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[Geschlossen] Was studieren?

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mcmoe
Beigetreten: 11.04.2006

sag mal, liebster krach-bumm-ente, warum gehst du nicht mal zu einer studienberatung an einer hochschule? die können dir nicht nur bei der studienwahl helfen, sondern stellen auch kontakte zu firmen mit praktikumsplätzen her.

übrigens: einen verantwortungsvollen 70-80-stunden-job, schaffen die wenigsten leute, ohne davon irgendwelche schäden zu nehmen. kannst dich ja mal im krankenhaus bei den ganzen ärzten umgucken und wirst schnell feststellen, dass sich darunter viele alkis oder unglückliche menschen mit kaputten beziehungen finden lassen.

es muss ja kein 9-to-5-job sein, aber langfristig wirst du nicht mehr als 60 stunden pro woche packen, ohne irgendwie krank zu werden. (dinge wie fehlendes sozialleben lass ich mal draußen …)


Original von Atomfred

Original von ribbar

Original von Krach-Bumm-Ente
ok also luft- und raumfahrt hats mir angetan!
jetzt steht da auf der homepage der uni stuttgart, dass man da ein vorpraktikum von 8 wochen braucht. muss ich mit dem praktikum fertig sein wenn ich mich bewerbe oder reicht das, wenn ich damit bis studienbeginn fertig bin?

Kann dir auf deine Frage zwar keine Antwort geben, aber wenn du schon in BW studierst, dann kann ich dir nur diese Berufsakademie (BA) empfehlen.
Hast du 50% Betrieb, 50% Studium und verdienst halt relativ gut für ne Ausbildung (800€ im ersten Jahr). Außerdem bekommst sofort nen Einblick in die Praxis + fast sichere Übernahme, da die ja Kohle in dich investieren.
Wurde zudem alles reformiert, sodass die Credit-Points (hab kein Bachelor, also sorry falls ich mich mit den Namen irre) mehr zählen, als die der normalen Uni, da der BA Studiengang als Intensivstudiengang zählt.

Noch was:
Kumpel von mir ist Tutor für Maschinenbau in Stuttgart und hat ziemlich viel Kontakt zu den Profs da...
So ziemlich alle verteufeln das Bachelor/Master System und viele vertreten die Ansicht, dass sich das Universtitätsstudium in den techn. Bereichen kaum mehr lohnen wird, wenn man auch auf die BA gehen kann, da der Bachelor eben viel weniger Wert ist als das alte Diplom und du den Bachelor auf der BA eben auch bekommst.

Würde also auf jedenfall versuchen so ne BA Stelle zu bekommen..
Ich bereue übrigens das damals nicht gemacht zu haben :)

Also BA-Studium ist halt kein "richtiges" Hochschulstudium. Was da an Stofftiefe im Vergleich zu nem Unistudium behandelt wird ist ein Witz. Und durch die Breite des Stoffes und die viele Arbeit hast du nicht mal nen chilliges Studium.
Also wer ne bessere Ausbildung will, soll zur BA gehen.
Wer studieren will hat da nichts verloren.
Ein Bachelordegree ist übrigens auch nicht genauso viel wert wie ein anderer.
Es wird wohl kaum noch lange dauern und man kann sich die sogar beim LIDL um die Ecke kaufen.

Ich hab genauso gedacht und geredet, als plötzlich jeder begonnen hat, auf die BA zu gehen, kann dich also verstehen :)
Es kommt aber immer darauf an, aus welcher Intention jemand studiert.
Wenn du ne wissenschaftliche Karriere beginnen willst, oder in die Forschung willst, dann geh auf ne Uni.
Wenn du die Uni als Status-Symbol siehst (man mags kaum glauben, aber das tun viele -> hallo @ BWL, Jura), dann "hat man natürlich an der BA nix verloren"...
Wer aber eh vor hat später in die Wirtschaft/Industrie zu gehen, fährt mit der BA Schiene heutzutage einfach besser.
Da du ja offenbar auch an einer Uni bist, wirst du wohl gemerkt haben, dass du von dem erlernten Stoff sowieso den Großteil NIE MEHR brauchst, da du im Beruf so oder so spezialisiert sein wirst auf ein Gebiet.
Das Argument der Stofftiefe ist also so oder so nicht von Bedeutung.
Einstiegsgehalt ist im Endeffekt eh mehr oder weniger gleich und eine Daimler AG wird sicherlich primär den BA'ler übernehmen, bevor sie den Uni Absolventen nimmt, den man erst noch einlernen muss (ja auch nach nem Studium ist man noch ein kleiner Fisch in der Praxis :P).


