also die zu hohe geldschoepfung ist die einschraenkung fuer geldschoepfung?
find ich meine formulierung klarer, aber von mir aus auch so
Eine einfache Frage mit einer einfachen Antwort, doch ihr entwickelt daraus eine 10 Seiten Diskusssion.
nein ist es nicht. hier ignorierst du wieder mein beispiel von vor ein paar seiten: es ist moeglich dass eine bank null depositen hat und nichts am wholesale-markt kauft, sondern nur reserven von der zentralbank holt.
Zeig mir mal in der Praxis so eine Bank.
wenn eine bank fantastilliarden an krediten vergeben will, dann hindert sie die menge an verfuegbaren reserven nicht, da diese dank der zentralbank unendlich ist.
Was du dich immer an den Reserven aufhängst.
Was die Bank an der Kreditvergabe hindert ist dass sie Einlagen braucht oder Kredite von anderen Banken um den vergebenen Kredit auch ausgeben zu können.
Das beweist z.B. die GUV der Deutschen Bank.
Du laberst hier seit Seiten um den heißen Brei herum und hast mir immer noch nicht genau erklärt welchen Effekt die 17.000kk€ haben die die Deutsche Bank als Zinsen ausschüttet. Du redest nur ganz diffus von Finanzierung der Reserve aber kannst keine Beispiele geben oder mal ins Detail gehen.
Es ist doch so unglaublich offensichtlich dass die Banken genau so operieren wie es in der Theorie der multiplen Geldschöpfung beschrieben ist.
Wenn die Deutsche Bank die Hälfte ihrer Zinsgewinne wieder ausschüttet muss man doch irgendwo davon ausgehen dass sie (bei niedrigeren Guthabenzinsen im Vergleich zu den Kreditzinsen) genau soviel Kundeneinlagen (oder Kredite von anderen Banken) brauchen wie Kredite vergeben werden.
Was ist daran nicht zu verstehen? Und komm mir jetzt bitte nicht nochmal mit dem Reserveargument. Es ist einfach Unsinn dass die Bank die Hälfte ihrer Zinserträge nur zur Finanzierung ihrer Zentralbankreserve verwendet.
ok das ist der letzte post von mir zu dem thema. ich weiss nicht warum ich mir im internet ueber themen diskutieren manchmal antue.
@zeig mir mal in der praxis so eine bank:
wenn du meine posts gelesen und verstanden haettetst, wuerdest du wissen, dass banken marktmacht haben und deshalb den depositenzinssatz als mark-down auf den interbankenzinssatz ansetzen. die waeren schoen daemlich, wenn sie den zinssatz generell so hoch ansetzen wuerden, dass es sie billiger kommt sich die reserven einfach am interbankenmarkt zu holen. deshalb ist das nur eine theoretische moeglichkeit, die aufzeigen soll, dass banken nicht reserven-constrained sind
@rest:
du bist nur mehr verwirrend, sorry.
- Reserven sind also unwichtig? M=m*R, grundsatz der multiplen geldschoepfung, wofuer steht R nochmal?
- du schreibts einlagen werden fuer kredite gebraucht. Wieso deiner Meinung nach? Es kann nur deswegen sein, damit Banken die Ueberweisungen taetigen koennen, und Ueberweisungen werden NUR ueber die Zentralbank gemacht, d.h. mit Hilfe von Reserven.
Wenn du meine Posts gelesen und verstanden haettest, wuerdest du wissen, dass ich dir zustimme, dass Depositen eben dafuer gebraucht werden, falls du dieser ansicht bist (weiss man ja nicht, es is auf jeden fall ein punkt wo multiple geldschoepfung und endogene geldtheorie uebereinstimmen, aber bei dir weiss man ja nicht mehr was du da eigentlich vertrittst)
Das heisst aber nicht, dass Banken nicht mehr weiter kredite vergeben koennen, wenn sie das will. Genau dafuer ist das diskontfenster der zentralbank da. Es ist nur TEURER als depositen, deshalb haben banken bedarf nach depositen.
du scheinst iwie ploetzlich zu glauben depositen haben nichts mit reserven zu tun, dabei ist das doch zentraler bestandteil der multiplen geldschoepfung. sogar jedes textbuch wuerde akzeptieren dass das was zwischen bank hin und herfliesst von zentralbankgeld, und damit reserven, intermediiert wird.
