Was soll ich bloß mit diesen verdammten alibubu machen, ich hab den Anteil zum Glück halbiert aber ein paar habe ich leider behalten.
Dem Massaker tatenlos zusehen oder mit Verlust verkaufen? Kommt mir fast schon wie ein chinesisches Wirecard vor
Was soll ich bloß mit diesen verdammten alibubu machen, ich hab den Anteil zum Glück halbiert aber ein paar habe ich leider behalten.
Dem Massaker tatenlos zusehen oder mit Verlust verkaufen? Kommt mir fast schon wie ein chinesisches Wirecard vor
Jo, ich stehe auch bei -25% und warte nur etwas Beruhigung. Das Einzige, was mich davon bisher abgehalten hat ist, dass Alibaba vor dem Verlust die zweitgrößte Position bei mir war (jetzt noch Rang 8 ^^).
Jemand auch den Plan Ping An zu kaufen? Die wurden ja auch mit in den Abgrund egrissen und ein 21er KGV von 6,7 ist so yummy.
Original von usernl
Dem Massaker tatenlos zusehen oder mit Verlust verkaufen? Kommt mir fast schon wie ein chinesisches Wirecard vor![]()
Kommt halt auf deinen Risk-Appetite an. Jeder, der jetzt noch keinen Totalverlust bei seinen China-Holdings als realistische Chance einpreist, handelt naiv. Die institutionellen Market-Mover preisen den offensichtlich seit Monaten mit steigender Wahrscheinlichkeit ein, während wohl vor allem Retailer Net-Buyer sind (wenn man sich mal die Vibes auf SeekingAlpha etc. gibt, wo der Konsens eher "thx for the dip" ist.)
Für viele mag es unvorstellbar sein, dass erfolgreiche Unternehmen plötzlich de facto wertlose Aktien haben, aber Anleger die sich schon seit vielen Jahren in Brasilien, Russland und Co. rumtreiben, werden ähnliches schon öfter erlebt haben. Delistings oder systematisches Aushöhlen sollte in der Risikoevaluierung eine Rolle spielen: wenn du vom aktuellen Kurs trotzdem denkst, dass es +EV ist, kannst sie auch behalten.
(Außer du könntest dir Steuern mit dem Verkauf zurückholen, dann würd ich immer verkaufen und ggf. EM/China-ETF holen oder in irgendein anderes China-Schwergewicht stattdessen gehen um Tax-Losses zu harvesten)
Original von Smoka676
Jo, ich stehe auch bei -25% und warte nur etwas Beruhigung. Das Einzige, was mich davon bisher abgehalten hat ist, dass Alibaba vor dem Verlust die zweitgrößte Position bei mir war (jetzt noch Rang 8 ^^).
Devil's advocate:
Entweder war vorher deine Position zu groß, oder es ist irrational, nicht nachzukaufen, oder du glaubst eigentlich gar nicht daran & es war ein Gamble, den du jetzt rechtfertigen möchtest, indem du nachkaufst.
Habe Alibaba am Freitag nochmal aufgestockt.
Wurde ja von Vorpostern schon gut erläutert. Totalverlustrisiko ist natürlich vorhanden. Da darf man sich von den guten fundamentaldaten nicht blenden lassen.
Selbst mit totalverlustrisiko ist die upside denke ich ausreichend um hier dabei zu bleiben.
Ich vermute die Chinesen werden irgendwann wieder abchillen. Am Ende bleiben vllt höhere Steuern, Regulierungen oder "freiwillige spenden". Das reduziert den Wert des Unternehmens dann wohl dauerhaft, aber da sollte schon viel eingepreist sein.
Was Winnie pooh genau vorhat wird sich erst zeigen. Kann momentan kein Mensch seriös einschätzen.
Meine Position ist jetzt aber auch nicht riesig und wurde auch erst im Abverkauf eröffnet. D. h. ich habe bewusst ins fallende Messer gegriffen.
