Original von Stoxx81
Buffy - The Vampire Slayer
Ich schreibe meinen mittlerweile vierten Anfangssatz. Warum? Es ist schwer einem anderen zu vermitteln wieso man eine Serie -mal platt ausgedrückt- über irgendeine Highschool-Tusse im Teenie-Alter die mit ihren Superhelden-Kräften Vampire, sonstige Untote und die restlichen Dämonen erschlägt und diese Welt gg das Böde verteidigt so faszinierend findet wie kaum etwas anderes aus der TV- und Filmwelt. Wenn man sich die erste Staffel ansieht, dann mag sogar ein jeder Kritikpunkt zutreffen. Man lernt die Charaktäre doch eher schleppend kennen, es gitb ein "Monster of the Week"-Syndrom und diese Monster sind sogar teils lächerlich. Der Grund dafür ist einfach: Joss Whedon (später Erfinder von Firefly und Dollhouse) hatte kaum Geld zur Verfügung und dachte selbst wohl kaum, dass es eine zweite Staffel geben würde. Dennoch ist die erste Staffel keinesfalls so schlimm, dass man vom Schauen abraten würde.
Was dann ab der zweiten Staffel passiert ist auf seine Art Fernsehen in höchster Kunst. Kombiniert werden schnellebige, mit Popkultur bis zum Rand gefüllte, Dialoge mit einfühlsamen Beobachtungen was es bedeutet sich als Heranwachsende in einer Welt zurechtfinden müssen, wenn man "ganz nebenbei" vom Schicksal die Aufgabe bekommen hat die Welt vor dem Bösen zu beschützen. Whedon versteht es einfach insgesamt wirkliche Geschichten zu erzählen. Jede Staffel hat eine, sich über den kompletten Verlauf erstreckende, Hauptstory die immer wieder mit kleinen anderen Geschichten verbunden wird. Für den Anfang ist es deshalb auch schädlich, wenn mal "nur so eine Folge zwischendurch" gesehen hat. Dann werden die Zusammenhänge nicht klar und die Motivationen der Charaktäre ebenfalls nicht und noch dazu versteht man viele der Referenzen zu früheren Ereignissen nicht.
Darüberhinaus will ich nicht unterschlagen, dass auch eine gute Portion action geboten wird. Buffy als Jägerin (Slayer) sieht sich ständig mit Vampiren etc. konfrontiert und muss sich mit diesen im wahrsten Sinne des Wortes herumschlagen. Unterm Strich stimmt die Welt die Whedon hier erschaffen hat von vorne bis hinten. Die Serie ist recht speziell und deshalb dann doch nicht für jeden was, was auch völlig in Ordnung ist. Jedoch wird die Serie meistens wegen Vorurteilen links liegen gelassen, die einfach unbegründet sind. Ich weiß nur, dass als ich anfing mir konsequent Serien anzugucken mir diese sofort empfohlen wurde und zwar... von Männern.
Ich würds nicht missen wollen.
7,5/10 (Die 2,5 Punkte sind ein reiner Genre-Abzug, da man natürlich nicht davon wegkommt, dass dies eine Fantasyserie ist. Wem Fantasy also einfach grundsätzlich zuwider ist, der ist hier falsch. Alle anderen imo nicht.
Gefällt Fans von: Firefly (Joss Whedon hat nunmal seine eigene Art)
[Disclaimer: Dies ist die Serie bei der mir auf meisten der Unterschied in der Synchro aufgefallen ist. Ich halte sie auf Deutsch nicht für erträglich und ich würde dann davon abraten es zu schauen!]
The Avengers hat mir so gut gefallen, dass ich direkt angefangen hab Firefly zu gucken (bin fast durch, spar mir die letzten Episoden noch auf
). Und die Handschrift erkennt man halt total wieder, der Typ hat das schreiben von Gruppendynamik und Dialogen mit der perfekten Menge an Humor einfach drauf. Ich bin jetzt fast drauf und dran, Buffy mal 'ne Chance zu geben wenn ich Firefly fertig hab. ♦
Wie ist eigentlich Dollhouse? Wurde ja auch ziemlich flott abgesetzt. Lohnt es sich, das zu gucken? Hab nur mal den Pilot gesehn. Wenn die Serie ein offenes Ende hat und nicht zufriedenstellend abgeschlossen wurde, dann hab ich eher keinen Bock drauf.
Thurisaz