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[Geschlossen] Was studieren?

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Casper23
Beigetreten: 23.10.2006

Original von Krach-Bumm-Ente
Nun einer der Studenten die gelegentlich bei uns in der Nukularmedizin vorbeischauen meinte ich könnte mir den Zivi anrechnen lassen und wenn ich nach Tübingen geh auch irgendwie so nen Heimatuni-Bonus bekommen. Dann sollte das mit 1.4 auch klappen meinte er...

Meine Bedenken bei Medizin sind halt immer noch das Studium (Auswendiglernerei), die Arbeitszeiten und der Lohn dafür (kA ob sich das wirklich so verbessert wie du sagst) - andererseits kann man halt auch bei entsprechenden Fachrichtungen das Geld drucken. Mir gehts dabei nicht darum sonderlich reich zu werden, ich wär auch mit 2500€ im Monat zufrieden wenn ich dafür in angemessenem Maße arbeiten würde. Ich wär auch bereit für ein paar k€ mehr auch mehr zu arbeiten, aber eben nicht wie es bei einigen Ärzten halt ist für wenig Geld viel arbeiten.

edit: Wie "einfach" oder eben "schwer" ist es, sich als deutscher Mediziner im Ausland zu etablieren?

Dann versteh ich nicht, warum Lehramt dir zu wenig Geld ist? Studier Gym und du steigst mit A13 ein. Und beim Lehramtsstudium macht man sich nun wirklich nicht tot, ich studier Sonerderpädagogik auf Lehramt und hab genug Zeit mir die Eier zu schaukeln zwischendurch.


mamanani2
Beigetreten: 24.11.2009

Will mich nicht groß einmischen, da ich denke dass es dein Ding ist was du studierst und andere Plattformen sicherlich ergiebiger sind als ein Pokerforum was die Berufswahl angeht. Gibt ja auch noch die Agentur für Arbeit ;P
Warum ich trotzdem was schreib?
Wollt nur sagen, dass du in Tübingen auf jeden Fall bevorzugt wirst wenn du aus der Umgebung kommst. Dann haben die noch nen Test, der deinen Schnitt auch noch weiter hochziehen kann, müsste ca März oder April wieder stattfinden. Würd ich mich auf jeden Fall mal erkundigen an deiner Stelle, selbst wenn du nicht Medizin studieren wirst hats sicher nicht geschadet sich die Option noch offen zu halten. Aber ich glaub nicht, dass du dir den Zivi groß anrechnen lassen kannst (außer halt Wartezeit). Was du jedoch machen könntest wär ne Medizinische Ausbildung wie MTA oder Rettungs Assi, damit kannst du deinen Schnitt auch noch pushen.
Ob das für andere Unis als Tübingen gilt kann ich dir nicht sagen, wobei Tübingen auf jeden Fall ein schönes Städtchen ist. Loht sich auch trotz Heimatnähe hinzuziehen.

Offtopic:
Ach ja, Suevia, warst du irgendwo aktiv oder wie kommst du auf den Namen?

Grüße Mamanani


kallvestor
Beigetreten: 25.06.2005

Original von Krach-Bumm-Ente
Ich grab das Thema nochmals aus. Mach momentan Zivi und weiss immer noch nicht was ich studieren soll.
Ich fang einfach mal an.

Medizin
Ich mach ja in der Uniklinik momentan Zivildienst (Nuklearmedizin). Nach ca 1 Monat war ich überzeugt Medizin zu studieren, bin mir aber jetzt gar nicht mehr so sicher. Zum einen seh ich wieviel unsere Ärzte wirklich leisten (Nachtidenste, Wochenenddienste usw.), zum anderen verdienen sie dafür nicht besonders gut. Als Fachrichtung würde für mich momentan sowieso eigentlich nur Chirurgie in Frage kommen, allerdings ist das sicher auch kein einfacher Beruf. Im Studium selbst seh ich auch ein Problem, das ist halt massig Auswendiglernerei und ich bin eher einer der Dinge versteht, auf neue Sachverhalte überträgt und Probleme lösen kann. Medizin ist ja eher so nach dem Schema Symptome + Krankheiten auswenidg lernen, Behandlung auswendig lernen und das dann anwenden (ganz so einfach ist es natürlich nicht). Und der Auswendiglerner bin ich halt nicht gerade.

