Es gibt auch Mitarbeiter, die nicht 100.000 € verdienen
Insgesamt kann es durchaus sein, dass die 20 MA Kosten von insgesamt 1 Mio Euro verursachen.
Bei 2 Mio Umsatz also im Rahmen.
Original von schnup07
Warum nicht?
Weil die Personalkosten schon fast den ganzen Umsatz auffressen? Laut OP hat er selbst ja schon für 3M Euro Umsatz gesorgt, also mehr als die gesamte Firma.
Original von HijackerStar
Es gibt auch Mitarbeiter, die nicht 100.000 € verdienen![]()
Insgesamt kann es durchaus sein, dass die 20 MA Kosten von insgesamt 1 Mio Euro verursachen.
Bei 2 Mio Umsatz also im Rahmen.
Dafür wollen die Firmeninhaber normalerweise mehr Geld verdienen und es kommen ja noch viele weitere Kosten hinzu, als nur die Gehälter.
Je nach dem wie viele Kosten noch anfallen, sagen wir 600.000 €, bleiben für die Inhaber 400.000 € übrig.
Es kommt immer auf das Geschäftsmodell an. Bei 20 MA und 2 Mio Umsatz wird schon mal nicht gehandelt. Also hast du keinen Wareneinkauf, sondern nur Betriebsmittel. Dazu kommen Raum- Personal und ggf. Kosten für Software und Anlagen (Fahrzeuge, Mobiliar).
Solche Bilanzen hab ich schon oft genug gesehen.
Wenn er für 3 Mio Umsatz verantwortlich ist, muss es auch nicht der Umsatz seiner Firma sein, sondern der Umsatz der Kundengeschäfte. Bei der Firma bleibt dann ggf. nur die Provision, von dem sein Gehalt + Fixkosten bezahlt werden muss zuzüglich zum Obolus, den die Inhaber als Gewinn verbuchen wollen.
Ich frage mich trotzdem wie handlungsfähig eine Firma ist mit 2M Umsatz im Batteriebereich wo es ja viele Bigplayer gibt. Natürlich kannst du Nischen abdecken und da deinen Weg gehen, aber als Außenstehender hätte ich viele Fragen. Im Batteriebereich ist ja auch viel Bewegung und Forschung drin und keine Ahnung ob beim nächsten Entwicklungssprung (z.B. Feststoffbatterie) die Firma weiterhin ihre Nische profitabel bedienen kann.
Das mit dem alten Job ist halt wie mit einer Beziehung. Wenn du mental erstmal draußen bist, wird es schwer wieder reinzukommen.
Wahrscheinlich ist schon was dran, dass 2 Millionen Euro Umsatz nicht die Welt sind. Objektiv waere man da lieber beim Big Player, denn was schonmal angesprochen wurde ist richtig - einmal einen Trend verpasst, eine Sparte die keine Zukunft hat nicht rechtzeitig abgestoßen, eine rechtliche Auseinandersetzung etc. und das kleine 20 Mann Unternehmen geraet mitunter in schwere Turbulenzen.
Auf der anderen Seite - wenn du Geschichte schreiben und was ganz Großes erreichen willst, dann ist ein Startup geeigneter als der Marktfuehrer.
Selbst bei einem Scheitern des Unternehmens wuerdest du dich zwar aergern und wir hier darueber diskutieren, wie das nun im Lebenslauf wirkt und wie das Thema beim Vorstellungsgespraech angesprochen oder geschildert wird...du persoenlich wuerdest wahrscheinlich viele wertvolle Erfahrungen gesammelt haben.
Du musst halt jetzt entscheiden, ob du versuchen willst Veraenderungen beim jetzigen Job zu erwirken, der so wie ich mitbekommen habe eigentlich durchaus genau die Aufgaben beinhaltet, die du magst und die dir liegen mit etwa drei negativen Aspekten fuer dich: Geld, Arbeitsumfang in Stunden, 1 Mitarbeiter zu wenig
Die haengen natuerlich miteinander zusammen, aber im Endeffekt wirkt es bislang auf mich so, dass mehr oder weniger alles egal waere, wuerdest du 100k+ verdienen.