Es ist einfach unglaublich wie du mir meiner Frage immer und immer wieder ausweichst.
Die Deutsche Bank zahlt also deiner Meinung nach 17.000kk€ (die Hälfte ihrer Zinserträge) dafür dass sie eine Mindestreserve bei der EZB hat und dort auch Überweisungen an anderen Banken tätigen kann.
DAS ist deine Erklärung?
du schreibts einlagen werden fuer kredite gebraucht. Wieso deiner Meinung nach?
Weil die Bank nicht Geld schöpfen kann ohne das Geld tatsächlich ausgeben zu können. Eine Bank braucht eine Einlage um einen Kredit zu schöpfen. Ich könnte auch Geld schöpfen wenn ich jemanden 5 Mrd. € verborge. Dumm nur wenn ich dass Geld dann auch erst mal weggeben muss.
- Reserven sind also unwichtig? M=m*R, grundsatz der multiplen geldschoepfung, wofuer steht R nochmal?
Habe ich nicht behauptet. Nur zahlt z.B. die Deutsche Bank dafür nicht mal annährend 17.000kk€
du schreibts einlagen werden fuer kredite gebraucht. Wieso deiner Meinung nach? Es kann nur deswegen sein, damit Banken die Ueberweisungen taetigen koennen, und Ueberweisungen werden NUR ueber die Zentralbank gemacht, d.h. mit Hilfe von Reserven.
Das meine ich mit ungenau und diffus.
Sag doch mal wie viel Reserven eine Bank braucht um die Überweisungen zu tätigen. Wie viel Reserven haben dafür die Banken im Euroraum?
Braucht die Deutsche Bank Billionen von Euro Einlagen für ihre Reserve? Denn genau für so ein Wahnsinnsvolumen zahlt sie die Guthabenzinsen.
Ich verstehe wirklich nicht, wieso du ständig über die Zinszahlungen von Banken argumentierst, wenn wir uns doch einfach schwarz auf weiß die Regelungen zur Mindestreserve der EZB durchlesen können. Die Auswahl der Zahl sagt mir eigentlich schon, dass du nicht ausreichend Wissen besitzt, um über Bankbilanzen zu argumentieren (zum dritten Mal der Hinweis, es handelt sich bei den 17Mrd. nicht um Zinszahlungen für Kundeneinlagen!)
Ein letztes Mal versuche ich es noch: Lies dir bitte einfach das Kapitel 7 dieses Dokuments des EZB durch und sag mir wie deine Geldschöpfungstheorie damit in Einklang zu bringen ist:
Einige Quotes:
- Das Mindestreservesystem des Eurosystems erlaubt den Geschäftspartnern die Durchschnittserfüllung der Mindestreserve; dies bedeutet, dass sich die Erfüllung der Mindestreservepflicht unter Zugrundelegung der durchschnittlichen Kalendertagesendguthaben auf den Mindestreservekonten der Geschäftspartner innerhalb einer Mindestreserve-Erfüllungsperiode bemisst.
--> MR muss nicht durchgehend eingehalten werden. Das steht deiner Theorie diametral gegenüber!
- Im Falle von Instituten, die uneingeschränkt der statistischen Meldepflicht unterliegen, werden die Monatsendstände der Bilanzpositionen eines gegebenen Kalendermonats zur Bestimmung der Reservebasis für die im übernächsten Kalendermonat beginnende Mindestreserve-Erfüllungsperiode herangezogen. So würde beispielsweise die anhand der Bilanzdaten von Ende Februar ermittelte Reservebasis der Kalkulation des von den Geschäftspartnern zu erfüllenden Mindestreserve-Solls in der im April beginnenden Mindestreserve-Erfüllungsperiode zugrunde gelegt.