Physik
Genau das Gegenteil vom Auswendiglernen. Allerdings soll das Studium wohl eines der schwierigsten überhaupt sein? Hab mich auch mal etwas in Foren informiert und gelesen, dass es eher schlechte Berufschancen gibt wenn man wirklich in die Forschung will und nicht als Problemlöser bei irgendwelchen Versicherungen rumsitzen will.

Jura
Ist mir zu sehr auf Deutschland beschränkt, ausserdem würd ich mich wohl nach ein paar Jahren fragen "warum mach ich das?", wenn irgendwelche streitsüchtigen Leute sich wegen Belanglosigkeiten vor Gericht zerren.

BWL, Wirtschaftswissenschaften usw.
Ist mir zu "parasitär", ich kann nicht mit der Vorstellung leben irgendeiner profitgeilen Firma einen Großteil meiner Lebenszeit zu widmen (wie als Physiker bei einer Versicherung oder so, s.o.). Das ganze Business ist mir einfach zu egoistisch und profitgeil als dass ich da guten Gewissens mitmachen könnte. Ich möchte schon auch was mit meinem Beruf bewirken (siehe Medizin oder Forschung, z.B. Physik).

Ansonsten fallen mir momentan keine Studiengänge ein die mich gerade besonders ansprechen, bin für Vorschläge aber immer offen. Es sollte schon ein "gehobener" Studiengang sein der auch etwas angesehen ist. Mit so ganz Speziellen Dingen wie Eventmanagement könnt ich nichts anfangen. Vom Interesse her will ich mich nicht einschränken, wenn ich mich in irgendeine Materie einarbeite, egal welche, macht es mehr Spaß je tiefer ich mich einarbeite. Es kommt dann auch oft vor, dass ich viel länger und mehr lerne als eigentlich geplant/nötig. Das war auch in der Schule so, mein schlechtestes Fach war Wirtschaft (:P) mit 11NP. Die einzigen Ausnahmen stellen Geschichte und Gemeinschaftskunde dar, da fehlt mir wirklich einfach das Interesse. NC sollte nirgendwo ein Problem darstellen.

na ja, deine vorurteilsbeladenen vorstellungen von studiengängen bzw. der berufswelt lassen mich son bisserl zweifeln, ob du wirklich son schlaues kerlchen bist wie du hier vorgibst... .

denke nicht, dass es "parasitäre studiengänge" gibt, allenfalls typen. du kannst in jeder lage und mit jeder ausbildung gutes tun, man muss sich nur bewusst sein, dass man dafür - und für sein leben -selbst verantwortlich ist. AMEN

jura sollte man für geboren sein oder es besser lassen, das beinhaltet zudem auf alle fälle auch die option des scheiterns, was man bei pädagogik jedenfalls für den bereich des studiums ausschließen kann...


Original von eplc
Erst einmal heißt das Nukularmedizinier - Nukular!

Made my day

Also ich studiere Medizin im bald 8. Semester und ich kann nur sagen ich würd nix anderes mehr machen wollen. Klar ist das Studium "hart" aber es ist auch genau so interessant. Dass man nur auswendig lernt stimmt so nicht, gerade wenn du dich für innere Medizin interessierst ist es wichtig dass du die Zusammenhänge zwischen den Physiologischen Regelmechanismen verstehst, dann kannst du dir fast alles selbst herleiten was bei einer Krankheit passiert.
Also am Auswendiglernen solls mal nicht liegen.

Im Sommer habe ich ein Praktikum in einer herzchirurgischen Klinik gemacht und das war einfach nur der Wahnsinn was die dort machen. (herzunterstützende Pumpen so groß wie eine Walnuss, Herztransplantation, Kinderherzchirurgie...) Da sieht man, dass es Sinn macht den ganzen Kram zu lernen und 60-80h die Woche zu arbeiten.Wenn du da am Abend nach Hause kommst, weißt du du hast was sinnvolles gemacht.

Gehalt ist halt nicht der Knaller, ich schätze denke mal als Einsteiger 1800 netto + Dienste für 60-70h, später als Oberarzt 3500-4500 netto + Dienste + Privatpatienten und Prämien für 70-80h. Chefarzt dann vom Gehalt her halt nuts - is aber ein scheiß Job.