Krach-Bumm-Ente Themenstarter
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006

hi mcmoe,

das ist auch ein thema worüber ich mir schon gedanken gemacht hab.

erstmal noch zur studienberatung: irgendwelche fragen wie "rechnest du an der kasse schon mal vorher aus was dein einkauf kostet und liegst du dabei oft richtig?" um rauszufinden ob mir mathe liegt brauch ich nun wirklich nicht. ich hab schon viele solcher test im internet gemacht und die fragen und die antworten sind so offensichtlich. solche sachen kann ich mich auch selbst fragen. ob da eine studienberatung so viel anders ist weiss ich nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass die das rad neu erfinden.

jetzt zum anderen: dieses 9-to-5 widert mich einfach an weil es die selbe prozedur ist, tag für tag, jahr für jahr. man macht seinen job (der den meisten nach ein paar jahren auch nicht mehr so richtig spaß macht), geht nach hause, schaut etwas fern, und am nächsten tag das selbe. trotzdem verdient man "nur" sein "durchschnittsgehalt" und hat nen normalo-job. dass ich unter 8h am tag nicht wegkomm ist mir klar.
bleibt als alternative nur der 60h+/woche job. etwas wofür man lebt, wo man richtig herzblut reinsteckt. ich arbeite ja gerade im krankenhaus und versteh mich mit einem arzt besonders gut. als ich mit ihm mal darüber geredet hab meinte er, dass es wie eine art abhängigkeit ist. er arbeitet teilweise 24h am stück, schläft unter der woche oft in seinem büro und kocht im aufenthaltsraum von uns. dennoch "braucht" er das, weil so weiss er, dass er einen richtig guten job macht. so ein 8h tag wäre für ihn halt nichts halbes und nicht ganzes. er ist ein workaholic und braucht das auch. ich weiss nicht richtig wie ich das in worte fassen soll. ich versteh genau wie er das meint. man hat halt das gefühl, man macht keine richtig gute arbeit, weil man schnell so eine "jetzt ist 16.30, ich geh jetzt" mentalität bekommt. man hat dann nicht das gefühl, richtig gut zu sein.
natürlich darf man nicht unerwähnt lassen, dass er am tag mehrmals raucherpausen macht und dabei halt gleich 2-3 zigaretten hintereinander raucht (in 5min).

was ich später mal haben möchte ist eben dieses gefühl zu haben einer der besten zu sein (natürlich es auch wirklich zu sein, und es nicht nur zu denken). ich glaub nicht, dass ich mit etwas glücklich werde, wo ich halt durchschnitt drin bin. rein vom interesse her beschränk ich mich nicht auf naturwissenschaften oder sprachliches o.ä., mir gehts eher um die art wie die arbeit erledigt wird. bei medizin gefällt mir z.b. nicht, dass man einfach gesagt symptome, die zugehörige diagnose und die behandlung auswendig lernt und das dann einfach immer wieder anwendet. deshalb ist chirurgie auch der einizige bereich, der mir in der medizin zusagen würde. man macht zwar viele routine-op, hat aber auch teilweise sehr schwere und aufwändige operationen, und dann fängts mir an spass zu machen.
dinge zu verstehen, probleme zu lösen, abstrakt und um die ecke denken, dann sind eher sache die mir liegen.
ich weiss nicht genau wie sehr das zu luft- und raumfahrt passt, ich denke aber das triffts schon ganz gut. mir ist auch eine gewisse praxis wichtig. ich denk das hab ich bei l&r auch, oder?
wie siehts mit aufstiegschancen als ingenieur aus? kann mir da nicht so die richtigen karrieren vorstellen, kann mich aber auch täuschen.


eplc
Beigetreten: 23.01.2005

Original von ribbar
Wenn du die Uni als Status-Symbol siehst (man mags kaum glauben, aber das tun viele -> hallo @ BWL, Jura), dann "hat man natürlich an der BA nix verloren"...

