Der A1JX52 steht aktuell ~13 % unter ATH, sehe keinen Grund warum der das, teilweise gestützt durch schwächelnden Euro, nicht aufholen können sollte.
Dazu paar Gedanken, die sich nicht explizit auf die Posts hier, sondern generell so die Kleinanleger-Vibes gerade beziehen. Das ist mir alles zu Doomer-mäßig und hat mittlerweile Dirk Müller Vibes, wo die Absicherung der Ampel permanent auf Rot steht.
Inflation: Sehe ich nicht so eng, denke sogar dass die im Herbst rum einigermaßen normalisiert (3-4 %), was man vorerst so akzeptieren wird. Der PPI war zuletzt schon keine Rede mehr wert, der CPI-Wert wurde immer noch maßgeblich von Rental-/Living-Costs getrieben, die seit über einem Jahr rückläufig sind. Dahingehend lagged der CPI aber nunmal. Energiekosten sind auch wieder im Normbereich.
Die FED hat nach ihrem extremen QT genügend Spielraum um mal ne Runde chillen

Banken: Triggert mich bisschen, wie viele da Doomsday-Szenarien heraufbeschwören. Nur weil ne Cryptobank (lol who cares) und ne Langeier-Bank in SV hopps gingen, ist das keine globale Bankenkrise. Generell las ich die letzte Zeit oft, dass die europ. Banken von kommenden Zinsanstiegen genauso gefährdet sind. Like, what? Europ. Banking hat wenig mit US-Banking zu tun und keine Großbank hier kam auf die Idee sich die Bilanz bis zum 15-fachen des EKs mit 0,1-Yield-Langläufern zuzuscheißen. EU-Banken sind solide und schicken Deposits meist einfach über Nacht zur EZB. Die größte Zinssensivität haben hierzulande eher die Volksbanken und Sparkassen, die 10 Jahre lang als Immohändler cosplayten statt Bank zu sein. Die arbeiten aber so konservativ, die können das aussitzen, wenn ein guter Teil der Kredite mit der in Deutschland typischen langen Zinsbindung under water ist. Hinsichtlich des Liquidityabzugs ist hierzulande außerdem zu bedenken, dass die Hemmschwelle bei Guthaben höher als in den US ist (weil Gap zwischen Guthabenverzinsung und europ. AAA Bonds und Euro-Geldmarkt kleiner), außer man will Währungsrisiken eingehen.
CS steht für mich überhaupt nicht stellvertretend für die Situation in den US oder generell für europ. Banken. Die haben sich seit 10 Jahren quasi auf die eigene Abwicklung und Mismanagement spezialisiert, würde mich sehr wundern wenn andere Großbanken in Europa da noch signifikante Außenstände haben.
Öl: Wird imo zurückkommen, alles über 70 ist für Big Oil sowieso absolut ausreichend. Tiefer wird es imo nur kurzfristig stehen, aber M3/USD bereinigt hat der Ölpreis historisch immer noch viel Upside. Da ich eh schon seit zwei Jahren einiges an Öl hab und das eher so auf 10-Jahressicht kaufte, sehe ich für mich persönlich dort aber noch keine Nachkaufkurse gerade.