Nachteile liegen auf der Hand:

- lebenslanger Schichtdienst falls du im Krankenhaus bleibst
- im Vergleich schlechte Bezahlung
- oft schlechte Stimmung im Team/Krankenhaus (Ich hab das Gefühl da sind alle nur am jammern, ist ja nicht so dass man nicht vorher wusste auf was man sich einlässt.)


htwstudent
Beigetreten: 15.11.2007

Ich empfehle einen Ingenieursstudiengang.
Allgemeiner Maschinenbau bzw. Luft und Raumfahrttechnik bzw. Fahrzeugtechnik sind sehr vielseitig und interessant. Außerdem sind die Einsasatzmöglichkeiten sehr breit und man hat in den meisten Fällen große Freiheiten am Arbeitsplatz, was Arbeitszeiten angeht


nikorw
Beigetreten: 03.08.2006

Mach doch einen Bachelor in einem interdisziplinären Studiengang (Wirtschaftsingenieur, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsrecht, Wirtschaftspsycholgie,...) und entscheide dann beim Master, in welche Richtung du dich vertiefen willst.


Krach-Bumm-Ente Themenstarter
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006

Original von nikorw
Mach doch einen Bachelor in einem interdisziplinären Studiengang (Wirtschaftsingenieur, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsrecht, Wirtschaftspsycholgie,...) und entscheide dann beim Master, in welche Richtung du dich vertiefen willst.

Sowas denk ich macht am meisten Sinn.

Ich denk meine romantische "ich will was gutes tun"-Einstellung wird mit der Zeit wohl auch irgendwann verfliegen. Und dann steh ich wenns dumm läuft in nem Job wo ich zwar anderen gutes tu, mir selbst aber kaum etwas.

Ich les gerade "treat your poker like a business", und hab gemerkt, dass ich gerne den Wettbewerb mit anderen suche und gern an meinem eigenen Können arbeite. Perfekt wär also irgendeine Sportart professionell zu betreiben, allerdings ist der Zug abgefahren. Was ich wirklich schlimm fände wär also ein Beruf wo ich kaum "besser" werden kann und mich nicht weiterbilden kann um bessere Resultate zu erzielen, wie z.B. Lehrer (klar, es gibt gute und schlechte Lehrer, ich mein damit aber, dass der Stoff einfach immer der selbe ist und ich nicht irgendwann so gut bin, dass ich Quantenphysik in der 7. Klasse einführen kann ).

Was mir da an "wettbewerbsorientierten" Studiengängen einfällt ist halt in erster Linie die wirtschaftliche Richtung. Ich geb zu, dass mein Statement oben unfair war, sry. Diese Heuschrecken sind sozusagen die SSS'ler Und nein für dieses Statement entschuldige ich mich nicht
Da ich nicht der reine Wirtschaftsfanatiker bin würd mir glaub wie oben zitiert etwas interdisziplinäres gut liegen, sozusagen um noch ein paar Türen mehr offen zu lassen. Was gibt es da alles ausser dem von nikorw genannten noch? Wie laufen die Studiengänge dann ab? Ich stell mir das so vor, dass ich halt BWL/VWL usw hab und z.B. als Wirtschaftsinformatiker noch Informatik/Mathe usw. oder ist das doch ganz anders?
Und wie ist das wenn ich fertig bin, arbeiten kann man doch im Prinzip fast überall, oder? Was mir nicht gefallen würde wär halt so ne gehobene "mit-dem-Hemd-9-to-5-im-Büro"-Atmosphäre. Den ganzen Tag am PC zu sitzen kann ich mir nicht vorstellen. Ich hab kein Problem damit unter anderem am PC zu sein, aber irgendwie auch mal aus dem Büro rauskommen will ich auch. Im Anzug zur Arbeit müssen will ich auch nicht unbedingt. Jaja das sind wirklich viele Extrawünsche, ich hoff wirklich, dass ich bald mal was passendes finde.

Noch ne Frage an die Architekten, wie schwierig ist es wirklich nen Job zu bekommen? Hab von einigen gehört die nur unbezahlte Praktika angeboten bekommen.
Architektur stell ich mir richtig passend vor, einerseits das wissenschaftlich-mathematische, andererseits auch ne gewisse künstlerische Freiheit + man arbeitet nicht nur am PC.

