crosstraining hilft auch. ich übe klimmzüge speziell nie oder selten, und bin im letzten halben jahr trotzdem von 4 auf 10 gekommen, einfach weil ich viel geklettert bin (=crosstraining)
a propos cross, ich würd hier gern meinen beitrag ausm kletter-thread crossposten da hier definitiv mehr bodybuilder unterwegs sind und mich eure meinung darüber interessieren würde.
können wir mal ne diskussion über bodybuilding anfangen? mir schwirren da schon seit längerer zeit gedanken durch den kopf die ich mal aufschreiben wollte.
ich finde nämlich genau wie spoony (btw geiler einzeiler am anfang der seite *zing*), dass bodybuilding kein sport ist, und das möcht ich auch ein bisl genauer beschreiben.
ich finde bodybuilding im höchsten maße sinnlos und vor allem finde ich es gefährlich, es als sport zu bezeichnen, weil es einen faktor nicht hat, den sonst alle sportarten (bitte korrigiert mich, wenn ich da welche übersehe) haben: die unendliche steigerungsmöglichkeit.
egal ob im ausdauersport oder im koordinationssport oder sonst wo, man kann sein ganzes leben den sport ausüben und immer noch besser, noch stärker, noch feinfühliger mit dem ball etc etc werden. nicht so beim bodybuilding. man definiert für sich als bodybuilder ein ziel, wie auch immer das aussehen mag. zb ich will so aussehen wie der und der typ, oder ich will ein sixpack, oder ich will bei den bodybuilding-meisterschaften gewinnen.
das ist aber ein gecapptes ziel und wie fast überall ist der weg zum erreichen des zieles das eigentlich interessante und das eigentlich spaßige.
dann hat man irgendwann sein ziel erreicht. beim radeln ist das vielleicht ein schwerer radmarathon, beim klettern vielleicht eine route mit einer hohen schwierigkeit, beim bodybuilden ist es sein traumkörper. man hat dieses übliche gefühl von großer genugtuung und freude, und den stolz, dass man sein lang gestecktes ziel geschafft hat.
das gefühl verebbt nach ein paar tagen aber, und der radler und der kletterer schaun sich plötzlich um nach neuen, größeren zielen. man kann immer noch schneller, noch weiter fahren und noch schwerer klettern, es gibt eben keine grenze nach oben.
was macht aber der bodybuilder? und genau an dem kritischen punkt denke ich dass die wenigsten bodybuilder ehrlich zu sich sind, und dass genau an dem punkt das bodybuilding gefährlich wird.
man hat seinen traumkörper erreicht und es bleiben einem nur 2 möglichkeiten:
a) traumkörper halten, was sicherlich auch anspruchsvoll in sich ist, aber come on, das ist doch kein wirklich erfüllendes ziel?!
b) seine ästhetik verschiebt sich mit der zeit, und man strebt immer voluminösere und aufgepumptere ideale an. ist ja eigentlich auch nachvollziehbar, denn punkt a) gleicht ja einer stagnation.
viele wollen glaube ich nicht zugeben dass sich ihre ästhetik durch die jahre des bodybuildings verschoben hat, aber dadurch rechtfertigen sie halt vor andern und vor allem vor sich selbst, weiterhin ins studio zu gehn und dem ganzen einen sinn abzugewinnen.
ich möchte da aber klar unterscheiden zwischen neue ziele setzen und einer verschiebung der ästhetik, für mich ist das was völlig anderes.
denn egal wie viel ein mensch trainiert, irgendwann kann er genetisch bedingt nicht mehr muskeln zunehmen, und spätestens dann ist es auch egal was für ehrgeizige ziele sich ein bodybuilder setzt. dann kann er nur noch mit präparaten - legal oder nicht - nachhelfen.
ich bin kein wissenschaftler auf dem gebiet der ästhetik und es ist hier ganz klar nur meine meinung dass ich sowas auch ekelhaft finde, aber diese krankhafte körperfixierung und die eingeschränktheit des bodybuildens ansich ist meiner meinung nach dafür verantwortlich, dass sich die ästhetik von bodybuildern immer weiter in eine abnormale richtung verschiebt.
klar ist natürlich auch, dass nur von beginn an recht wenige überhaupt ihren traumkörper erreichen, viele werden einfach nur fett, haben diese aufgedunsene haut und verlieren die kilos am ende dann doch nie, aber auch das ist ne andere geschichte.
ich hoffe, ich konnte meinen standpunkt irgendwie klar machen, dass bodybuilding als sportart zu bezeichnen gefährlich und falsch ist.