_mad:

Dass BA'ler bevorzugt behandelt werden würden, ist doch auch einfach nicht richtig.

@Krach-Bumm-Ente:
"dinge zu verstehen, probleme zu lösen, abstrakt und um die ecke denken, dann sind eher sache die mir liegen."
- Das hat übrigens ne Menge mit Jura zu tun. :)


Hey Krachbummente; auch wenn ich hier viele Vorredner wiederholen werde, aber deine Vorstellungen eines Studiums + spätere Aussichten in Bezug auf Arbeitszeiten und Verdienst sind einfach lächerlich.

Du hast gegen jede Richtung vorurteile:

Architekten sind nicht gefragt.
BWL'er sind geldgeile Säcke die den großen geldgeilen Konzernen ihr leben lang dienen.
Beamtenjobs sind eintönig, langweilig und du hockst nur vorm PC. (es gibt sogar Beamtenjobs in denen du ca 2/3 im Büro hockst und 1/3 unterwegs bist)
Ärzte verdienen zu wenig.
usw usw

Es kommt immer auf dich an und was du aus den dir gegebenen Möglichkeiten machst.

Dein Abi ist ne Witz Wert, ne Kollege steckt in der E-Technik(Uni) mit nem 3er Abi jeden in die Tasche, einfach nur weils ihm liegt und er Motiviert ist.

Auch in der Luft und Raumfahrt ist die Wahrscheinlichkeit hoch später nen 9-17 job zu haben bei dem du im Hemd den ganzen Tag vorm PC hockst und Simulationen von Strömungen, Thermoeffekten etc (ist nicht mein Gebiet) machst. Allgemein kann als Ingenieur dein Job später so aussehen, oder was denkst du was du machst wenn du fertig bist. (siehe Post von Chezzy)

Ich denke Jura ist (wenn du so Intelligent bist wie du sagst) wirklich eine Überlegung wert. Anspruchsvoll, kein 9-17 Job, Geld stimmt, hockst nicht nur vorm PC (hast aber trotzdem viel Schreibkram). Um den Anzug und das Hemd kommst du in gehobenen Positionen aber nie drumherum.

Die Idee mit einem BA Studium ist eigentlich sehr gut, sie sind in der Regel anspruchsvoll und du kannst gelerntes direkt in die Tat umsetzen (kommst nicht als Fachidiot aus der Uni). Außerdem bekommst du Geld. Das war für mich einer der größten Pluspunkte, denn schließlich muss man sein Studium erst mal finanzieren. Jede Richtung die es an einer Uni gibt gibt es auch an einer BA.
Nachteil ist natürlich das dein Arbeitgeber den Studiengang direkt auf seine Bedürfnisse abstimmt und du damit sehr einseitig vertieft wirst.

PS: wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten ;)


also wenn du in der wirtschaft karriere machen willst, würde ich trotzdem uni empfehln, das ist einfach angesehener, wenn man in die ganz hohen etagen will.

ansonsten sind fast alle jobs irgendwann alltäglich, den alltag bekommst du einfach nicht raus.

kann aber deine gedankengäge nachvollziehen und ich kann mir vorstellen, dass es angenehmer ist, in seinem beruf aufzugehen und dort richtig viel zu arbeiten anstatt nur auf den feierabend zu schauen. es muss hat echt etwas sein, worauf du bock hast, sonst fehlt dir die motivation dazu.


nikorw
Beigetreten: 03.08.2006

Original von Viktor07
Ich denke Jura ist (wenn du so Intelligent bist wie du sagst) wirklich eine Überlegung wert. Anspruchsvoll, kein 9-17 Job, Geld stimmt, hockst nicht nur vorm PC (hast aber trotzdem viel Schreibkram). Um den Anzug und das Hemd kommst du in gehobenen Positionen aber nie drumherum.