Der Grund warum ich sowas wie Architektur einem fach wie BWL bevorzuge ist einfach dass Architektur eine gewisse Substanz hat. Ich hab da Pläne, Modelle, am Ende z.B. ein fertiges Haus, wobei ein Wirtschaftler halt oft nur auf dem Papier arbeitet. Wär dann vllt ein Ingenieursberuf auch geeignet?


Effi101
Beigetreten: 20.11.2007

Hey, also ich selber studiere Wirtschaftingenieurwesen - Fachrichtung Elektrotechnik.
Das Studium war in den ersten Semestern erstmal sehr Grundlagenorientiert. Soll heißen Dinge wie Mathematik(Grundstein für quasi alles ),Grundlagen BWL/VWL, Grundlagen Elektrotechnik, Physik etc.
Was die nächsten Semester angeht, werde ich in Richtung Wirtschaft ab dem 4ten Semester meine Vertiefungen selber wählen können, während im technischen Teil zunächst weiter Grundlagenfächer behandelt werden, welche ich dann ggf im Master vertiefen kann.
Zudem habe ich noch Fächer wie Informatik oder Bürgerliches Recht.
Ingesamt Überwiegt der technische Teil im Studium bei mir.

Die Berufsaussichten mit dem Studium sind einfach Klasse, vorallem weil man ein sehr breit gefächertes Wissen vermittelt bekommt und somit später auch ein breites Spektrum an potentiellen Arbeitgebern findet.
Mit dem Abschluss kann man nach dem Studium durchaus eine Karriere im mittleren - höheren Management starten.(Falls man darauf Bock hat)

Soviel dazu...

Was deine Architekturfrage angeht, mein Mitbewohner studiert Architektur und ihm wurde in den ersten Vorlesungen schon gesagt, dass nur etwa jeder zehnte Absolvent einen ordentlichen Job bekommen wird.

So long
MfG Effi


Krach-Bumm-Ente Themenstarter
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006

Danke schonmal für deinen Post.

Also ich hab grade auch in nem Architektur-Forum gelesen und die Aussichten sind wirklich nicht so rosig. Ausserdem wollen die meisten Unis ne Mappe haben, dann ist das sowieso schon mal gestorben

Bin schon die ganze Zeit in Foren etc unterwegs und hab Luft- und Raumfahrt entdeckt. Was mir daran gefällt ist die physikalische und mathematische Komponente, aber auch, dass das ganze nicht nur theoretisch ist. Man kann die Dinge dann auch bauen und letztlich in der Hand halten. Besonders interessieren würde mich der Raumfahrtbereich. Jobaussichten sollen auch nicht übel sein.


WonderBra
Beigetreten: 15.10.2006

Original von Krach-Bumm-Ente
Danke schonmal für deinen Post.

Also ich hab grade auch in nem Architektur-Forum gelesen und die Aussichten sind wirklich nicht so rosig. Ausserdem wollen die meisten Unis ne Mappe haben, dann ist das sowieso schon mal gestorben

Bin schon die ganze Zeit in Foren etc unterwegs und hab Luft- und Raumfahrt entdeckt. Was mir daran gefällt ist die physikalische und mathematische Komponente, aber auch, dass das ganze nicht nur theoretisch ist. Man kann die Dinge dann auch bauen und letztlich in der Hand halten. Besonders interessieren würde mich der Raumfahrtbereich. Jobaussichten sollen auch nicht übel sein.

Studiere auch Wing für Maschinenbau an der RWTH. Die Vertiefungsrichtung (Luft/Raumfahrt, Automobilbau, Produktion, Konstruktion) brauchst du da aber eh erst nach dem Grundstudium wählen, es reicht also erstmal sich generell für den Studiengang zu entscheiden dann gibt es da 100te Möglichkeiten sich zu informieren welche Richtung man jetzt am Ende selber gehen möchte. Mathematik und Physik findest du da auf jeden Fall in jeder Fachrichtung mehr als genug.
Persönlich, wenn dir Mathe und Physik wirklich so liegt, würde ich dir zum reinen MaschBau raten, den BWL-Teil hat man sich selber ganz schnell angeeignet bzw. gibt es da sogar Aufbaustudiengänge, mit denen man nach dem Dipl. Ing mit einem Jahr BWL den Betriebswirt Dipl. noch so hinterher geworfen bekommt. (Wie das mit Master genau ist weiß ich nicht, sollte aber rauszubekommen sein)
Achtung natürlich noch mit der Uni-Wahl, gibt da einige gute für Wirt-Ing. RWTH ist laut Wirtschaftswoche atm die Beste, Darmstadt Karlsruhe etc sind aber auch Top. Was reinen MaschBau angeht ist die RWTH wohl auch nicht zu schlagen. Auf jeden Fall vorher informieren. Und auch Achtung wegen dem NC, in Aachen liegt der derzeit bei den Wings afaik bei etwa 1,4.


