Man sollte auch noch einbeziehen, dass Hamburg nicht gerade eine günstige Stadt ist.
Das Gehaltsgespräch des Jahresgesprächs lief ungefähr so ab
Chef: Das ist jetzt hier auch immer der Ort, an dem über Finanzielles gesprochen wird. Wir würden dir einen Inflationsausgleich von 1.8% geben
Ich: Also ich bin jetzt schon davon ausgegangen, dass wir hier jetzt auch über eine Gehaltserhöhung sprechen, das sollte ja nach einem Jahr normal sein.
Chef: Wer hat dir das denn gesagt?
Ich: Also bei all meinen Bekannten ist das der Standard, weil man ja eben auch wesentlich produktiver wird etc und daher in diesen Jahren ja auch die größten Gehaltssprünge macht.
Chef: Ne, also das kenne ich nicht so. In einem Jahr können wir darüber reden.
Ich so:
Ja, im Nachhinein ein echter fail... keine Ahnung, ich bin bei sowas irgendwie zu zaghaft bzw. lasse mich zu leicht aus meiner Komfortzone locken. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich wohl auch einfach zu naiv da reingegangen bin. Ich habe mich vielleicht von der sonst lockeren Stimmung wohl auch einfach da täuschen lassen bzw. habe das gar nicht so richtig realisiert, welches Game Face man da jetzt braucht.
Wobei ich die Frage auch einfach ein bisschen unfair finde, muss ich sagen. Klar kann man jetzt alles wirtschaftliche begründen etc., aber man merkt ja in meiinem Fall auch, dass so ein Verhalten an einem gewissen Punkt scheitert bzw. dazu, dass ich jetzt diese Meinung habe und diese Konsequenz ziehen will. Aber ich finde es, ganz abgesehen von meinem Fail auch unfair, so eine Tour zu bringen.
In before: Ich muss mir Eier wachsen lassen, oder es wird nix mit meiner Karriere...
Mein Chef ist da leider auch so ein Typ, der leider sehr dominant ist und ich da dann nicht so richtig die Erfahrung habe, wie viel ich gehen darf etc.
Egal, muss ich einfach draus lernen
Mach dir da keine Vorwürfe. Keiner geht bei seinem ersten Job hin und verhandelt eiskalt paar neue Bedingungen und ne fette Gehaltserhöhung aus. Aber für die Zukunft gilt: Immer schön dreist sein. Auch wenn es schwer fällt. Hättest du eine Ansage a la +15% gemacht, dann weiß dein Chef direkt wo die Reise hingehen soll. Dann kann man sich immer noch in der Mitte treffen oder irgendwelche Bedingungen verhandeln. Aber wenn du ablieferst, dann wird er deine Motivation wohl kaum komplett zerstören wollen, indem er dir quasi nichts gibt. Inflationsausgleich ist quasi nichts, denn ohne wärst du ja sogar schlechter gestellt.
Komme aus derselben Branche, hierzulande ist es übrigens meist so, dass der Dr. kaum mehr als der MSc. bekommt. Es sei denn, man hat in einer Nische promoviert, die der AG gerade braucht, ist halt leider selten.
Ich höre das auch aus ähnlichen Bereichen der Wissenschaft wie zbsp. Physik.
Ich nutze einfach mal diesen Thread hier und die tolle und unterstützende Stimmung (danke! :f_love:) um noch ein bisschen mehr zu lernen.
Habe grade mal auf Stepstone geschaut und eine Stelle gefunden, die quasi perfekt passt
--entfernt.--
Liest sich für mich quasi wie mein momentaner Job nur mit mehr Verantwortung etc.
Würde mich da wohl sehr gerne bewerben.
Helft mir hier mal, wie ihr hier bzgl. Gehalt vorgehen würdet.
Ist halt ne 20 Mann-Klitische, da wäre das Gehalt ja wahrscheinlich eher wieder niedrig? Gleichzeitig ist das ja auch mit Führungsverantwortung und co.
Wäre sicherlich ein großer Sprung nach nur einem Jahr Berufserfahrung, aber so anders klingt es ja echt nicht.
Sowas wie 75k hier zu viel/zu wenig?
Grundsätzlich lieber mehr nennen und sich dann einigen als 60k zusagen und dann mit 58k unzufrieden zu sein. Wenn du dieses Jahr 65k verdienst und dir das zu wenig ist, dann macht es ja keinen Sinn beim neuen Arbeitgeber mit 75k einzusteigen als Wunschgehalt und am Ende wieder unter 70k zu landen.
