Naja, also erstmal sind beides schon keine Geldmarktfonds. Der erste ist ein aktiv verwalteter Fonds voll mit Aktien, der zweite ist vollgepackt mit lauter ~10 Jahres Anleihen. Geldmarktfonds sind keine zufällig zusammengewürfelten Fonds, die so zurechtgeschoben werden, dass sie gerade mal die Einlagefazilität widerspiegeln.
Da gibt es ganz konkrete Regeln für, wie ich auch schon im vorherigen Post schrieb:
- Anleihen mit hoher/höchster Sicherheit und Bonität
- kurze Laufzeit unter 1 Jahr (weil eben der Einlagezins und nicht Einlagezins+Zinsentwicklung abgebildet werden soll)
- Heimatwährung
- kurzfristig verfügbar
Ansonsten, schrieb ich ja schon vorher, find ich es immer gruselig, wenn Leute anfangen ihr RK1 zu optimieren. RK1 (Tages- und Festgeld, Geldmarktfonds) generiert nach Inflation und Steuern mittelfristig und länger garantierte Realverluste. Das Kapital da ist eine Gans, die langsam gerupft wird. Man steckt da seinen Notgroschen rein, fängt aber nicht an damit zu spekulieren (Währungsrisiken zu übernehmen = Spekulationsrisiko). RK1 ist eine grenzdebile Anlageklasse, die man eben nur dazu nutzt, dass der Notgroschen (der eh so überschaubar sein sollte, dass kleine Zinsdifferenzen nach Steuern bestenfalls paar Mark Unterschied ausmachen) nicht komplett unverzinst rumliegt - mehr nicht.
Wir brauchen da auch nicht "unterstellen", dass du weißt was zwei Notenbanken machen werden - weißt du nicht, du hast nur aus dem Bauch heraus irgendwas geraten. Du spekulierst also darauf es zu wissen und wärst in der Folge, mit deinem zweiten US Dollar Fonds da, gewillt das Spekulations-/Währungsrisiko mit deinem RK1 einzugehen.
Entweder du spekulierst/investierst und kaufst AA/AAA Anleihen mit Premium (RK2), um tatsächlich eine kleine Realrendite zu erwirtschaften, oder du spekulierst/investierst mit Aussicht auf eine anständige Realrendite (Aktien/ETFs). Du spekulierst nicht mit etwas, das von Anfang an ein Realverlustbringer ist.