Original von ThePhantom
Original von Sailor80
Original von JoeKehr
Ja das ist schlecht, weil man sollte zumindest mal Hashimoto-Thyreoiditis bei dir ausschließen (keine Angst, hört sich schlimmer an, als es ist) Kommt aber relativ häufig vor und ist ein typischer Grund für eine Unterfunktion der Schilddrüse. Der hohe TSH Wert kommt ja nicht ohne Grund zustande. Außerdem sollte man mal einen Ultraschall von deiner Schilddrüse machen.Was ich dir empfehlen würde. Hol dir einen Termin beim Endokrinologen oder Nuklearmediziner. Die sind beide auf Schilddrüsen spezialisiert. Kannst dir den aussuchen, der schneller Zeit hat und bei dir in der Nähe ist.
Dort werden die dann von ganz allein folgende Werte bestimmen:
TSH
T3
T4
AntikörperHausärzte sind damit leider etwas überfordert.
Vielen Dank für den Rat. Das werde ich auf jeden Fall mal in Angriff nehmen.
Ein Ultraschall hat der Hausarzt damals durchgeführt. Und er sagte mir eben das sie stark vergrößert ist
wie wird das denn alles gemessen? also überfunktion bzw. unterfunktion? und die ganzen werte? über blut?
Ja ist nen einfacher Bluttest. Man muss die Werte TSH, T3 und T4 in Relation betrachten. Ein erhöhter TSH Wert spricht in der Regel für eine Unterfunktion (Körper stößt mehr und mehr TSH aus um SD-Hormone produzieren zu lassen, was nicht gelingt). Ein zu niederiger TSH Wert spricht für eine Überfunktion (Körper stößt weniger TSH aus um weniger SD-Hormone zu produzuieren, da schon "zu viele" vorhanden sind). Das TSH ist nur ein Botenstoff, der die SD anregen soll.
Häufig entdeckten Patienten gar keine Schilddrüsenfehlfunktionen, da die Sympthome entweder falsch gedeutet werden oder nicht sehr akut sind. Der Mangel an Schilddrüsenhormonen wirkt sich auf verschiedenste Körperorgane, auf unser Nervensystem und auf unsere Psyche aus. Typische Symptome einen Schilddrüsenunterfunktion sind:
- Kälteempfindlichkeit
- Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, Antriebslosigkeit, Teilnahmslosigkeit
- Verlangsamte Reflexe
- Gedächtnisschwäche, depressive Verstimmungen
- Gewichtszunahme und erhöhte Blutfettwerte
- Muskelschwäche, Muskelsteifigkeit und Schmerzen
- Kühle und blasse trockene Haut
- Myxödeme: Teigige Schwellung des Unterhautbindegewebes, vor allem an den Armen und Beinen und im Gesicht. Betroffene wirken „aufgeschwemmt“.
- Spröde, brüchige Haare, vermehrter Haarausfall
- Brüchige Nägel
- Heisere, tiefe Stimme, langsame, verwaschene Sprache
- Chronische Verstopfung
- Eventuell ein Kropf (Struma) -> Schilddrüse ist dann vergrößert (unser Körper ist nämlich so anpassungsfähig, dass der bei einem Mangel von SD Hormonen z.B. durch Jodmangel, mehr Schilddrüsengewebe erstellt um den Mangel aufzufangen. Sobald Jod zugeführt wird, verkleinert sich die SD wieder.)
- Flüssigkeitsansammlung in den Augenlidern (Lid-Ödeme)
- Unregelmäßige Monatsblutung bei Frauen
- Verminderung des sexuellen Lustempfindens und der Potenz bei Männern
- Verlangsamter Herzschlag, erniedrigter oder manchmal auch erhöhter Blutdruck. Die Herzkranzgefäße können verkalken und es kann zu einer Herzmuskelschwäche oder einem Herzbeutelerguss kommen.
Bei einer Überfunktion sind es meistens folgende Sympthome:
- Nervosität, Reizbarkeit, Rastlosigkeit, Konzentrationsschwäche
- Zittern
- Schlafstörungen
- Hoher Blutdruck, heftiger Puls und zu schneller Herzschlag (Herzrasen); im Extremfall auch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen.
- Gewichtsverlust trotz guten Appetits
- Warme, feuchte Haut, Schweißausbrüche, Wärmeunverträglichkeit
- Haarausfall, brüchige Nägel
- Durchfall
- Muskelschwäche, Muskelschmerzen
- Manchmal dunkle Hautverfärbungen oder weiße Flecken (Vitiligo)
- Menstruationsstörungen; Verminderung von Libido und Potenz
- Teigige Unterschenkelschwellungen (Myxödem) bei der Basedowschen Erkrankung
- Augensymptome im Rahmen der Basedowschen Erkrankung. Dazu gehören: Tränenfluss, Fremdkörpergefühl, Lichtscheu, Druckgefühl (manchmal schmerzhaft), Rötung der Augenbindehaut, Lidschwellung, Hervortreten der Augen (Exophthalmus) und Sehstörungen (oft Doppelbilder)
Es müssen dabei nicht alle Sympthome gleichzeitig auftreten und Wie schon gesagt, nen einfacher Bluttest reicht dafür aus. Dabei kann man dann gleich routinemäßig auch das große Blutbild machen lassen. Sollte man sowieso ab und zu mal prüfen lassen.