--> Bilanz des Februars bestimmt die Reservebasis für April, d.h. die Kredite, die im April geschaffen werden fließen erst im Juni in die Mindestreservebasis ein. Auch das steht deiner Theorie diametral gegenüber!
- Im Falle von Instituten, die uneingeschränkt der statistischen Meldepflicht unterliegen, werden die Monatsendstände der Bilanzpositionen eines gegebenen Kalendermonats zur Bestimmung der Reservebasis für die im übernächsten Kalendermonat beginnende Mindestreserve-Erfüllungsperiode herangezogen. So würde beispielsweise die anhand der Bilanzdaten von Ende Februar ermittelte Reservebasis der Kalkulation des von den Geschäftspartnern zu erfüllenden Mindestreserve-Solls in der im April beginnenden Mindestreserve-Erfüllungsperiode zugrunde gelegt.--> Bilanz des Februars bestimmt die Reservebasis für April, d.h. die Kredite, die im April geschaffen werden fließen erst im Juni in die Mindestreservebasis ein. Auch das steht deiner Theorie diametral gegenüber!
Nur schade dass die Mindestreserve sich per Definition auf die Einlagen der Nichtbanken bei der Bank bezieht und nicht auf das Kreditvolumen. Die Bank muss im Euroraum 1% ihrer Einlagen als Mindestreserve hinterlegen.
Was ist die Konsequenz deiner beiden Quotes? Nichts besonderes, die Banken haben aus praktischen Gründen fast nie die 100% korrekte Mindestreserve hinterlegt. Sonst nichts. Mal haben sie zu viel, mal zu wenig - über einen großen Zeitraum gleicht sich dieser Fehler aus und der Vorteil/Nachteil der Bank geht gegen 0.
Was du daraus machst ist total falsch und widerlegt nicht die multiple Geldschöpfung.
http://en.wikipedia.org/wiki/Reserve_requirement
"The reserve requirement (or cash reserve ratio) is a central bank regulation that sets the minimum fraction of customer deposits and notes that each commercial bank must hold as reserves (rather than lend out). These required reserves are normally in the form of cash stored physically in a bank vault (vault cash) or deposits made with a central bank."
http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestreserve
"Zur Bestimmung der Höhe der verpflichtenden Mindestreserve wird der sogenannte Mindestreservesatz r_{SE} von den Zentralbanken bestimmt. Er bezeichnet das proportionale Verhältnis zwischen der Mindestreserve und dem Volumen an Sichteinlagen, das Geschäftsbanken dem Nichtbankensektor ausgestellt haben"
Ist das aus eurer Sicht nicht etwas merkwürdig dass sich die Mindestreserve auf die Einlagen bezieht und nicht auf die Kredite? Und das wo eine Bank doch eurer Meinung nach die Einlage nur als Reserve braucht und sonst eigentlich gar nicht.
Du machst hier den Fehler anzunehmen dass sich die Mindestreserve auf das Kreditvolumen bezieht - das ist schlichtweg falsch.
Ich verstehe wirklich nicht, wieso du ständig über die Zinszahlungen von Banken argumentierst
Weil sie beweisen dass die Bank einen Großteil ihrer Zinserträge nutzt um Kundeneinlagen zu binden. Das macht sie weil Einlagen eine Voraussetzung für das Kreditgeschäft sind. Ohne Einlagen kann eine Bank keine Kredite vergeben weil sie sonst das Geld nicht ausgeben kann. (Sie kann sich natürlich auch Geld bei anderen Banken leihen und das nutzen um weiter Kredite zu schaffen)
Deutsche Bank hat Zinserträge von ~34Mrd.€ und zahlt gleichzeitig ~17Mrd. Zinsen an andere Banken oder Nichtbanken -> Die Deutsche Bank braucht das selbe Volumen an Einlagen bzw. Kredite von anderen Institutionen wie sie selber an Krediten ausgibt -> multiple Geldschöpfung ist bewiesen.