Das steht schon ein bisschen im Widerspruch zum neuen Unternehmen, wo es etwas mehr Geld gibt fuer unter Umstaenden noch mehr Arbeit und das noch in Gebieten, die nicht so viel Spaß machen wie ein ausgelassener Karaoke Abend mit asiatischen Geschaeftsmaennern.
Solche Sachen wie Prozesse etablieren und Standards setzen, Kennzahlen, Patent Zeug und Personalscheiße...das ist uebles Zeug Mann! Du musst dir im Klaren sein, dass es sich anfuehlen wird wie 100% Buerojob mit ganz wenig Dankbarkeit.
Wenn dus also auf die Geschaeftsfuehrung abgesehen hast, musst du schauen, dass du das schaffst zu fixieren. Ansonsten leiten die beiden Brueder das Unternehmen noch die naechsten 10 Jahre und machen genau die Taetigkeiten die ihnen noch Spaß machen und der ganze theoretische undankbare Teil landet bei dir. Du wirst dann sowas sein wie der Muellschlucker fuer Taetigkeiten, die keiner machen will und du bist auch nicht in der Lage nein zu sagen, weil du gemessen an der Unternehmensgroeße eh schon spektakulaer verdienst.
Auf jeden Fall krasser Scheiß - hier gehts nicht mehr um einen Stellenwechsel sondern um eine komplette Neuorientierung schon fast. Geh gut in dich und denk drueber nach bei einem Spaziergang und "Dust in the Wind" ^^
Und versuch so viele Einblicke in das neue Unternehmen zu bekommen wie nur moeglich. Sei Aufmerksam, schau dir alles gut an, nimm jede Stimmung auf und wenn du irgendwo skeptisch wirst, hoer auf dein Gefuehl.
PS: ich war uebrigens nie an einer Uni und hab keine Ahnung von akademischen Titeln und noch weniger versteh ich irgendwas von deiner Ausbildung oder hab eine konkrete Vorstellung wie dein momentaner Job aussieht und wie der Durchschnittsjob aussieht von Leuten mit exakt deinem Bildungsgrad usw.
Ich bin da eher so wie die alte Oma die von ihrem Enkel schwaermt der etwas mit Computer macht.
Deshalb entschuldige bitte, wenn ich hier in vielen Punkten komplett daneben lag oder noch nichtmal verstanden hab, worum es eigentlich geht
Naja wie ist den deine Einstiegsstelle beschrieben? Die ersten ein, zwei Jahre wirste, sollten die dich als Geschäftsführer wollen, eh erstmal die Einstiegsstelle machen, damit die sehen, ob du überhaupt was drauf hast oder einfach nur ne Luftpumpe bist.
Meiner Erfahrung nach kann man die Leute dann auch abschätzen, ob die wirklich so sind, dass die in den Ruhestand können oder halt von der Art sind, die immer was zu tun haben müssen. Also vielleicht glauben in den Ruhestand zu wollen, dann aber einfach nicht "runter" kommen und dann weiter das Zepter in der Hand halten.
Zusätzlich kann man dann auch feststellen, ob du eher Marionetten-Geschäftsführer wärst oder tatsächlich selbst Entscheidungen treffen könntest. (Und dazu natürlich noch das alles, was mein Vorredner dazu gesagt hast, dass du eventuell der Geschäftsführer für die Müllaufgaben wirst^^.)
Sehr viele, sehr coole Argumente hier, vielen Dank euch allen. VIele Sachen treffen da genau meinen Gedankengang.
Pro:
- Grundsätzlich fände ich eine solche Geschäftsführertätigkeit interessant und hätte da Lust drauf. Zum EInen sehe ich meine eigenen Stärken vor allem in den Aspekten Organisation/Koordination etc. Das macht mir im Alltag schon immer Spaß und da habe ich aus Erfahrung immer gemerkt, dass die Sachen, die ich organisiere und bei denen ich die entsprechenden Freiräume habe, sehr gut laufen. Ich würde sowas durchaus gerne weiter machen und auch verstärken, ich glaube, dass ich das sehr gut könnte.