Jo, is eher ein 9-21 job ;)

Bei jura kommts auch stark drauf an, in welche Richtung man seinen Schwerpunkt legt. Das ändert das Tätigkeitsbild nochmal stark,


Krach-Bumm-Ente Themenstarter
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006

als ich grade bei sonnenschein und blauem himmel auto gefahren bin ist mir was in den sinn gekommen. momentan im düsteren winter kann ich halt nach der arbeit echt nichts besonderes mehr tun ausser pokern und ins training gehen. daher vllt meine "dann arbeite ich halt 12h am tag" einstellung. ich denk wenn das wetter wieder richtig gut wird dann wird das auch anders aussehen. dann werd ich vllt froh sein um 17 uhr aus der firma zu kommen.
wie ihr seht, ich will jeden tag was anderes
das problem an jura ist für mich die gebundenheit an deutschland (wird das mit speziellen fachgebieten, z.b. internationals recht besser?) und dass es eben viel papierkram ist.
was ich mir noch mal genauer anschauen will ist lehramt. war ursprünglich mal mein wunschberuf, hab ich dann aber abgeschrieben gehabt weil ich das gefühl hatte (und hab), dass ich da doch immer den selben stoff mach, jahr für jahr, und mich nicht wirklich weiter fortbilde. wie siehts bei lehrern mit aufstiegschancen aus? wieviel verdient man so als normaler lehrer bzw dann als schulleiter etc.
gibts andere wege die man als lehrer einschlagen kann? hab mal irgendwo hier im forum gelesen, dass man mit wirtschaftspädagogik erstmal lehrer machen kann und wenn man keine lust mehr hat in die freie wirtschaft gehen kann.
als fächer würden mir spontan mathe, physik und englisch zusagen.


Suevia
Beigetreten: 13.05.2009

Also ich würde mir an deiner Stelle wirklich mal überlegen, eine professionelle Studienberatung zu machen, und damit meine ich keine im Internet die ne halbe Stunde dauert.

Nimms mir nicht übel, aber deine Vorstellungen über bestimmte Berufe sind schon ziemlich naiv. (s. Medizin)
Mit Jura kannst du übrigens auch zur EU nach Brüssel o.ä. Jobs im Ausland sind auf jeden Fall vorhanden.

Und wie kommst du jetzt ausgerechnet auf Lehrer, wenn du einen 9 to 5 Job bisher kategorisch ausgeschlossen hast und man als Arzt schon zuwenig Geld verdient? Zumal du als Lehrer jetzt nicht grade besondere Karrierechancen hast.
Das Gehalt eines Lehrers findest du übrigens über Besoldungstabellen von Beamten (oder so ähnlich, kenne den genauen Begriff nicht).

Ich denke du musst dringend ein bisschen Struktur in deine Gedanken bringen und dir klar werden, was du wirklich willst und dich ein bisschen eingehender über die verschiedenen Studiengänge/Berufe informieren.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und Glück bei der Studienwahl!


Krach-Bumm-Ente Themenstarter
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006

wo bekomm ich denn so eine professionelle studienberatung? taugt die beim biz was?
ich weiss nicht ob die vorstellung von medizin so naiv ist, ich bin selbst in nem krankenhaus momentan und arbeite eng mit den ärzten zusammen. ich bin nicht dabei wenn sie was für die forschung tun, bei normalen patienten ist es aber meistens routine, sie spritzen den patienten, werten die bilder aus die ich gemacht hab und schreiben die ergebnisse in den befund. vllt ist das ausserhalb der radiologie auch anders. am ehesten würde für mich nach nem medizin studium sowieso etwas chirurgisches in frage kommen.

