Hallo Heinz interessante Frage mir ist nichts von derartigen Plänen bekannt. Die Voestalpine bezieht in Österreich ja traditionell viel Erz vom steirischen Erzberg. Abgebaut und an die Voest weiterverkauft wird das Erz dort aber von der VA Erzberg GmbH die in Landesbesitz ist. Glaube nicht dass die Steiermark bereit wäre zu verkaufen, würde sicher zu großen politischen Diskussionen führen…
Hallo Disco ja Stahlwerte gelten als klassische Zykliker und leiden daher in einer Rezession besonders. Bei der Voestalpine sehe ich das ganze aber nicht so schwarz, wenn man sich die einzelnen Geschäftsbereiche mal im Detail anschaut:
Autos: der Sektor gilt zwar als zyklisch, allerdings gibt es momentan wohl einen riesigen Nachfragestau, weil ja durch den Chipmangel seit Monaten deutlich weniger Autos gebaut werden können als eigentlich nachgefragt werden. Wie sich dieser Sektor (mit ca 30% Umsatzanteil der größte der Voest) weiterentwickelt hängt also erstmal davon ab, wieviele Autos überhaupt gebaut werden können. Löst sich die Chipkrise hätten wir die paradoxe Situation dass vielleicht sogar mehr Autos verkauft werden als im letzten Jahr, trotz Rezession.
Bahninfrastruktur: sehe ich als unproblematisch. Regierungen werden in wirtschaftlich schlechten Zeiten wohl vermehrt in Infrastruktur investieren müssen um eine steigende Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.
Werkzeugstahl: ich gehe davon aus dass in einer Rezession sogar eher mehr Werkzeug gekauft wird, weil den Leuten das Geld für Neues fehlt. Da wird lieber öfter was repariert und dafür braucht man Werkzeug. Daher gefällt mir auch Chillers Empfehlung Black & Decker sehr gut. Selber bin ich bei Einhell investiert.
Luftfahrt: wegen Corona wurden lange Zeit kaum Flugzeuge bestellt, die Branche feiert jetzt ein Comeback.