-Ich wäre nicht so traurig darüber, wenn der Job weniger Sales-Anteil hat. Ich bin grade in den "Vertriebsaspekt" gar nicht so verliebt. Ich mag es sehr gerne diese naturwissenschaftlichen und erklärungsbedürftigen Produkte zu präsentieren/nahbar zu machen etc. Vorträge halten etc. war schon immer etwas, was ich unglaublich gerne gemacht habe und wofür ich immer herausragendes Feedback erhalten habe. Also die naturwissenschaftlichte Diskussion und das überlegen von Strategien/Maßnahmen fürMarkt- und Marketingaktivitäten fand ich immer super. Dieser ganze ASpekt des "Klapperns" oder "Klinkenputzens" oder wie man es immer nennen mag, war für mich immer eher lästige Nebentätigkeit.
- Der Batteriemarkt ist natürlich ein absoluter Wachstums- und Zukunftsmarkt. Die Chance, dass das hier richtig explodiert und richtig groß wird, ist wahrscheinlich in diesem Markt größer als in vielen anderen Märkten. Die Diskussion zu dem Umsatz und dass der Batteriemarkt so groß seien und 2 Mio Umsatz da ja superwenig seien, muss ich insofern entkräften, dass die Firma selber ja keine Batterien macht, sondern eben Equipment, um Batterien zu testen. Da geht es quasi darum, die Leistung der einzelnen Komponenten etc zu testen usw. Und so ein Nobelpreis ist natürlich auch immer symbolisch wertvoll und das der jetzt grade genau an die Batterieforschung gegangen ist, ist natürlich ein Zeichen.
-Das Verpassen von Trends ist natürlich absolut berechtigt. Da die momentanen Geschäftsführer aber entsprechend ein Maschinenbauingenieur und ein Elektrochemiker sind, würde ich hier eher wenig Sorge haben, das ist wahrscheinlich schon der Aspekt, den sie mit der meisten Leidenschaft bearbeiten und da immer up to date sind. Es fehlt ihnen vielleicht eher am "Business Sense", aber ich denke nicht, dass das Verständnis der Technologie oder so das Problem wäre. Kann natürlich auch falsch von mir eingeschätzt sein, aber wenn ich das nach Wahrscheinlichkeit beurteilen müsste, würde ich das eher für unwahrscheinlich erachten.
- Der Batteriemarkt ist eben der Wachstumsmarkt, d.h. die Chance, richtig groß rauszukommen ist in diesem Markt natürlich besonders groß. Also dass das Unternehmen in 10 Jahren vllt bei 40-50 Mio Umsatz steht ist natürlich in diesem Markt besonders groß. Potentiell auf jeden Fall High Reward
Contra:
- Trotzdem ist der Umsatz wie eben wirklich gesagt nur 2 Mio und das ist nicht so viel und kann eben schnell auch in die falsche Richtung gehen. Und das wäre eben wirklich ein Risiko - auch für euch, weil ich dann eventuell in 3 Jahren hier wieder rumjammere
(als ob es ps.de bis dahin noch gibt :yaoming:)
- Ich habe tatsächloch zu wenig Einblick/Überblick in den Markt und was es alles gibt, um wirklich ein volles Bild zu haben. In so einem Gespräch wird einem zwar ein bisschen was erzählt, aber das ist natürlich zu wenig und so richtig extrem viel nimmt man aus einem reinen Gespräch ohne Anschauungsmaterial etc nicht mit, als dass man da wirklich die Situation beurteilen kann. D.h. die Annahme des Jobs wäre auf jeden Fall ein gewisser Schuss ins Unbekannte
- Der Aspekt, dass auf mich dann nur die unangenehmen BWL-Aufgaben abgeschoben werden, ist auf jeden Fall ein starkes Argument, dass mir auch durch den Kopf geht. Ich traue mir absolut zu, das alles zu lernen etc, aber ohne entsprechenden Rahmen wäre das natürlich wesentlich schwerer, als wenn man von jemandem lernt, der das alles gut kann etc. Und ein "Mädchen für alles, was den Chefs keinen Spaß macht" ist natürlich nicht so einladend.