mit 9-to-5 jobs meine ich jobs mit festen zeiten wo man um 17 uhr den bleistift fallen lässt. bei lehrern ist das nicht so. man kann sich seine arbeitszeit flexibel einteilen, dass find ich ist ein sehr großer vorteil. dass ein arzt zu wenig verdient hab ich nirgendwo behauptet, vllt solltest du mal genau lesen was ich schreibe. im verhältnis für das, was ein arzt leistet, verdient er zu wenig. ich hab in einem post mal ausdrücklich gesagt, dass mir auch weniger geld reichen würde, wenn die arbeitszeit angemessen ist. dieses verhältnis stimmt mMn bei ärzten einfach nicht. ob das bei lehrern so ist sei mal dahingestellt.
das lehrergehalt hab ich schon mal nachgeschaut, sind netto als berufsanfänger so 2200€. wie schon in meinem vorherigen post stört mich halt auch das von dir angesprochene fehlen von karrierechancen.

ja ich hab kaum struktur in meinen gedanken, sieht man auch daran, dass ich jeden tag was anderes toll finde.
aber ich hab jetzt schon mal ein paar studiengänge die in frage kommen würden:
medizin, physik, lehramt (mathe+physik), luft- und raumfahrt, jura...?


GermanEagle89
Beigetreten: 15.12.2007

Hehe Ente, kann gut mit dir mitfühlen.
Mir gefällt acuh jeden Tag was anderes gut, und ich hab auch keinen Plan, auf was es mal hinauslaufen wird. Will auch was mit guten Karrierechancen und nen halbwegs anspruchsvolles Studium. Zur Zeit interessiert mich Wirtschaftsmathe am meisten, hatte aber auch schon überlegt Medizin zu studieren, aber der Gesamtaufwand und was man danach leisten muss, ist einfach nichts für mich.

Am Ende werden wir aber alle schon was finden, was einem gefällt denke ich. Nur endlich mal ne entscheidung treffen wäre schon schön^^


Kurz was zur Physik:

Wenn du einigermaßen begabt bist ist das Studium zieeemlich einfach. Gibt einfach zuviele die es unbegabt studieren, die heben den Schnitt. Spaß macht es auch, Jobaussichten allgemein sind ganz gut, was du über die Forschung sagst stimmt aber. Da kommst du ohne gute Leistungen und ein extremes Engagement nicht rein, aber die Frage ist natürlich auch: Muss man in die Forschung, wenn man Physik studiert?

Bei weiteren Fragen dazu gerne Skype, müsstest mich noch drin haben


Suevia
Beigetreten: 13.05.2009

Ich kenne mich was Studienberatungen betrifft, nicht besonders aus, weil ich selber nie eine gemacht habe. Ein Kumpel von mir hat mal so ein Wochenend-Seminar gemacht, was ihm wohl sehr weitergeholfen hat.

Bzgl. Medizin meinte ich, dass du es dir ein bisschen zu einfach vorstellst von wegen Symptome auswendig lernen, Diagnose stellen etc.
Das mag zwar bei einigen Patienten zutreffen, aber meistens ist es dann doch sehr viel komplizierter, natürlich abhängig vom Fachgebiet.
Wenn du sagst, "dinge zu verstehen, probleme zu lösen, abstrakt und um die ecke denken" sind Sachen die dir Spaß machen, dann ist Chirurgie zum Beispiel nicht grade das Fach, auf das diese Beschreibung zutrifft :).

Ich (persönlich) finde Radiologie jetzt nicht so gut geeignet um einen wirklichen Eindruck von Medizin zu bekommen, da grade in diesem Fach natürlich eine enorme Routine herrscht und du sehr wenig wirklichen Patientenkontakt hast. Schau doch mal, ob du mal in eine OP mitdarfst oder mal einen Tag in der Inneren mitlaufen kannst.

Gruß


humpf
Beigetreten: 29.07.2006

Eine Sache möchte ich jetz mal aufklären:

Du hast in jedem Fach die "Chance" mehr als 9-5 zu arbeiten und du hast in jedem Fach die Chance ausgesprochen gut zu werden.

Ich verstehe dein Problem mit Standard-Job, immer das gleiche etc. einfach nicht.