Eine Bewerbung ist auch eine gewonnene Erfahrung und du solltest bei der Bewerbung schauen, ob das Unternehmen zu dir passt mit deinen Vorstellungen. Ob die Firma dann auch dich möchte ist eigentlich zweitrangig. Das Mindset sollte bei der Betrachtungsweise auch viel besser sein. Du bist gefragt!
Original von Nikinho9
mMn auf keinen Fall zu viel als Forderung. Aber bin kein Experte.
???
Willst du mit wenig anfangen, damit der Chef im Sinne des Unternehmens versucht noch tiefer zu kommen?
Original von alwayswinning1111
Original von Penishaubize
Kollege mit Maschinenbau Promotion auch mit irgendwie 65-70k bei einem Automobilzulieferer im Tariflohn eingestiegen.65k als viel zu niedrig einzustufen, ist völlig weltfremd
bei wacker gibts bei der selben qualifkation 6 diggit
Als Einstiegsgehalt im ersten Job nach der Promotion?
In welcher Position mit wie viel Personalverantwortung und Reisetätigkeit?
Glaube nicht, dass man das so pauschalisieren kannst und man da mit Dr. in Chemie automatisch mit 100.000 rausgeht.
75k sind auf jeden Fall nicht zu viel! Wird sicher wieder was mit Grundgehalt und Prämien sein.
Aber mach dich auf ein Gespräch mit dem Eigentümer/GF gefasst. Bei so kleinen Firmen gibt es eigentlich keine HR. Und bei diesen Gesprächen sollte man insofern „besser“ vorbereitet sein, als dass der Geschäftsführer unterbewusst doch noch ne andere Ausstrahlung hat als ein Teamleiter + HR-Tussi, die sonst solche Gespräche führen.
Original von Penishaubize
Original von alwayswinning1111
Original von Penishaubize
Kollege mit Maschinenbau Promotion auch mit irgendwie 65-70k bei einem Automobilzulieferer im Tariflohn eingestiegen.65k als viel zu niedrig einzustufen, ist völlig weltfremd
bei wacker gibts bei der selben qualifkation 6 diggit
Als Einstiegsgehalt im ersten Job nach der Promotion?
In welcher Position mit wie viel Personalverantwortung und Reisetätigkeit?
ja einstiegsgehalt 100k. allerdings ohne reisetätigkeit. inb4 ich bin ein lügner und kenne mich nicht aus
hab ich mir ausgedacht jo
edit: funktion- laborleiter
Also ich würde die Gehaltshöhe nicht übergewichten. Ob du 72k oder 69 bekommst, ist am Ende doch unerheblich. Zumal ca 60% des Mehrgehalts ans Finanzamt und die Rentenversicherung gehen.
Wichtiger wäre mir Zufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen und das Entwicklungspotential, welches ein neuer Job die bieten kann. Manchmal ist es hilfreich, sich zu fragen, wo man in fünf Jahren stehen will und aus der Antwort darauf die nötge Strategien zu entwickeln.
Original von Egozocker
..... und die Rentenversicherung gehen.
Ich sehe daran erst mal nichts schlechtes.
Original von Woerni
Original von Egozocker
..... und die Rentenversicherung gehen.Ich sehe daran erst mal nichts schlechtes.
Lol rente, als ob
Ich komme auch aus MINT Fächern und auch in die Industrie (promoviert) gegangen. Kenne eigentlich in meinem Bekanntenkreis niemanden, der unter 80k beim Einstieg erhält (in vergleichbarer Position).
65k ist doch nur knapp über TV-L in der Akademie, da sollte es schon weit mehr in der Industrie geben.
Außerdem : holt euch in den Gehaltsregionen und vor allem bei der Verantwortung einen Berater (habe ich auch) und ohne ihn wäre ich auch bei 65k eingestiegen (weil Uni einem erzählt, man kann nichts außer Elfenbeinturm - viele an der Uni haben einfach Scheuklappen auf). Oder baut euch ein Mentorensystem aus (ohne Netzwerk geht es eh nicht)!
Allerdings: fast schon wichtiger ist wohl ein guter CV nach Einstieg, und daher ist das Gehalt dann eher nebensächlich. Ich weiß daher nicht genau, was ich raten würde und tendiere dazu, zu sagen, dass du (auch bei den schlechten - nicht miserablen! - Zeichen) den Job ruhig 2-3 Jahre machen solltest.
