Hey jotha,
Natürlich gibt es Grauzonen.
Aber mal als Beispiele, was kein Market Timing ist:
1. Strategie 70% Stocks, 30% Bonds --> Stocks gehen rauf / Bonds runter --> du reallocatest, um wieder die 70/30 herzustellen.
2. Strategie Einzelaktien nach Bewertung der einzelnen Unternehmen, d.h. du hast eine klare Strategie zur Auswahl deiner Einzelaktien, wann du sie kaufst & verkaufst. Dein Cash-Anteil variiert, aber eben nicht auf Markoökonomischen Daten, sondern weil du eben ab und an auf Basis deiner Strategie Aktien verkaufst.
Klar Market Timing ist aber:
"Oh, Cape-Shiller >X, oder DAX bei All-time high" -> "deswegen verkaufe ich und gehe von 90% Stocks auf 50% Stocks"
Es gibt natürlich Mischformen.
Bspw. DrStrothmann (so ich richtig verstehe) erhöht seine Cash-Quote aufgrund makroökonomischer Indikatoren (Market Timing).
Geht dabei aber bedacht vor, und verkauft Einzelaktien, bei denen es eh schon knapp wäre & ist weiter bereit (auch bei weiter steigendem Markt) einzelne Opportunities dazuzukaufen, wenn es ihm opportun erscheint (kein Market Timing).