Ein paar Taschen kann ich noch halten
Original von Xantos
Original von Smoka676
Jo, ich stehe auch bei -25% und warte nur etwas Beruhigung. Das Einzige, was mich davon bisher abgehalten hat ist, dass Alibaba vor dem Verlust die zweitgrößte Position bei mir war (jetzt noch Rang 8 ^^).Devil's advocate:
Entweder war vorher deine Position zu groß, oder es ist irrational, nicht nachzukaufen, oder du glaubst eigentlich gar nicht daran & es war ein Gamble, den du jetzt rechtfertigen möchtest, indem du nachkaufst.![]()
Korrekt. Die Position war mir für meinen Geschmack ein bisschen zu groß und nahe (wenn nicht sogar etwas drüber) der maximal 5%, die ich mir für Shares erlaube. Ich habe Spielraum zum Nachkaufen, aber nicht wahnsinnig viel um wieder nahe der 5% zu sein.
Ich bin mir aber darüber hinaus unsicher wie die von Quaalude erwähnten und sicher vorhandenen (bzw. gestiegenen) Risiken hier einzupreisen sind, da ich mir schwer tue denen einen Prozentsatz zu geben mit dem ich dann den Kurs entsprechend belegen könnte.
Ihr wart alle scheinbar noch nie in China. Zumindest in den Großstädten ist das Leben 10x techniklastiger und -afiner als in Westeuropa. Dieses Totalverlustszenario wird genau dann eintreten, wenn ein Komet die Erde auslöscht. Jetzt verkaufen ist einfach
Wie ich China stark vereinfacht sehe:
- Man möchte keine großen ausländischen Investoren bei Bildungsplattformen bzw. Bildung sollte prinzipiell kostenlos/kostengünstig sein. Kann ich beides nachvollziehen.
- Man sieht im Onlinegaming eine zunehmende Zeitverschwendung und Gefahr der Abhängigkeit. Kann ich nachvollziehen, aber da bin ich gespalten. Jeder wie er will.
- Die großen Plattformunternehmen sollten mehr Steuern zahlen bzw. lokale Händler sollten gefördert werden. Digitale Monopole sollten besser reguliert oder sogar aufgebrochen werden. Sehe ich ähnlich.
- Fintechs sollten genauso reguliert sein wie alle anderen Finanzunternehmen. Sehe ich genauso.
+ Der chinesische Staat bekommt von all diesen Unternehmen eine Unmenge an Daten. Sie werden einen Teufel tun und diese Firmen auflösen.
Klar greifen sie radikal in den Markt ein, aber wenn man ehrlich ist, wäre so ein Eingriff bei Facebook und Google auch längst überfällig.
Ich persönlich investiere in China nicht in Einzeltitel, sondern in den Templeton Dragon 🐉 Fund und werde sobald ich wieder etwas Cash hab auch nachlegen.
Der Templeton Dragon Fund geht ja quasi seit mehr als 15 Jahren seitwärts, was ist deine Investmentstrategie dahinter? Kein Angriff auf dich, würde mich bloß interessieren.
Der wird wohl hauptsächlich seinen Yield ausschütten, ergo ist der Kurs stabil und die Rendite die jährlichen Ausschüttungen
Ich habe ihn dieses Jahr gekauft, weil es ein CEF ist und der Abstand zwischen NAV und Kurs größer 10% war. Ist auch nur eine kleine Position bei mir (<2%).
Kleiner Nachtrag: ich würde mir auch anschauen, welche Beteiligungen diese Unternehmen halten: Tencent gehören bspw. 12% von Snap, 7,5 % von Spotify, 5% von Tesla etc.
Daher ist ein Totalverlust nicht ganz so wahrscheinlich.
... Was halt gar nichts mit den Risiken in Question zu tun hat. Ich mein, literarisch Alibaba hat erst vor paar Jahren das beste Beispiel geliefert, wie schnell Altaktionäre enteignet werden, indem die Rosinen (Alipay) mal schnell ausgelagert und damit effektiv delisted werden. Und da brauchte es noch nicht mal Xis Partei für.
