeigt mir, dass es dafür einen anderen Grund gibt und dass ich falsch liege), nicht mit Kapitalimus lösen wird können. Es kann natürlich sein, dass ich teilweise daneben liege. Ich will nicht sagen, dass ich allwissend sei. Im Großen und Ganzen hab ich das System aber schon verstanden, denk ich.


Antwort
Zitat
Egozocker
Beigetreten: 26.08.2006
Elite Grinder

Original von DerBobs

Original von Egozocker

Original von DerBobs

Original von Egozocker

Original von DerBobs
Dann kann sich jemand der vom "bge" lebt also problemlos essen, aber keinesfalls Luxus leisten. Klingt gut, ich hätte auch schon einen Namen: "hartz4".

jetzt solltest du uns aber mal erklären, was an hartz4 bedingungslos ist.

Och, ist es dir etwa zu stressig dich für money4free ab und zu mal beim Amt zu melden? Muss hart sein wenn man dann doch ab und zu mal den Wecker stellen muss.

Du willst das Geld also tatsächlich fürs Nichtstun haben ja? So völlig ohne auch nur den Hauch von Verpflichtungen?

du scheinst ja nicht mal fähig zu sein, eine einfache frage zu beantworten, ohne persönlich zu werden. vielleicht, weil du intellektuell nicht in der lage bist, solch einfache fragen uzu beantworten?

entweder das, oder ich spare uns beiden zeit mit rein theoretischen abhandlungen, und gehe gleich zum springenden punkt über.

aber damit du deine argumentationskette, die du so gerne los werden möchtest, abfeuern kannst, bitte:
nein, hartz4 ist nicht bedingungslos. hartz4 (im weiteren verlauf "grundeinkommen" genannt) ist an bedingungen geknüpft wie z.B. dass man den willen arbeiten zu wollen zeigen muss (indem man sich bewirbt, auch für jobs die man nicht in der ersten wahl hatte) oder durch eine quasi-anwesenheitspflicht (urlaub, regelmäßige termine etc.). es soll nicht ohne einen gewissen aufwand erhältlich sein, da das allen anderen schadet.

so, jetzt kommst dann wieder du und sagst sowas wie "siehste, siehste! ist also nicht das bedingunglose grundeinkommen über das wir hier reden! hartz4 ist böse und nicht unser ziel in dem tollen neuen system das wir erträumen!"

und dann komme ich wieder und sage dir das wird es auch nicht geben, denn geld/währung ist einfach nur ein tauschmittel - man tauscht güter und dienstleistungen gegen eine fantasieware (geld) damit alles jederzeit austauschbar bleibt (im gegensatz zu früher, wo man güter direkt gegeneinander getauscht hat, aber das ist nunmal sehr unpraktisch). wenn jeder also unmengen an währung hat ist sie nichts mehr wert. warum sollte dir der maler dein haus streichen für einen betrag der ihm nichts bringt, weil er ohnehin schon gut versorgt ist, und den du aus der portokasse zahlen kannst? er wird seine dienstleistung also teurer machen, dann warum sollte er sich ohne nennenswerten mehrwert seine zeit stehlen lassen? schwuppdiwupps hast du zwar mehr geld in der tasche, aber es nützt dir nicht mehr als vorher, da alles was du dafür kaufen könntest teurer wurde. das ganze hat auch einen namen: inflation.

ist ja schön, dass du vorher weißt, was ich so alles sagen werde. verrate mir nur eins: wie kommst du auf das schmale brett, ich sei ein befürworter des bge?


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Zitat
DerBobs
Beigetreten: 01.08.2006
Oldschool Grinder

Original von Egozocker

Original von DerBobs

Original von Egozocker

Original von DerBobs

Original von Egozocker

Original von DerBobs
Dann kann sich jemand der vom "bge" lebt also problemlos essen, aber keinesfalls Luxus leisten. Klingt gut, ich hätte auch schon einen Namen: "hartz4".

jetzt solltest du uns aber mal erklären, was an hartz4 bedingungslos ist.

Och, ist es dir etwa zu stressig dich für money4free ab und zu mal beim Amt zu melden? Muss hart sein wenn man dann doch ab und zu mal den Wecker stellen muss.

Du willst das Geld also tatsächlich fürs Nichtstun haben ja? So völlig ohne auch nur den Hauch von Verpflichtungen?

du scheinst ja nicht mal fähig zu sein, eine einfache frage zu beantworten, ohne persönlich zu werden. vielleicht, weil du intellektuell nicht in der lage bist, solch einfache fragen uzu beantworten?

entweder das, oder ich spare uns beiden zeit mit rein theoretischen abhandlungen, und gehe gleich zum springenden punkt über.

aber damit du deine argumentationskette, die du so gerne los werden möchtest, abfeuern kannst, bitte:
nein, hartz4 ist nicht bedingungslos. hartz4 (im weiteren verlauf "grundeinkommen" genannt) ist an bedingungen geknüpft wie z.B. dass man den willen arbeiten zu wollen zeigen muss (indem man sich bewirbt, auch für jobs die man nicht in der ersten wahl hatte) oder durch eine quasi-anwesenheitspflicht (urlaub, regelmäßige termine etc.). es soll nicht ohne einen gewissen aufwand erhältlich sein, da das allen anderen schadet.

so, jetzt kommst dann wieder du und sagst sowas wie "siehste, siehste! ist also nicht das bedingunglose grundeinkommen über das wir hier reden! hartz4 ist böse und nicht unser ziel in dem tollen neuen system das wir erträumen!"

und dann komme ich wieder und sage dir das wird es auch nicht geben, denn geld/währung ist einfach nur ein tauschmittel - man tauscht güter und dienstleistungen gegen eine fantasieware (geld) damit alles jederzeit austauschbar bleibt (im gegensatz zu früher, wo man güter direkt gegeneinander getauscht hat, aber das ist nunmal sehr unpraktisch). wenn jeder also unmengen an währung hat ist sie nichts mehr wert. warum sollte dir der maler dein haus streichen für einen betrag der ihm nichts bringt, weil er ohnehin schon gut versorgt ist, und den du aus der portokasse zahlen kannst? er wird seine dienstleistung also teurer machen, dann warum sollte er sich ohne nennenswerten mehrwert seine zeit stehlen lassen? schwuppdiwupps hast du zwar mehr geld in der tasche, aber es nützt dir nicht mehr als vorher, da alles was du dafür kaufen könntest teurer wurde. das ganze hat auch einen namen: inflation.

ist ja schön, dass du vorher weißt, was ich so alles sagen werde. verrate mir nur eins: wie kommst du auf das schmale brett, ich sei ein befürworter des bge?

gar nicht, da meine ursprüngliche aussage an rubnik gerichtet war. du hast aber darauf geantwortet, also beschwer dich nicht.


Antwort
Zitat
Shore
Beigetreten: 11.11.2007
PokerStrategist

Sprich mal für dich selber, wenn du behauptest, wir würden wissen dass der Kapitalismus nicht funktioiert, Renne. Der Kapitalismus funktioniert optimal. Er hat die durchschnittliche Arbeitszeit der Menschen deutlich reduziert und gleichzeitig sehr großen Wohlstand geschaffen. Menschen genießen in den kapitalistischen Ländern die größten Freiheiten. Btw, das was du kritisierst (z.B. Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren) ist nicht Kapitalismus, sondern die Folge von korrupten Staaten, die versuchen durch Regulierungen einen fairen kapitalistischen Wettkampf zu unterbinden.


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