Original von lionix2006
Btw. wird ja hier immer wieder gesagt, daß viele einfach nicht wissen, wie sie denn beginnen sollen. Deshalb werfe ich mal eine von vielen Möglichkeiten in den Raum: Das Trading nach Fibonacci!
Wie sicherlich die meisten wissen, zeigt das Fibonacci Retracement das Außmaß einer Korrektur an. Es gibt releante Fibonacci Punkte bzw. Werte an welche Korrekturen interessanteweise immer wieder "heranlaufen". Wichtigste Werte sind ~ 38 %, 50 % und 61 %.
Mal ein kurzes Beispiel:
Die Aktie der TUI befindet sich in einem Aufwärtstrend. Nun wird eine Korrekture eingeleitet (sprich der Kurs steigt nicht mehr weiter). Nur anhand des Fibonacci Retracements ergeben sich auch für einen Anfänger nun schon Möglichkeiten des Tradings. Man lässt sich zunächst die verschiedenen Fibonacci-Werte anzeigen (ist bei nahezu jedem Broker ein Standardtool). Bei einem Aufwärtstrend zieht man einfach eine Linie vom letzten markanten Tiefpunkt zum letzten relevanten Hochpunkt. Mit den Fibonacci-Werten kann man nun abschätzen wie weit eine Korrektur läuft. Hierzu sei gesagt, daß eine Korrektur oft bis zur 50 % Marke läuft - gelegentlich auch bis 61 % - werden die 61 % auch unterschritten, erfolgt häufig eine komplette Korrektur, die kompletten Kursgewinne aus dem aktuellen Aufwärtstrend werden also abgegeben.
Nun gut davon gehen wir aber nicht aus. Wie sehen, daß vielleicht gerade eine Korrektur von 40 % eingesetzt hat und haben nun die Idee, daß die Korrektur bei 50 % beendet ist. Wir legen also ein Stop Buy an die 50 % Marke und einen Stop Loss knapp unter die 61 % Marke - fertig ist der Trade.
Warum machen wir das? Ganz einfach, wir nehmen wie gesagt an, daß die Korrektur bis zur 50 % Marke erfolgt und der Kurs dann nach oben dreht. Den Stop Loss legen wir an die 61 % Marke, da wie bereits erwähnt bei Unterschreiten dieses Wertes oft eine 100 % Korrektur erfolgt. Wir haben somit ein ausgezeichnetes Chance / Risiko Verhältnis:
Gewinn: Im Idealfall von der 50 % Marke bis zum letzten Hochpunkt, also dem höchsten Kurs vor dem Einsetzen der Korrektur.
Verlust: Max. der Abstand von der 50 % Marke zur 61 % Marke.
Das mal so als Idee, wie man einen Trade planen könnte. Fibonacci kann man übrigens auf sämtlichen Zeiteinheiten traden. Super zuverlässig ist diese Methode leider nicht, aber das muss sie auch gar nicht, da wir ja ein gutes Chance / Risiko Verhältnis haben. Man sollte sich also von vornherein darüber im klaren sein, daß auch Verlusttrades dabei entstehen werden.
Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen ein wenig weiterhelfen.
hab grad das kapitel auf babypips dazu gelesen.
warum kann man genau die idee haben (fett markiertes oben)?
mir ist noch nicht so ganz klar, wie die einzelnen "retracement-werte" begründet sind. also wie kommt man darauf, dass die korrekturen immer auf diese werte laufen. hab fibonacci-folge schonmal nachgelesen bei wikipedia u so, aber ich versteh noch nicht, warum das jetzt beim trading relevant ist. kann ja nicht nur self fulfilling prophecy sein, da das phänomen sicher an kursdaten beobachtet wurde bevor fibonacci-zahlen gängiges mittel eines traders waren.
tun sich kurse schwerer die 61% marke zu überlaufen als die 50% marke? könnte ich mir theoretisch schon vorstellen, da immer mehr leute im markt darauf spekulieren, dass zumindest die 61er marke hält, wenn die 23,6er, 38,2er und 50er schon nicht gehalten hat usw. oder denke ich das falsch?
danke für antworten