Ich quote mich da einfach mal selbst:
Für viele mag es unvorstellbar sein, dass erfolgreiche Unternehmen plötzlich de facto wertlose Aktien haben
Kein Institutioneller verkauft China-Aktien ab, weil sie denken dass diese Cash-Printer-Konzerne plötzlich aufhören Cash zu printen, sondern weil sie befürchten, dass von dem ganzen geprinteten Cash nichts bei ihnen ankommt.
Der Extremfall delisting ist eine Sache aber China und die Richtung in die es mittelfristig politisch und wirtschaftlich geht eine durchaus relevante weitere.
Es reicht ja schon eine realistische eher negative Prognose um China jetzt gegenüber anderen Investments deutlich unattraktiver zu machen.
Original von constentus
Es reicht ja schon eine realistische eher negative Prognose um China jetzt gegenüber anderen Investments deutlich unattraktiver zu machen.
True. Es reicht auch schon, wenn Tencent die Hälfte des Jahresgewinns spendet, um das vermeintlich attraktive KGV effektiv zu verdoppeln. Ein Viertel war wohl zu knausrig, hoffentlich fragt Xi nächstes Jahr nicht nach 2/3 oder 3/4 des Gewinns
Schöne Diskussion, jedoch eine reichlich späte.
Es reicht ja schon eine realistische eher negative Prognose um China jetzt gegenüber anderen Investments deutlich unattraktiver zu machen.
Hier sind wir schon längst angelangt was sich auch in den Kursen und in den Insti Positionen widerspiegelt.
Was haltet ihr von der, möglicherweise abwegigen Theorie, China lässt seine größten Unternehmen mit Investitionen vom Ausland hochziehen, wenn die dann erfolgreich erwachsen sind drängt man ausländisches Kapital mit politischen Horrormeldungen raus. Heimische Investoren kaufen sich dick ein wo dann auch die politische Stimmung wieder ins Positive umschlägt.
Fragt sich halt, warum sollte man ausländisches Kapital rausdrängen wo Ausländer ja eh von vornherein nichts mit zu bestimmen haben (?)
Sorry, falls das alles zu abstrus und an den Haaren herbei gezogen ist
Man kann sagen, dass China skurepellos ist, und vor nichts zurück schreckt. Wenn die Kohle machen / Macht ausbauen können machen Sie es. Konflikt mit Indien, mit Taiwan mit USA; mit dem Gesamten Pazifikraum, Karaoke Songs verbieten, mit Taliban verbrüdern um Bodenschätze abzuernten, Erfolgreiche Unternehmen verstaatlichen und Delisten. Was soll man einem solchen Land nicht zutrauen?
China will nicht dass Ausländer mit ihrem Wachstum reich werden.
Und ich war schon in China wegen Arbeit. Wir wurden vorher gebrieft, keine Unterlagen mitzunehmen weil wir "ganz selbstverständlich" ausspioniert werden, Hotelsafes sind natürlich nicht sicher. Und ganz unverholen wird man natürlich auch am Flughafen fotografiert. Habe keinen Aluhut Arbeitgeber gehabt, das wird jeder so sehen. Bin gespannt ob jemand andere Erfarhungen gemacht hat.
Alles richtig was du sagst TooBig, jedoch ist noch hinzuzufügen, dass sie sehr wohl auch zur Wirtschaftsmacht #1 streben wollen.
Wie soll das gehen, wenn sie sich mit diesem Move wirtschaftlich isolieren? Das hat schon in Russland so gut geklappt.
Ein völliges Verprellen auf dem internationalen Börsenparkett hätte einfach weitreichende Folgen. Kein Interesse mehr an Business mit den westlichen Supermächten?
Ja sie sind unsere Werkbank, wir sind für sie aber auch KnowHow Träger.
Auch wenn das womöglich naiv klingt, optimistisch betrachtet gehen sie halt einen weniger kapitalistischen Weg um Wirtschaftsmacht #1 zu werden. Die Regulierung im Education Sektor zbsp war sehr wohl angebracht. Beim Überholen der USA sehen sie halt, wie sie die Regulierung ihrer Tech Riesen nicht versäumen wollen bevor es "zu spät" ist.