Ganz sicher aber : mach deinen Job gut, auch ruhig ein wenig mehr, aber dann setze einen konkreten Cut und lass es mit den unendlich vielen Überstunden. Spiel den Ball daher zurück und fordere ein, was dir zusteht.
Hier im forum hat jemand folgendes geschrieben :
40h Woche, heißt 8h täglich, +1h Pause. Bedeutet : start 8h, Ende 17h. 23h schlafen gehen! 6h Freizeit. Jede Übestunde ist jetzt gleich 1/6 deines Lebens und nicht nur 1h am Tag. Das sollte man sich hinter die Ohren schreiben. Stell dir vor, du hättest Kinder, die gehen um 20 Uhr schlafen. Klaren Cut setzen!
Ach, noch ein Tipp : solltest du wechseln, oder bei deinem jetzigen Arbeitgeber bleiben, verhandel bitte Weiterbildungen (persönliche, private), die du in deiner Entwicklung brauchst, mit ein. Du profitierst nur davon!
Und noch ein Tipp: Gehaltsanpassungen! Wenn du gar keine Ahnung hast, dann schau dir mal ein paar Sachen von Martin Wehrle an (ist zumindest ein Anfang und hilft sicherlich).
Original von Woerni
Original von Egozocker
..... und die Rentenversicherung gehen.Ich sehe daran erst mal nichts schlechtes.
Ich schon. Ziemlich viel sogar.
Original von AyCaramba44
Original von Nikinho9
mMn auf keinen Fall zu viel als Forderung. Aber bin kein Experte.???
Willst du mit wenig anfangen, damit der Chef im Sinne des Unternehmens versucht noch tiefer zu kommen?
ehm ich meinte, seine Summe ist mMn auf keinen Fall zu viel. Sorry
ein bisschen, aber die updates hier werden wohl immer etwas dauern.
Gestern
- Gespräch mit Kollege hatte gezeigt, dass er zwar viele Sachen auch nicht mag, aber eine viel größere "Scheiß egal"-Haltung hat. Er nimmt das viel eher hin und macht dieses "ich mache meine stunden und das wars" - mit gesunder Überstundenzahl
- Unser Chef hatte meinen Kollegen gestern angerufen gehabt und hat da in dem Gespräch sogar von sich aus gesagt, dass wir uns Montag ja zusammensetzen, um zu schauen, wie wir die Arbeitsbelastung reduzieren können. Dritte Person bekäme er aber beim Chef eh nicht durch.
- Ich habe später noch per Mail mit der Ratgeber-Begründung ein Arbeitszeugnis angefragt. Bisher noch keine Antwort
Heute:
- Es gab da heute noch eine Hate-Runde gegen meinen Chef. Irgendwie kann ihn keiner ab, weil seine gesamte Art abgelehnt wird. Eigentlich ist der gesamte Vertrieb gegen seine "leere phrasen"-kacke, die er schwingt, mit der er aber scheinbar den Firmeninhaber beeindruckt. Und allgemein ist diei Unzufriedenheit groß, eignetlich in der gesamten Firma, weil die Führungsebene inzwischen komplett abgehoben ist.
Aber keiner will wirklich was sagen, die sind alle eher auf einer "aussitzen"-Strategie, weil sie glauben, dass sich unser Chef und der Firmeninhaber bald verkracken werden, wenn die Umsätze nicht stimmen.
- Ich habe heute morgen noch mal bei der Firma von der verlinkten Ausschriebung angerufen und noch ein paar Fragen gestellt (wird einem ja imemr so empfohlen und geschickte Fragen stellen ist ja easy). Die Dienstreisen wären hauptsä#chlich Messebesuche/Konferenzen etc. Die Firma hat auch Distributoren in Asien, aber das sei bisher alles eMail-Kontakt etc. und das sei ne Sache, die sie auch gerne ausbauen wollen.
ich habe mir da innerlich ins Fäustchen gelacht, weil das halt so 1:1 ist, was ich kann. Ihre Distributoren sind auch noch alle in Japan, Korea, Taiwan und China - also genau meiine Länder im momentanen Job. Da könnte ich wahrscheinlich im neuen Job sogar meine Distributoren von jetzt anfragen und würde da bestimmt 2-3 kriegen, die das machen würden
- Bewerbung abgeschickt
ANsonsten werde ich jetzt erstmal Montag abwarten, habe auch ein langes WE jetzt