- Und realistisch muss man eben auch sagen, dass ich vielleicht solche BWL-Aspekte für ein kleines Unternehmen lernen könnte, aber es sicherlich nochmal einen Unterschied gibt, ob ich das ganze für 20 Mitarbeiter mache oder für ein Untenrehmen mit eventuell 10 Mio Umsatz und 75 Mitarbeiter. Je größer es wird, desto mehr braucht man da ja einen Routinier. Klar kann ich da reinwachsen, aber dafür wäre ja ein langsameres Wachstum vorteilhaft, was im Widerspruch zu dem hohen Potential des Marktes steht. Ob ich wirklich die Qualifikationen habe, einen solch krassen Wachstum zu managen solte zumindest mal hinterfragt werden - am ende bin ich ja trotzdem noch Chemiker und nicht BWLer. Zwar habe ich BWL-Denke gelernt und gezeigt, dass ich mich in die Thematik einarbeiten kann etc, aber vom Naturell her bin ich eben doch Naturwissenschaftler.
Es ist echt verzwickt... einerseits kann man sich hier das Top-Szenario ausmalen, wo die Firma expldiert und ich das alles geil manage und am Ende superreich etc werde und ein geiles Unternehmen führe. Oder im Worst Case versaue ich es komplett, weil ich dafür nicht gemacht bin.
Das ist in der Tat sehr schwierig.
Zu all den Geschichteb bzgl. Bundesanzeiger:
Habe ich mir natürlich längst mal angeschaut. Ob der Firmengröße sind die Jahresabschlüssel etc. eher knapp gehalten.
Die Firma wirkt für mich aber auf Basis dessen recht gesund, als dass es einen Posten Gewinnvortrag gibt, der in den letzten Jahren immer gewachsen ist. Währen der Gewinnvortrag 2016 zB noch im Bereich 400k lag, lag er 2017 bei 650k. Vllt übersehe ich hier auch etwas, aber nach meinem Verständnis von Gewinnvortrag ist das ja eigentlich ein Zeichen für ein durchaus gesundes Unternehmen.
Habe bestimmt noch einiges vergessen, aber das ist mein aktueller Stand dank all euren Feedbacks etc.
Ihr seht, das was ihr sagt, kommt auf jeden Fall an. Die Entscheidung bleibt gar nicht leicht (am Ende krieg eich das Angebot gar nicht und alles ist umsonst :|), aber ich mache mir viele Gedanken und euer Feedback ist eine super sache für mich. Danke!
Auf wie viele Stellen hast du dich sonst beworben?
Noch hast du die Stelle ja gar nicht und hast du die Position, nicht mehr bei deinem aktuellen Arbeiter bleiben zu wollen, nochmal überdacht?
An deiner Stelle würde ich mir auch bissl verarscht vorkommen, aber bei entsprechendem Gegenkommen, kann man das Ganze ja nochmal überdenken.
Das mit der Geschäftsführerposition würde ich in meine Gedanken erstmal nur minimalst mit aufnehmen, selbst wenn du da anfängst wird das für die nächsten 2-3 Jahre kein Thema. Bis dahin kannst du das Unternehmen und den Markt besser kennen lernen und machst halt deine "normale" Stelle.
Würde die dir Spaß machen und dich weiter bringen?
Und sollte es dann auf ne Geschäftsführer Posi hinauslaufen und du merkst das ist doch nichts für dich, kannste ja bei deiner "normalen" Stelle bleiben oder zu nem andere Unternehmen wechseln.
Ist natürlich schön sich Luftschlösser aufzubauen und über Sachen nachzudenken, die erstmal nicht relevant sind, bringt aber im Endeffekt nix, weil man sowas, ohne das Unternehmen zu kennen nur schwer abschätzen kann und man muss dann auch erstmal schauen, ob die das erst meinten oder dich nur bei der Stange halten wollten (und, dass du dann erstmal bissl die Geschäftsführerbitch sein wirst, wird sich nur bedingt vermeiden lassen^^).
Original von AyCaramba44
Original von schnup07
Warum nicht?Weil die Personalkosten schon fast den ganzen Umsatz auffressen? Laut OP hat er selbst ja schon für 3M Euro Umsatz gesorgt, also mehr als die gesamte Firma.
Also ich habe jetzt keine Infos zu den Personalkosten gesehen, du?
20 Mitarbeiter bzw 16 Vollkräfte...da hängen die Kosten stark von der Struktur ab, aber wird auch mitarbeite geben, die 40 tsd euro kosten, wenn überhaupt. Halte aber auch Personalkosten von 1,2 mio für realistisch. Also, dass 20 Mitarbeiter 2 mio € kosten sollen halte ich schon eher für unrealistisch. Können ja nicht nur ausgebildete Ingenieure sein.
