Im Wesentlichen geht es um Gebühren, richtig.
Auch 5k pro Aktie find ich nur dann ok, wenn man echte Low Cost Broker verwendet (also bspw. Onvista statt Comdirekt oder -oh Graus!- S Broker), und die Aktien langfrisitig hält.
Das Argument mit der Diviersifizierung von Gambler verstehe ich aber nicht.
Das spricht ja eher dagegen, kleinere Einzelposten zu nehmen.
Das Argument der Diversifizierung spricht generell gegen Einzelaktien und für Index-ETFs.
Ab 500k-1 Mio kann man sich auch einen Index nachbauen ohne große Mehrkosten.
Ab 20-30 Werten, wenn diese gut gewählt sind, ist man "ok" diverisifiziert.
Die Frage ist aber, warum man sich die Mühe machen möchte / sollte.
Downsides: Mehr Aufwand, Rebalancing Aufwand, immer noch leicht schlechtere Diversifizierung. Steuernachteile, wenn der ETF bspw. thesaurierend Swap-basiert ist.
Upside: Ggf. weniger Kosten (auch die 0,2% für einen ETF machen was aus. Und ggf Misstrauen gegenüber ETFs, wenn man die Konstrukte nicht 100% versteht.
Insofern sind Einzelaktien eher was für denjenigen, der meint, den Markt schlagen zu können.
Was meist Trugschluss ist, auch wenn ich bekennen muss, dass ich selbst auch Einzelaktien habe.
Mein Grund ist eine Mischung aus dieser Hybris ("Vielleicht kann ich es ja doch" + Confirmation Bias, bspw hab ich auf Tech Stocks gesetzt, die jetzt halt tatsächlich besser performt haben -- was aber Zufall sein kann), und kleinen Restzweifeln an Black Swan Risks in Swap-ETFs, weil ich die nicht genug verstehe.