Hallo Krach-Bumm-Ente,

evtl. solltest Du wirklich mal mit Leuten sprechen, die mehr Berufserfahrung haben als der Durchschnitts PS.de User.

Nur um mal zusammenzufassen. Du suchst:
einen interessanten und abwechslungsreichen Beruf;
keinen 9 bis 17 Job;
aber auch nicht mehr als 50 Stunden;
und Schichtdienst moeglichst auch nicht;
aber ausgezeichnete Bezahlung;
und gute Berufseinstiegschancen;
dann soll Dir das Studim natuerlich Spass machen und Dich fordern.

Wenn Du die Studienrichtung und den Beruf gefunden hast, der Dir das bietet, sag mir bitte Bescheid.

Also ganz ehrlich. Du musst etwas machen, was DIR Spass macht, etwas was DU wirklich willst. Frag nicht die Leute in Foren, was Sie glauben, was gut fuer Dich ist. Wenn Du eine andere Meinung haben willst Frag Leute die Dich kennen, Freunde, Lehrer und ja auch deine Eltern.
Wenn Du nur an finanzielle Aspekte und Berufschancen denkst, wirst Du meistens nie so erfolgreich sein, wie Leute, die wirklich Herzblut in ihr Studium und ihren Beruf stecken. Dass Du ein gutes Abi hast, mag Dir die Wahl des Studienganges einfacher machen, weil Du einfacher reinkommst, aber bedenke, dass all die anderen Leute, die mit Dir studieren und spaeter um Jobs konkurrieren, auch all diese Vorraussetzungen erfuellen. Und da kommt es dann wirklich drauf an, ob man selbst von dem ueberzeugt ist was man macht.

Ich lese aus deinen Posts, dass Dich Architektur zu interessieren scheint. Evtl. gibt es in deinem Umfeld einen Architekten, sprich mit ihm. Nimm Dir einen Tag vom Zivi frei und begleite den Architekten in seinem Buero. Ich kenne es von meiner Uni, dass die Doktoranden sich manchmal mit interessierten Abiturienten treffen und ueber das Studium und die Jobs sprechen. (Meine Erfahrung ist, dass Doktoranden meist noch naeher an der wirtschaftlichen dran sind und nicht nur Wissenschaft im Kopf haben, wie Professoren. Ausserdem bekommt man einfacher einen Termin.)

Dich im Internet zu informieren ist sicherlich gut, aber die Leute wirklich zu treffen und zu sehen, was das fuer Typen sind (mit denen Du dann auch viel in der Zukunft zu tun haben wirst) ist meiner Meinung nach viel wichtiger. Ein Freund von mir hat BWL studiert. Und wie viele andere BWLer wollte er spaeter als Consultant das grosse Geld verdienen. Ein Praktikum spaeter, haben ihn die Leute so angekotzt, dass er jetzt als Beifach Germanistik macht.

Die Entscheidung, die Du jetzt triffst, wird Dein Leben in den naechsten Jahren massgeblich bestimmen. Deshalb solltest DU diese Entscheidung treffen.

Gruss
GT


Du solltest dich zudem nicht so sehr auf deine Schulnoten versteifen, denn Schulstoff ist mit Unistoff nicht vergleichbar. Geh am besten mal zu ner Uni in deiner Nähe und guck dir einfach ein paar Vorlesungen an. Ausserdem kannst du dann noch zur Studienberatung gehen.


Original von fredox

Nur um mal zusammenzufassen. Du suchst:
einen interessanten und abwechslungsreichen Beruf;
keinen 9 bis 17 Job;
aber auch nicht mehr als 50 Stunden;
und Schichtdienst moeglichst auch nicht;
aber ausgezeichnete Bezahlung;
und gute Berufseinstiegschancen;
dann soll Dir das Studim natuerlich Spass machen und Dich fordern.