Punkt a: Niemand wird dich zwingen wenig zu arbeiten. Im Gegenteil: In vielen Berufen sucht man händeringend Leute die mit viel Engagement bei der Sache sind und solange arbeiten wie nötig. Wie stellst du dir das vor, das der Chef reinkommt und sagt: " Nicht soviel arbeiten heute"??

Punkt b: Es gibt in jedem Fach extrem gute Spezialisten, die hochkomplexe Sachen machen. Wirklich überall gibt es Progressionen von
einfach -> mittelschwer -> profi
z.B. Rechtanwalt mit 100€ Nachbarschaftsstreit als Standardfall -> Staatsanwalt oder Richter -> Anwalt bei multinationalen Prozessen in denen Sony Microsoft für 250mil verklagt und der Hauptstandort jeweils in Japan und Amerika ist und bei dem 7000 Dokumente für die Klärung des Sachverhaltes gesichtet werden müssen

technischer Experte im Callcenter ("Starten sie den Computer neu, dass dürfte helfen") -> Softwareentwickler -> Lead Programmer bei der implementierung des neuen Bucket Sort von Google mit einem Team von 150 Leuten und 30mil teuren Servern in 18 Ländern der Erde

Architekt für simple Wohnhäuser -> komplexe Grossaufgaben wie Bürokomplexe oder Krankenhäuser -> Architekt des neuen Olympiastadions das unter extremen Zeitvorgaben und mit Beachtung der sozialen Umstände gebaut werden muss

Ich verstehe nicht wie man davon ausgehen kann das es mit irgendeinem Studienabschluss Grenzen im eigenen Wachstum geben kann. Die einzige Ausnahme ist wahrscheinlich Lehramt oder eine schlechte Wahl des ersten Arbeitgeber/Aufgabenfeld (z.B. als Topjurist bei der Verwaltung der Bundeswehr anzuheuern ist einfach karrierebremsend)


philwen
Beigetreten: 13.05.2007

hast du schonmal an informatik gedacht?

als ich meinen zivi gemacht hab war ich mir auch sehr unsicher was ich machen will. anfänglich wollte ich MaschBau studieren, dann mal Physik, Mathe, WIng...

Es ging zwar alles in die selbe richtung (ganz eidneutig technisch-naturwissenschaftlich betont...), aber als ich mti mehreren leuten geredet hab (war unter anderem auch auf einem informationstag einer TU) hab ich eigentlich erst gemerkt wie unterschiedlich später das berufsleben ausschauen wird.

als Maschbauer ist man halt doch eher an eine größere Firma gebunden - genauso wie Luft und Raumfahrttechnik oder Physik(wobei man da noch gut in die Forschung gehen kann), was mir dann an sich nicht sooooo sehr gefallen hat.

auf informatik bin ich dann nur durch zufall gekommen als ich auf dem info tag war und ne pause zwischen zwei veranstaltungen die ich sehen wollte war. hab mich dann in die informatik-info verandtaltung gesetzt und war sehr positiv überrascht.

vorallem die möglichkeiten nach und während dem studium waren dann das ausschlag gebende kriterium. du kannst ohne viel aufwand auswanderen oder mal eben 1-2 semester in den usa studieren. außerdem ist dein späteres berufsumfeld halt vollkommen offen: du kannst bei ner großen firma arbeiten, kannst als entwickler arbeiten oder dir eine stelle suchen wo du eher kundenkontakt hast. andererseits kannst du auch einfach deine eigene firma gründen und dir deine arbeitszeiten selbst bestimmen wenn du eine gute idee hast... die möglichkeiten sind einfahc unendlich und es gibt in meinen augen kein anderes fach das so vielseitig ist.

ich persöhnlich hab genau 1 jahr mal in der 10. klasse programmiert, bin zwar ansonsten recht technikaffin aber des wars auch schon. bin jetzt im 1. semester an der TU münchen und total begeistert...

falls du noch fragen dazu hast , meld dich einfach =)...

btw: hab meinen zivi auch in einem krankenhaus gemacht. in der herzchirugie - als ich da mal mitbekommen hab wie da die arbeit ist , hats mich spontan auch sehr gereizt, aber habs dann doch verworfen (arbeitsumstände sind dann halt doch teilweise sehr schlecht , und du wirst noch jahre nach dem studium wie der letzte depp behandelt...)

ich würde mir außerdem wegen der sache mit dem auswendig lernen keinen kopf machen - das ist reine übungssache. nach 1-2 semestern bist du da drinn und fühlst dich auch keines wegs überfordert...