Zu den 3 mio Umsatz...tja was heißt das schon fürn 3 mio Umsatz verantwortlich sein? Nichts, nur dass der oder die betreuten Kunden diesen Umsatz generieren. Gibt genug Mitarbeiter, die dahinter hängen und an diesem Umsatz „mitarbeiten“ und nicht der direkten Verantwortung für den Kunden zugewiesen werden. Die ganze Verwaltung, Produktion, Hausmeister bla.
Also sagt alles einfach nichts aus. Und ohne weitere Zahlen ist einfach alles Spekulation.
In jedem Fall dürfte klar sein, dass er in dem Laden schon jetzt mit das höchste Gehalt nach der Geschäftsführung hätte und eine Steigerung quasi nur noch möglich ist, wenn sich der Umsatz massiv erhöht. Das wäre für mich halt definitiv noch ein Minuspunkt. Im Konzern wäre die Entwicklung zumindest bis etwa 100k€ noch relativ gut planbar, in diesem Unternehmen wird OP die vielleicht nicht mal dann bekommen, wenn er tatsächlich Geschäftsführer wird. Abgesehen davon dass das Geld im Konzern wohl auch deutlich einfacher verdient ist.
Noch ein weiterer Punkt falls das mit den 20 MA tatsächlich stimmt ist, dass dem Umsatz entsprechend dann ja auch maximal ne Handvoll Akademiker dort beschäftigt sein können. Davon wäre einer OP, vielleicht noch jeweils einer Sales/Marketing und einer Finanzen. Ohne die Branche im Detail zu kennen, würde ich vermuten dass Batterietechnologie recht forschungsintensiv ist - ob man da mit einer (geschätzt) 2-Mann-F&E-Abteilung bestehen kann (die wahrscheinlich ausschließlich aus den beiden Brüdern besteht) weiß ich nicht. Zusätzlich bleibt bei einem kleinen, tendenziell schlecht bezahlenden Unternehmen noch die Frage der Qualität der Mitarbeiter. Selbst wenn beide Fragen positiv beantwortet werden können und das Unternehmen weiterhin hohe Wachstumszahlen aufweist, heißt das für OP aller Voraussicht nach eine sehr hohe Arbeitsbelastung - mir würde da der Köder der möglichen Geschäftsführerposition nicht ausreichen.
Wenn ca. 1Mio Gehaltskosten anfallen dann sind das auf 15Vollzeit MA schon 66k. Dafür bekommt man schon Akademiker. Die Firma wird ja auch keine ganzen Batterien bauen sondern irgendeine Nische besetzen. Ich glaube in diesem Fall war es etwas in Richtung Messtechnik. Es ist durchaus möglich auch mit nur 20MA Weltmarktführer zu sein.
Wenn OP sowieso immer Interesse an Selbstständigkeitheit hatte, dann ist die Perspektive in ein paar Jahren da Geschäftsführer zu werden und evtl. mit einzusteigen nicht so schlecht. Wenn es in Richtung 35h Dienst nach Vorschrift gehen soll dann muss er obv. in einen Konzern gehen.
Sehe es genauso wie dak113
Wenn die Batteriefirma nicht von Anfang an etwas sechsstelliges zahlen will sondern dich erst verheizen will um dich vielleicht zum Geschäftsführer zu machen, dann würde ich es nicht machen oder sehr genau auf die Arbeitszeiten achten.
Überstunden können sehr schnell normal werden. Ist für den Chef wahrscheinlich nur eine Ansage und zwei Unterschriften weit weg.
Also mir wäre das Risiko in kleinere Firma mit nur 2 Mio Umsatz zu wechseln, zu hoch. Und im allgemeinen hats ja auch seinen Grund, dass gewöhnlich gegenteilige Weg gegangen wird, weil größere Firma i. d. R. einfach besseres Gehalt, Sicherheit und Perspektive bieten. Geht auch nicht nur ums Produkt, sondern kann ja auch menschlich scheitern, richtigen (mächtigen) Betriebsrat wirds wohl auch kaum geben, hast dann neuen Vertrag vermutlich mit Probezeit und wenns mal Streit mit den Geschäftsführer gibt, dann kannst du im schlimmsten Fall auch schnell draußen sein und dann hast du im Lebenslauf zwei relativ kurze Anstellungen stehen und braucht ja dann auch gewisse Zeit um neue Stelle auf ähnlichem Niveau zu finden und im schlimmsten Fall kann das schon ausreichen um bei anderen Top-Arbeitgeber dann erst mal schlechtere Karten zu haben.