Würde ganz klar zum Pokerpro tendieren. Denn i-wie schließt es sich doch aus, dass man weder Schicht, noch jeden Tag gleichlang, noch zu lang arbeiten mlchte. Dazu sind Jobs wo man nur 20h/woche arbeitet sicher nicht die bestbezahltesten und die fordernsten.

Also Pokerpro oder studier ne Geisteswissenschaft, schönes Studium und danach kannste auch im Jogginganzug Taxifahren, wenn dich denn jemand einstellt für 2h/tag die variieren.


kallvestor
Beigetreten: 25.06.2005

Original von Krach-Bumm-Ente

Original von nikorw
Mach doch einen Bachelor in einem interdisziplinären Studiengang (Wirtschaftsingenieur, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsrecht, Wirtschaftspsycholgie,...) und entscheide dann beim Master, in welche Richtung du dich vertiefen willst.

Sowas denk ich macht am meisten Sinn.

Ich denk meine romantische "ich will was gutes tun"-Einstellung wird mit der Zeit wohl auch irgendwann verfliegen. Und dann steh ich wenns dumm läuft in nem Job wo ich zwar anderen gutes tu, mir selbst aber kaum etwas.

Ich les gerade "treat your poker like a business", und hab gemerkt, dass ich gerne den Wettbewerb mit anderen suche und gern an meinem eigenen Können arbeite. Perfekt wär also irgendeine Sportart professionell zu betreiben, allerdings ist der Zug abgefahren. Was ich wirklich schlimm fände wär also ein Beruf wo ich kaum "besser" werden kann und mich nicht weiterbilden kann um bessere Resultate zu erzielen, wie z.B. Lehrer (klar, es gibt gute und schlechte Lehrer, ich mein damit aber, dass der Stoff einfach immer der selbe ist und ich nicht irgendwann so gut bin, dass ich Quantenphysik in der 7. Klasse einführen kann ).

i

dann werd doch hochschullehrer... ;)

ansonsten verweise ich auf den fredox psot, der scheint mir ganz reell.

GELD an sich ist sekundär, mach was, was dich interessiert und dir spaß macht, dann ist es auch (fast) egal, ob später 40 h oder mehr.


Krach-Bumm-Ente Themenstarter
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006

ok also luft- und raumfahrt hats mir angetan!
jetzt steht da auf der homepage der uni stuttgart, dass man da ein vorpraktikum von 8 wochen braucht. muss ich mit dem praktikum fertig sein wenn ich mich bewerbe oder reicht das, wenn ich damit bis studienbeginn fertig bin?


Original von Krach-Bumm-Ente
ok also luft- und raumfahrt hats mir angetan!
jetzt steht da auf der homepage der uni stuttgart, dass man da ein vorpraktikum von 8 wochen braucht. muss ich mit dem praktikum fertig sein wenn ich mich bewerbe oder reicht das, wenn ich damit bis studienbeginn fertig bin?

also eigentl studienbeginn ;)


Original von Krach-Bumm-Ente
nicht schonwieder einer der fragt, was er studieren soll :rolleyes:

Habe mein Abi mit 1.4 gemacht und muss bald Zivi machen. Danach will ich studieren, hab aber keine ahnung was. Meine Noten sind in vielen Bereichen gut, so hab ich in Deutsch, Kunst, Mathe, Physik, Astro, Englisch und Wirtschaft 12 Punkte oder mehr. Mich interessieren auch die ganzen Bereiche gewissermaßen. In Kunst fand ich die Architektur-Einheit sehr interessant, in Deutsch Kafka und in Physik die Quantenphysik. Es gibt aber auch in jedem Fach Themen die ich ätzend finde.
Also hab ich gedacht irgendwas interdisziplinäres wäre vllt. eine ganz gute Lösung. Wirklich was gefunden hab ich bisher aber nicht.
Was ich mir schon überlegt hatte:

Architektur - sehr schlechte Zukunftsaussichten, interessant ist der Job nur wenn man große, künstlerische Projekte betreuen darf - dazu braucht man einen Namen. Als no-name macht man langweilige Büroeinrichtungen usw.

