Original von AyCaramba44
Finde es nur unfair z.B. über Alonso zu sagen, dass er ein überragender Fahrer ist, der er auch ist und Vettels 4 Weltmeistertitel auf Newey zu reduzieren. Es gehört einfach mehr dazu.
Stimmt, 4 Weltmeister-Titel holt man nicht einfach so.
Was mich bei Vettel stört ist viel eher das er eben so ein kleines verwöhntes Bürschlein ist. Der Junge musste in der F1 doch nie Dreck fressen so wie andere Fahrer die sich erst hochgearbeitet haben. Vettel wurde von Beginn seiner Karriere an zunächst durch BMW und später durch Red Bull der Arsch gepudert.
Und das merkt man ihm auch heute noch an! Sobald es einmal ein wenig schlechter läuft wird er gifitg gegenüber seinem Team und anderen Fahrern.
Und genau DAS mag ich nicht an ihm. Seine "spoiled-child" Attitüde.
Man vergleiche das mal mit Alfons.
Ich habe Alonso das erstemal 2001 am Nürnburgring live gesehen.
Und er Junge hat mich auf Anhieb beeindruckt damals. Er fuhr in einem Minardi(!) dem ganzen Feld (ausgenommen seinem Teamkollegen) um zig Sekunden hinterher, er hatte nicht den Hauch einer Chance den 16. einzuholen, und dennoch hat er unglaublich beeindruckend mit einem übelst übersteuernden Minardi Runde um Runde gefightet als ginge es um die WM.
Das ist ein Fahrer welcher in der F1 wirklich Dreck fressen musste bevor dort hinkam wo er heute steht!
Und daher weiss er das auch viel mehr zu schätzen.
Was der Junge an Frust empfinden muss die letzten 3 Jahre! Ist es doch ganz offensichtlich jedesmal sein verficktes Ferrari-Team welches jede Saison neue Möglichkeiten findet eine WM zu verbocken. Und denoch bleibt er seinem Team gegenüber unglaublich loyal und positiv gegenüber eingestellt. DAS überzeugt mich und macht ihn mir sympathisch!
Und dazu einmal der direkte Vergleich mit Bübchen Vettel.
Der Junge kann die WM schon in der Tasche haben und seim Team macht ein Fehler und er wird sofort nörgelig wie ein kleines Kind.
Wie ich sagte, er hat kein Dreck fressen müssen und daher weiss er es nicht so zu schätzen wie andere Fahrer welche es als Geschenk ansehen dort zu sein wo sie sind.
Unreif, trifft es eventuell in einem Wort.
Wenn die Regeln immer gleich bleiben würden, könnten die kleinen Teams doch niemals aufschließen.
Oh doch! GERADE wenn die Regeln gleich bleiben können kleine Teams aufschliessen.
Jede Regelkonstellation bedeutet ein unbekanntes Optimum gibt auf das alle hinarbeiten. Ändert man die Regeln sind zunächst alle weit weg von einem 100%-Auto welches dieses Optimum darstellt.
Jedoch haben die Teams mit höherem Etat den Vorteil das sie schneller entwickeln können und Fehlschläge schneller ausbügeln können. Während die kleineren Teams also noch bei 50% stehen sind die grossen Teams schon bei 75% angelangt.
Sie kommen einfach schneller voran in der Entwicklung.
Nun ist es jedoch so, das dieser Vorteil nicht ewig anhält. Nähert man sich der 100%-Marke (also dem Optimum) wird es immer schwieriger auch nur hunderstel Sekunden rauszuholen.
Was ist die Folge?
Die kleinen Teams schliessen langsam die Gap zu den Grossen. Diese stecken bei 98,xx% fest während die kleinen Teams Schritt für Schritt an die zB 95% Marke herankommen.
Folge ist dass dasd Feld wieder näher zusammenrückt, die Zeitabstände kleiner werden und der Fahrer wieder eine grössere Rolle spielen kann.
So gesehen zB letzte Saison. Wir hatten ein paar Jahre mehr oder weniger Regelstabilität und es folgte eine Saison welche nach übereinstimmender Meinung aller so eng war wie noch lange keine zuvor.
Da eben genau das eintrat. Die grossen Teams nähern sich dem Optimum und stecken fest während die kleinen nun langsam ihren Rückstand wettmachen konnten. Dadurch enstanden dann Startaufstellungen in welchen die Top10 innerhalb einer Sekunde (!) lagen etc.
Nun hat erneut die Regeln geändert und sofort reissen wieder grosse Lücken auf. Das Optimum liegt nun an anderer Stelle und die grossen Teams können ihre Entwicklungsüberlegenheit voll ausnützen.
Auf Kosten von Williams und Co...