Wobei ich das Produkt nicht gut einschätzen kann, also wenn du wirklich als Chemiker da vom Fach bist und auch guten Überblick über Markt und potentiell kommende Konkurrenz hast und wirklich sicher bist, dass ist das Ding was das Rennen macht und auch wirklich in der Praxis gigantische Perspekte hat, ok, dann ists natürlich was anderes und man könnte es sich überlegen. Nur wie sicher kann man bei sowas wirklich sein? Kann man das wirklich abschätzen was die Konkurrenz und evtl. viel größere (Tech)Konzerne gerade alles so in Pipeline haben oder evtl. wenn sie sehen euer Produkt hat am Markt Erfolg, dann in Pipeline aufnehmen? Und z. T. setzt sich ja auch nicht immer das beste Produkt durch, sondern z. T. wirds im Zuge mit anderen Geschäften abgewickelt oder es setzt über hohes Marketing-Budget durch oder über Dumping-Preise (auch z. T. China-Firma Nachahmer-Produkte) oder evtl. kommt jemand und macht eurer Geschäftsführung gutes Angebot und übernimmt das Produkt usw.
Evtl. kann man auch Solarbranche als Beispiel nehmen, galt früher auch mal als totale Zukunftsbranche (und ist es jetzt eigentlich auch noch), nur gab dann z. B. auch viele kleinere Firmen in Deutschland und die konnten trotzdem mit dem Punkt, die Branche hat Zukunft, nicht wirklich am Markt überleben, obwohl es wie gesagt global gesehen natürlich schon Zukunft hat, nur als kleine deutsche Firma mit aktuellen Lohnkosten usw. konnten sie dann im globalen Wettbewerb nicht bestehen...und damals haben auch alle möglichen Fachleute und Politiker vorgerechnet, wie viele neue und sichere Arbeitsplätze usw. hier entstehen würden...
Zusätzlich hast in aktueller Firma einen Kollegen auf gleicher Stufe und ihr vertretet euch gegenseitig. Klar ists nicht perfekt und weil viel Arbeit da ist auch manchmal schwierig mit Urlaub usw. Nur bei der neuen Stelle, wird das bestimmt nicht einfacher, du hast hier keinen Kollegen, sondern deine Vertretung ist dann der Geschäftsführer, der meist auch immer viel zu tun hat, auch viele Stunden arbeitet und diese Einstellung dann auch als Erwartung auf andere überträgt und vor allem, ists halt dann dein Chef, also da kannst du die Verteilung der anstehenden Aufgaben nicht wirklich auf Augenhöhe, fair aushandeln, er bestimmt und du bist der Untergebene der dann praktisch (fast) alles schlucken muss.
Original von Plastichamer
Wenn ca. 1Mio Gehaltskosten anfallen dann sind das auf 15Vollzeit MA schon 66k. Dafür bekommt man schon Akademiker. Die Firma wird ja auch keine ganzen Batterien bauen sondern irgendeine Nische besetzen. Ich glaube in diesem Fall war es etwas in Richtung Messtechnik. Es ist durchaus möglich auch mit nur 20MA Weltmarktführer zu sein.Wenn OP sowieso immer Interesse an Selbstständigkeitheit hatte, dann ist die Perspektive in ein paar Jahren da Geschäftsführer zu werden und evtl. mit einzusteigen nicht so schlecht. Wenn es in Richtung 35h Dienst nach Vorschrift gehen soll dann muss er obv. in einen Konzern gehen.
66k Gehaltskosten für den Arbeitgeber sind etwa 55k Bruttolohn. Dafür bekommt man in einer Metropole eigentlich nur Berufseinsteiger.