Lehramt - Ich kann sehr gut erklären und hab auch genr Kontakt mit Kindern und Jugendlichen. Allerdings sind 50-60h Wochen abschreckend, ich hatte selbst Lehrer die psychisch krank wurden und am burn-out-Syndrom litten. Mein Wirtschaftslehrer hat betrunken beim Kursfest auch so einiges ausgeplaudert. Zudem relativ wenig Geld, schlechte Aufstiegschancen.

Fluglotse - ist kein Studiengang, aber sicherlich auch ne Herausforderung. Allerdings hoher Stressfaktor, monotone Arbeit (?) - man hat zwar immer neue Situationen, die Rahmenbedingungen sind aber immer die selben.

Jura - sehr schwierig, ein Kumpel ist vor seinem 2. Staatsexamen und muss richtig hart dafür arbeiten. Macht gerade ein Praktikum mit 12-14h Arbeitszeit pro Tag. Einstiegsgehalt in der Kanzlei - 80k, wenn man aber keine Zeit hat es auszugeben?

Pilot - harte Ausbildung (speziell Theorie), man ist nie wirklich zu Hause.

Ich will nicht mal irgendwie als Beamter am Schreibtisch enden wo man 40 Jahre lang immer das selbe macht. Ich suche etwas was mich herausfordert, wo ich auch wirklich Leistung bringen muss - dennoch aber auch ein Leben ausserhalb der Arbeit haben kann. Die Pilotenausbildung oder ein Jurastudium sind eine Herausforderung, fressen allerdings so viel Zeit, das kaum mehr Freizeit bleibt. Kann man nicht alles auf einmal haben?
Wichtig wäre mir Abwechslung zu haben - ein 9-to-5 Bürojob wäre das Grauen für mich. Den PC komplett verbannen will ich aber nicht. Kontakt mit Menschen, sehr gern auch mit Jugendlichen wär mir wichtig.

Habt ihr eine Idee?

Lehrer verdienen nicht gut?
Ich studiere Wirtschaftspdädagogik und steig wohl mit ca 2,5k netto ein.
Das ist ein durchaus anständiges Gehalt und ziemlich sicher überdurchschnittliches Einstiegsgehalt im Vergleich mit allen anderen universitären Studiengängen.
Das eigentlich Tolle an dem Studiengang ist aber die Flexibilität. Machste noch bißchen extra BWL dazu (1-2 Semester mehr) und du bist vollwertiger BWLer und Handelslehrer mit nem Wahlfach was dich interessiert. Und nicht alle Wirtschaftswisschenschaften sind parasitär. Das ist in großem Maße nur ein Teil der BWL. VWL ist super spannend und Sozialwissenschaft, die das Verhalten von Menschen in einer Wirtschaft beschreibt.

Vlt. noch eine Frage, die mir grad einfällt und deren korrekte Beantwortung eine der ganz wichtigen Entscheidungen im Leben darstellt:

"welche berufliche Tätigkeit versuche ich mit einem Studium zu erreichen?"
Angesichts von nur 5 Jahren Studium im Vergleich zu 40 Jahren Arbeit wird schnell klar, dass Interesse im Studium nicht so wichtig ist wie in den beruflichen Tätigkeiten.
In der Regel macht es Sinn ein Studium durchzuziehen, dass einem vlt. gar nicht mal so viel Spaß macht, aber einem danach den Traumjob beschert.
just my 2 cents


Original von kahrtoffel

Original von Krach-Bumm-Ente
ok also luft- und raumfahrt hats mir angetan!
jetzt steht da auf der homepage der uni stuttgart, dass man da ein vorpraktikum von 8 wochen braucht. muss ich mit dem praktikum fertig sein wenn ich mich bewerbe oder reicht das, wenn ich damit bis studienbeginn fertig bin?

also eigentl studienbeginn ;)

am Immatrikulationstag gibt man die Praktikumssachen ab, im Notfall kann mandas Praktikum auch auf die Zeit zwischen 1ten und 2ten Semerster verschieben.

aja würd mir da aber auch nicht zuviele Illusionen machen über die spätere Arbeit. In der Luftfahrt kannst du genauso den ganzen Tag am Rechner hängen und CDF Simulationen über Strömungsverhalten, Anstellwinkel etc.. bla machen... das ist da schon alles sehr spezialisiert .