Mal ein anderes Beispiel ohne Zinsen: http://de.wikipedia.org/wiki/BMW_Bank
Kundeneinlagen aus dem Vermögensmanagment: 10,7 Mrd. €
Kredite für Kunden: 10,2 Mrd. €
Woher kommt das Geld aus den Kundeneinlagen? - "In dem Bereich Vermögensmanagement werden MobilPlan onTop (Sparkonto mit Autokaufbonus), MobilPlus (Tagesgeld), Festgeld, MobilBrief (Sparbrief), Multimanager Investmentfonds, BMW-Card "
Vllt. sollte denen mal jemand erklären dass sie Geld aus dem Nichts schöpfen können und eigentlich gar nicht soviel Kundeneinlagen brauchen.
zum dritten Mal der Hinweis, es handelt sich bei den 17Mrd. nicht um Zinszahlungen für Kundeneinlagen!
Das ist doch nur noch Trolling oder? Zumindest ein großer Teil der Aufwendungen sind Zinszahlungen für Kundeneinlagen:
https://geschaeftsbericht.deutsche-bank.de/2011/gb/konzernanhang/anhangangabenzurguv/06zinsueberschuss.html
unter Zinsaufwendungen:
"Verzinsliche Einlagen" "6.779"
(in Mio. €)
Aber du wirst mir sicher ja gleich was anderes erklären ..
Zeig mir doch bitte den Teil in der GUV in der die Zinszahlungen für Kundeneinlagen deiner Meinung nach alternativ aufgelistet sind! Vtll. denkst du ja auch dass die Deutsche Bank gar keine Zinsen an ihre Kunden zahlt.
Kurz zur Klärung, bevor ich mich weiter dazu äußere: Definiere mal bitte den Begriff "Einlagen".
Bei den Einlagen in deinem Beispiel mit der BMW Bank handelt es sich doch um Buchgeld und nicht um Bargeld o.ä. Die Zahl sagt also rein gar nichts darüber aus, wie viel Bargeld/Zentralbankgeld die Bank eingesammelt hat, um daraus Geld zu schöpfen. Geld aus der Luft schöpfen heißt ja nichts anderes als die Bilanz zu verlängern und somit neue Einlagen (=Buchgeld) zu schaffen (die wandern zwar evtl zu anderen Banken, aber dafür kommen von dort auch wieder neue Einlagen zurück). Was also meinst du mit der Frage "...dass sie gar nicht so viel Kundeneinlagen brauchen?"
Definiere mal bitte den Begriff "Einlagen".
http://de.wikipedia.org/wiki/Bankguthaben
"Bankguthaben (auch Bankeinlagen oder Depositen) ist der nicht feststehende Sammelbegriff für Forderungen von Nichtbanken gegenüber Kreditinstituten. Es handelt sich um Buchgeld auf Bankkonten, das jederzeit in Bargeld umgewandelt oder für Geldanlage- oder Zahlungsverkehrszwecke verwendet werden kann."
Original von knuddelhundi
Definiere mal bitte den Begriff "Einlagen".
http://de.wikipedia.org/wiki/Bankguthaben
"Bankguthaben (auch Bankeinlagen oder Depositen) ist der nicht feststehende Sammelbegriff für Forderungen von Nichtbanken gegenüber Kreditinstituten. Es handelt sich um Buchgeld auf Bankkonten, das jederzeit in Bargeld umgewandelt oder für Geldanlage- oder Zahlungsverkehrszwecke verwendet werden kann."
Alles klar, deine Argumentation läuft allerdings wieder zwangsläufig darauf hinaus zu sagen "sie brauchen nicht so viel verzinste Kundeneinlagen". Also das alte Thema, worüber ich mich schon geäußert habe, inklusive der Anmerkung zu einem späteren Zeitpunkt nochmal Stellung zu nehmen.