Für mich ist das noch nicht so deutlich geworden, dass OP mal in die Selbständigkeit gehen möchte. Ich hab es eher so verstanden dass er sich auch durchaus einen Wechsel in eine höhere Position im Konzern vorstellen kann. In dem Fall würde ich in jedem Fall direkt den Einstieg bei einem größeren Unternehmen suchen. Zum einen wird er wahrscheinlich erstmal lernen müssen wie die Politik in solchen Organisationen funktioniert und zum anderen kann er sich bereits ein Netzwerk aufbauen. Imo ist das deutlich wichtiger als die Breite fachliche Expertise die er sich in einem KMU aufbauen kann. Echte Allrounder wie (ehemalige) Geschäftsführer sind im Konzern selbst in Führungspositionen selten.
Vielen Dank euch allen für die Rückmeldungen und spannenden Meinungen.
Ich tendiere im Moment auch stark in Richtung Nein... die Argumente hier sind für mich dahingehend überzeugender.
Ich möchte nicht nur zur Müllhalde für alle Sachen werden, auf die die beiden keine Lust haben und ich kann den Punkt, dass es darauf hinauslaufne könnte und das mein Gehalt das dann quasi verpflichtend macht auch sehr gut nachvollziehen.
Zusätzlich der geringe Umsatz und die Gefahr, dass das schnell in die Hose gehen könnte etc - sowie das nur geringe Steigerungspotential. Ich fände das Gehalt zwar für meinen momentanen Status in Ordnung (nicht herausragend), aber ich will auch schon, dass sich das noch entsprechend entwickelt. Potentiell sechsstellig soll es schon in 5-10 Jahren sein.
Hinzu kommt halt wirklich die Tatsache, dass ich wenig Einblick in den Markt habe und das Photovoltaik-Beispiel auch ein sehr gutes war... Ich weiß zu wenig über den Markt, um hier wirklich ein klares Bild zu haben und meine Informationslage ist am Ende einfach zu klein, um einen solhen Hochrisikoschritt zu gehen und mich in ein solches Umfeld vorzuwagen. Da hätte ich dan nwirklich auch lieber ein etablierteres Unternehmen, bei welchem ich zumindest die Sicherheit habe, dass die bereits fest verankert sind.
Ich würde aber wohl trotzdem nochmal eine Mail schreiben, dass ich weiterhin Interesse habe, damit ich zumindest eine Zusage erhalten würde, was mir ja auch bei meiner Marktwertbestimmung helfen würde - oder wäre es assig das jetzt zu machen?
Ansonsten würde ich jetzt einfach den Stellenmarkt aus der Sicherheit meiner Position beobachten und mich bei den größeren Unternehmen bewerben. Und vielleicht komme ich ja hier auch noch auf ein ansprechendes Gehalt
Ich halte euch auf jeden Fall weiter auf dem Laufenden!
Wieso nicht deine Bedenken gegenüber den Geschäftsführern äußern und gucken wie sie reagieren bzw. ob sie dich doch überzeugen können?
Warum willst du eine Zusage, wenn du da eh nicht hin möchtest? Ego pushen?
Mein Gefühl sagt: erfüll den Leuten ihren Wunsch und teile deine Tendenz bzw. deine Bedenken - wie skesh sagt.
Das würde ich fair finden.
Der einzige Vorteil, den ein abwarten hätte aus meiner Sicht wäre es, wenn du eine Absage bekommst und sie dir konstruktive Kritik geben könnten, oder?
Original von SkeSh
Wieso nicht deine Bedenken gegenüber den Geschäftsführern äußern und gucken wie sie reagieren bzw. ob sie dich doch überzeugen können?
#2
Würde diese gute Chance nicht so einfach wegwerfen, ohne überhaupt genügend Informationen zu haben. Vor allem weil du ständig hin und her springst zwischen ja und Nein. Außerdem ist es einfach fair deine Bedenken zu äußern und diese werden sie nachvollziehen können. Aber wer weiß, vielleicht haben sie gute Lösungen. Außerdem ist es immer hilfreich Kontakte zu knüpfen. Wenn du dich fair gegenüber ihnen verhältst, dann werden sie sich auch fair gegenüber dir verhalten.
Die andere Frage wäre, warum jemand sich bei einem 20 Mann Unternehmen bewirbt, wenn er als Grund für die Bedenken die 20 Mann angibt. Zu schreiben, dass du weiterhin Interesse hast, obwohl du zu 100% nicht dort anfangen möchtest halte ich für falsch. Würde mich korrekt verhalten, weil man sich meistens zweimal sieht...