Hi Leute,

vorweg sry @KBEnte wenn ich so in die Diskussion reinplatz :)

____________

@philwen:
Werden irgendwelche Voraussetzungen verlangt bezüglich Informatikkentnisse, Programmiersprachen etc. ?
Wie ausführlich wird einem dann das beigebracht? In welchem Semester?
Wie viel % nimmt Programmieren ungefähr im Studium ein?

Was denkst du über interdisziplinäre Studiumsgänge wie WiInfo, MedienInf etc.?
Sollte man lieber zuerst primär Informatik studieren und sich dann erst spezialisieren?

Wie hoch liegt ungefähr der nc in der TU muc?
wie is die uni in muc so? unpersönlich? viele informatiker?

Hast du skype oder icq? Wär echt cool wenn du mich adden könntest: NovaNutzzz

_________

Also, ich muss mich in den nächsten 2-3 monaten auch entscheiden welches Studium ich beginnen möchte.

Ich kann dir, ente, nur raten, was ich auch schon von vielen Leute gesagt bekommen hab: Studier das, was dich wirklich interessiert!

Vielleicht helfen dir die beiden websites:

studienwahl.de

unischnuppern.de

Grüße Nova


mcmoe
Beigetreten: 11.04.2006

hi krach-bumm-ente,

zum thema BIZ: meine erfahrungen damit sind ziemlich schlecht und ich habe da auch eher den eindruck, dass diese einrichtung für kandidaten gedacht ist, die herausfinden möchten, ob sie tierpfleger oder stuckateur lernen sollen. nichts gegen diese berufe, aber das sind eben keine studiengänge.

ich würde an deiner stelle die studienberatung einer hochschule aufsuchen. diese wird (afaik) immer kostenlos angeboten und wird von fachleuten betreut. natürlich kann es auch hier und da ein paar pfeifen bei den beratern geben, aber im durchschnitt wird man sehr guten input bekommen. allerdings bezieht sich diese studienberatung immer nur auf die von der hochschule angebotenen studiengänge.

ein anderer punkt: deine bedenken hinsichtlich des 9-to-5-jobs wurden ja schon von einigen postern triftig auseinandergenommen. letztendlich bist du immer derjenige, der entscheidet, wieviel energie du in deinen job steckst. wenn du ein im job furchtbar energiegeladener mensch bist und notorisch überstunden schiebst, wirst du ohnehin nie in einer position landen, bei der du um 16:30 uhr den bleistift fallen lässt und dir ne kanne hansa aufmachst.
andererseits wirst du auch niemals in einem sehr verantwortungsvollen und fordernden posten landen, sofern du vorher nicht lange darauf hinarbeitest.
wenn du heutzutage mit 25 von der uni kommst und null erfahrung hast, wird man dir zwar ne schicke visitenkarte geben ("junior irgendwas manager" usw.), aber letztendlich wird dein job sehr unkritisch und ersetzbar sein.

worauf ich eigentlich hinauswill: karrieren sind nicht planbar und nur noch sekundär von deiner studienrichtung abhängig. natürlich wird man viel know-how aus dem studium direkt im beruf einsetzen können, aber ausschlaggebend wird das wissen sein, das du dir mit deinen laufenden aufgaben aneignen wirst und einsetzen kannst. dieses dynamische fortbilden und lernen ist auch dafür verantwortlich, dass man selbst in branchen mit "schlechten jobaussichten" schnell gutbezahlte stellen finden kann. (meinst du für chip-fabriken in korea, oder für chinesische müllverbrennungsanlagen braucht man keine architekten?)