Ansonsten willkommen im Maschinenbau und sich nichts zuviel auf die Abinoten einbilden, kenn auch nen 1,5er Kerl der voll begeistert von MW war und 3mal durch Mechanik geflogen ist


Original von Krach-Bumm-Ente
ok also luft- und raumfahrt hats mir angetan!
jetzt steht da auf der homepage der uni stuttgart, dass man da ein vorpraktikum von 8 wochen braucht. muss ich mit dem praktikum fertig sein wenn ich mich bewerbe oder reicht das, wenn ich damit bis studienbeginn fertig bin?

Kann dir auf deine Frage zwar keine Antwort geben, aber wenn du schon in BW studierst, dann kann ich dir nur diese Berufsakademie (BA) empfehlen.
Hast du 50% Betrieb, 50% Studium und verdienst halt relativ gut für ne Ausbildung (800€ im ersten Jahr). Außerdem bekommst sofort nen Einblick in die Praxis + fast sichere Übernahme, da die ja Kohle in dich investieren.
Wurde zudem alles reformiert, sodass die Credit-Points (hab kein Bachelor, also sorry falls ich mich mit den Namen irre) mehr zählen, als die der normalen Uni, da der BA Studiengang als Intensivstudiengang zählt.

Noch was:
Kumpel von mir ist Tutor für Maschinenbau in Stuttgart und hat ziemlich viel Kontakt zu den Profs da...
So ziemlich alle verteufeln das Bachelor/Master System und viele vertreten die Ansicht, dass sich das Universtitätsstudium in den techn. Bereichen kaum mehr lohnen wird, wenn man auch auf die BA gehen kann, da der Bachelor eben viel weniger Wert ist als das alte Diplom und du den Bachelor auf der BA eben auch bekommst.

Würde also auf jedenfall versuchen so ne BA Stelle zu bekommen..
Ich bereue übrigens das damals nicht gemacht zu haben :)


Original von ribbar

Original von Krach-Bumm-Ente
ok also luft- und raumfahrt hats mir angetan!
jetzt steht da auf der homepage der uni stuttgart, dass man da ein vorpraktikum von 8 wochen braucht. muss ich mit dem praktikum fertig sein wenn ich mich bewerbe oder reicht das, wenn ich damit bis studienbeginn fertig bin?

Kann dir auf deine Frage zwar keine Antwort geben, aber wenn du schon in BW studierst, dann kann ich dir nur diese Berufsakademie (BA) empfehlen.
Hast du 50% Betrieb, 50% Studium und verdienst halt relativ gut für ne Ausbildung (800€ im ersten Jahr). Außerdem bekommst sofort nen Einblick in die Praxis + fast sichere Übernahme, da die ja Kohle in dich investieren.
Wurde zudem alles reformiert, sodass die Credit-Points (hab kein Bachelor, also sorry falls ich mich mit den Namen irre) mehr zählen, als die der normalen Uni, da der BA Studiengang als Intensivstudiengang zählt.

Noch was:
Kumpel von mir ist Tutor für Maschinenbau in Stuttgart und hat ziemlich viel Kontakt zu den Profs da...
So ziemlich alle verteufeln das Bachelor/Master System und viele vertreten die Ansicht, dass sich das Universtitätsstudium in den techn. Bereichen kaum mehr lohnen wird, wenn man auch auf die BA gehen kann, da der Bachelor eben viel weniger Wert ist als das alte Diplom und du den Bachelor auf der BA eben auch bekommst.

Würde also auf jedenfall versuchen so ne BA Stelle zu bekommen..
Ich bereue übrigens das damals nicht gemacht zu haben :)

Also BA-Studium ist halt kein "richtiges" Hochschulstudium. Was da an Stofftiefe im Vergleich zu nem Unistudium behandelt wird ist ein Witz. Und durch die Breite des Stoffes und die viele Arbeit hast du nicht mal nen chilliges Studium.
Also wer ne bessere Ausbildung will, soll zur BA gehen.
Wer studieren will hat da nichts verloren.
Ein Bachelordegree ist übrigens auch nicht genauso viel wert wie ein anderer.
Es wird wohl kaum noch lange dauern und man kann sich die sogar beim LIDL um die Ecke kaufen.


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