Ich habe sonst eigentlich aus "Bequemlichkeit" meistens immer die deutsche Version von Serien und Filmen geguggt. Allerdings hat mir Family Guy die Augen geöffnet, sodass ich jetz meistens nach Möglichkeiten den O-Ton bevorzuge.
nur wenns gar nicht anders geht O-ton.
ist besser als warten, kann aber auch gar nicht verstehen warum manche leute so darauf bestehen alles im O-ton zu gucken.
mit synchro ist es doch viel angenehmer egal wie gut man englisch kann.
und bei KoQ könnt ich mich jedes mal totlachen, egal ob deutsch oder englisch ♦
Einmal gibt es Serien die man sich synchronisiert gar nicht geben kann, wie Family Guy. Da macht es nicht weniger Spaß sie zu gucken, sondern gar keinen. Und selbst bei besser synchronisierten Serien weiß man immer, dass man maximal "fast" ans Original rankommen kann, wobei man in der Mehrzahl der Fälle einen deutlichen Qualitätsunterschied doch wahrnimmt.
Das "Angenehm"-Argument hat bei mir auch zuerst gezogen, bis ich mich halt mal durch ein paar Filme/Episoden durchgebissen hab, und schneller als man meint, merkt man gar nicht mehr, dass man nicht seine Muttersprache hört. Sicher versteht man immer ein bisschen weniger als wenn man wirklich deutsch hört, aber wenn man 90% der englischen Witze versteht, in der Synchro aber 70% wegfallen, bei welcher Version hat man dann mehr mitbekommen?
Thurisaz
Hab mir nun mal ein paar Dr. House Folgen angeschaut auf englisch und ich muss demjenigen der mir das empfohlen hatte (glaube war Thurisaz, sry wenns jemand anders war) Recht geben. House wirkt auf jeden Fall durch seine richtige Stimme ganz anders.
Bei dem "Angenehm"-Argument stimme ich ihm übrigens auch zu. Bei den ersten englischen Filmen und Serien übersetzt man die Texte im Kopf noch auf Deutsch, aber nach ner Weile denkt man einfach auf Englisch.
ich hatte anfangs eigentlich auch oftmals mehr akustische probleme als inhaltliche. hab dann angefangen englische sachen mit kopfhörer zu schauen, hilft imo wirklich gut.
Habe nur die ersten 5 - 6 Beiträge gelesen. Ich muß sagen, dass ich mit der deutschen Synchronisation nicht das geringste Problem habe. Habe 3 Jahre in Holland gelebt - da laufen sämtliche Filme in Englisch mit holländischen Untertiteln. Nach einiger Zeit hatte ich mich daran gewöhnt - und ebenfalls überhaupt kein Problem damit. Aber als ich dann nach Deutschland zurück kam, bin ich direkt wieder auf die deutsche Synchro umgestiegen. Ich finde die
deutsche Synchro perfekt und professionell gemacht, so daß - normalerweise - die Stimme und der Schauspieler aus einem Guss erscheint und man gar nicht auf die Idee kommt, dass die Stimme fremdartig sein könnte.
Meilensteine, die ich zu Hause zu stehen habe (wie die Herr der Ringe - bzw.
die Matrix Trilogie) habe ich mir interessehalber auch schon im O-Ton reingezogen. Zwei Vergleiche dazu: Wo der Schöpfer der Matrix am Ende von Teil 2 zu Neo spricht, muß man schon fast Muttersprachler sein, um alles genau zu verstehen. Für Schulenglisch ist dieser Dialog schon eine Nummer zu hart.
Und dann ganz allgemein die herrliche melodisch-bösartige Stimme von Agent
Smith im Deutschen! Nach 5 bis 6 maligem Schauen der Matrix Filme kam mir der
englische O-Ton von Smith völlig dumpf und deplaziert vor. Die deutsche Synchronstimme indentifiziere ich völlig mit Smith !
Gut, ab und zu passieren vielleicht Ausrutscher - ich weiß nicht mehr welcher
Ami-Film das war - der eine überläßt dem anderen sein Auto mit den Worten:
"Aber Vorsicht, der verbraucht soviel Benzin wie Öl !" - wenn das richtig synchronisiert war, wäre es ja genial ;-)
Also mein Fazit: Ich bin dankbar für Synchronisation.
Es gibt immer positive Ausreisser, einige Sachen sind wirklich gut synchronisiert, z.B. Scrubs, da merke ich persoenlich fast keinen Unterschied zum Original. Bei anderen Sendungen geht das aber auch manchmal voll in die Hose, Beispiel Heroes oder Family Guy. Generell sind Filme meistens besser sychronisiert als Serien.
Original von borntocook
Zweikanalton zur Wahl fände ich persönlich klasse, ist aber imo unwahrscheinlich.
So unwahrscheinlich ist das nicht, das ORF bietet bei vielen Filmen und Serien auch eine Englische Tonspur an. Soweit ich weiss zB auch bei ihren NFL und NHL übertragungen.
passt imo ganz gut zum thema:
In Deutschland hätte diese hintersinnige Vulgärkomik gute Chancen, zum Hit zu werden - gewissermaßen zum Ausgleich zur hiesigen, traditionell platten Comedy-Szene. So gesehen hat der Sender Comedy Central alles richtig gemacht, als er beschloss, das "Sarah Silverman Programm" ab sofort auch hierzulande auszustrahlen. Das Problem ist nur: Man hat sich nicht getraut, die Show im Original zu zeigen und einfach nur zu untertiteln. Stattdessen wurde alles, selbst die Songs - die das Herzstück jeder Episode bilden - gnadenlos durchsynchronisiert.
Das Ergebnis ist erschütternd unlustig. Aus einem Wortspiel wie "Gayghbours", mit dem Sarah ihre homosexuellen Nachbarn tituliert, wird ein laues "schwule Nachbarn". Noch schlimmer: Wie ein dicker Teppich überdeckt die Übersetzung alle sprachlichen Feinheiten und dämpft die scharfen kulturkritischen Spitzen der Show. Wenn Silverman etwa in einer Episode den Charity-Wahn der Amerikaner als egoistisch entlarvt, wirkt das auf Deutsch einfach nur plump.
Man muss die Untiefen und Konventionen der amerikanischen Gesellschaft schon sehr gut kennen, um zumindest erahnen zu können, in welche Kerben "The Sarah Silverman Programm" in den USA schlägt. Für alle anderen gilt: Lieber die Originalversion auf DVD kaufen, als sich von hölzernen Übersetzungen anöden zu lassen.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,585572,00.html