amen und viele grüße :)


philwen
Beigetreten: 13.05.2007

Original von NovaNutzZz
Werden irgendwelche Voraussetzungen verlangt bezüglich Informatikkentnisse, Programmiersprachen etc. ?

nein, absolut nichts. es gibt mathe und informatik vorkurse , wobei der informatik vorkurs etwa den ersten 2-3 wochen entspricht und mathe etwa der bayrischen kollegstufe (LK)

Original von NovaNutzZz
Wie ausführlich wird einem dann das beigebracht? In welchem Semester?

erstes semster wird einem java beigebracht - und so dass es jeder versteht der am ball bleibt. in den weiteren semstern lernt man immer mehr programmier sprachen kennen.
jedoch steht nicht eigentlich die programmiersprache im vordergrund sund eher die funktionalität und der aufbau - d.h. du lernst praktisch die fähigkeit dich schnell in eine neue einzuarbeiten

Original von NovaNutzZz
Wie viel % nimmt Programmieren ungefähr im Studium ein?

schwer zu sagen. ich würd mal grob 30% sagen.
das eigentliche programmieren steht nicht wirklich im vordergrund - das macht man eher automatisch nebenbei. 30% dürften nochmal mathe sein und der rest sowas wie betriebssysteme,datenbanken,technische informatik,rechnernetze usw.

Original von NovaNutzZz
Was denkst du über interdisziplinäre Studiumsgänge wie WiInfo, MedienInf etc.?
Sollte man lieber zuerst primär Informatik studieren und sich dann erst spezialisieren?

kp - ich kenn nur 2 die WiInfo studieren und es inzwischen bereuen nicht reine info zu studieren. hängt aber glaub ich stark von der person an sich ab...
ich kann mir zB nicht vorstellen sowas wie WiInfo zu studieren. der bwl teil der größtenteils auswendiglernen ist reizt mich einfach gar nicht. wenn man es begriffen hat is info an sich eigentlich recht easy going...

Original von NovaNutzZz
Wie hoch liegt ungefähr der nc in der TU muc?
wie is die uni in muc so? unpersönlich? viele informatiker?

also nc gibts an sich nicht. man muss eine gewisse punktegrenze erreichen die sich aus abischnitt+mathenote+technik note (physik, inforamtik)+deutsch und bewerbungsgespräch zusammensetzt. ich persöhnlich habs mit 3,0 noch geschafft...

also ich bin mit der uni total zufrieden - die betreuungssituation ist genial (in den übungsstunden kommen auf 1 tutor max 10 leute) , die gebäude sind neu, man hat immer ansprechpartner für jedes problem etc.
wir sind jetzt im ersten semester ca. 250 reine inforamtiker. dazu kommen noch 100 WiInfo, die natürlich auch einen teil unserer vorlesungen besuchen...


WonderBra
Beigetreten: 15.10.2006

Original von Krach-Bumm-Ente
wie siehts mit aufstiegschancen als ingenieur aus? kann mir da nicht so die richtigen karrieren vorstellen, kann mich aber auch täuschen.

Schau dir doch mal die Vorstände/Manager/Unternehmer in den Unternehmen an. Da sitzen halt zu einem großen Anteil Ingenieure, Naturwissenschaftler (Physiker bzw. Chemiker je nach Branche) und Mathematiker. Es ist keineswegs so, dass dort nur BWLer zu finden sind. Im Gegenteil, man wird sogar fast mehr Juristen dort antreffen als richtige Betriebswirte. Unternehmensberatungen wie McKinnsey suchen explizit Ingenieure, Mathematiker und Physiker. Wenn ich mir die BWLer an meiner Uni so anschaue, kein Wunder. (Liebe BWLer, es gibt natürlich überall Ausnahmen _biggrin: )


selbst bei mckinsey sind noch mehr als 50% bwler ;)

ansonsten gebe ich dir recht. als ingenieur hat man sehr gute aufstiegschancen.
generell würde ich die aufstiegschancen auch nicht von der studienrichtung abhängig machen, sondern eher von anderen dingen wie engagement, intlligenz, kontakte, unternehmen etc.


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