Dass sich die Mindestreserve auf Einlagen beziehen ist korrekt, da habe ich mich ungenau ausgedrückt. Aber wie gesagt, das macht m.E. keinen großen Unterschied, da Kredite ungefähr = Einlagen sind. Kurzes Bsp.: Eine Bank schöpft einen Kredit, indem sie ihrem Kunden Sichtguthaben einräumt (Bilanzverlängerung) --> Einlagen und Kredite wachsen im Verhältnis 1 zu 1. Jetzt kann es natürlich passieren, dass dieser Kunde damit jmd. bezhalt, der bei einer anderen Bank ist; dann fließen die Einlagen ab, dafür kommen aber andere Einlagen zurück. Diese Ab- und Zuflüsse müssen langfristig ungefähr ausgeglichen sein, sonst bekommt die Bank Probleme. Daran sieht man aber schon, dass eine Bank immer daran interessiert ist Zuflüsse zu verzeichnen; denn Zuflüsse werden immer in Zentralbankgeld bezahlt.
die Banken haben aus praktischen Gründen fast nie die 100% korrekte Mindestreserve hinterlegt. Sonst nichts. Mal haben sie zu viel, mal zu wenig - über einen großen Zeitraum gleicht sich dieser Fehler aus und der Vorteil/Nachteil der Bank geht gegen 0.
Schön, dass wir uns in diesem Punkt einig sind. Jetzt interessiert mich nur noch, wie eine Bank in deinem Geldschöpfungssystem zu wenig Mindestreserve haben kann, wenn sie doch per Definition immer nur die Überschussreserve verleiht und somit zu jederzeit ausreichend Mindestreserve hat.
Dass sich die Mindestreserve auf Einlagen beziehen ist korrekt, da habe ich mich ungenau ausgedrückt. Aber wie gesagt, das macht m.E. keinen großen Unterschied, da Kredite ungefähr = Einlagen sind. Kurzes Bsp.: Eine Bank schöpft einen Kredit, indem sie ihrem Kunden Sichtguthaben einräumt (Bilanzverlängerung) --> Einlagen und Kredite wachsen im Verhältnis 1 zu 1. Jetzt kann es natürlich passieren, dass dieser Kunde damit jmd. bezhalt, der bei einer anderen Bank ist; dann fließen die Einlagen ab, dafür kommen aber andere Einlagen zurück. Diese Ab- und Zuflüsse müssen langfristig ungefähr ausgeglichen sein, sonst bekommt die Bank Probleme. Daran sieht man aber schon, dass eine Bank immer daran interessiert ist Zuflüsse zu verzeichnen; denn Zuflüsse werden immer in Zentralbankgeld bezahlt.
Merkst du eigentlich nicht dass du hier genau die multiple Geldschöpfung beschreibst?
Original von knuddelhundi
Merkst du eigentlich nicht dass du hier genau die multiple Geldschöpfung beschreibst?![]()
das vid kenne, den typ finde ich nicht schlecht.
@knuddel: soll ich dir zum 100ten mal erklären was eine bilanzverlängerung ist und der unterschied zum geldschöpfungsmultiplikator?
hab in den letzten wochen mit verschiedenen Professoren (aus dem Bereich der Geldtheorie) gesprochen. haben mir alle recht gegeben. es hat nicht einer versucht den Geldschöpfungsmultiplikator zu verteidigen.
die frage, warum zinsen gezahlt werden finde ich trotzdem gut. da wurde mir oft geantwortet: kundenbindung; prof. binswanger meinte es würde sich für die banken momentan kaum lohnen, aber kundeneinlagen sind eine wichtige, stetige quelle bei höherem Leitzins. ähnlich hat sich fitschen in einem interview in der FAS am sonntag geäußert. sollten die zinskosten tatsächlich 50% des zinsüberschusses sein, finde ich das sehr viel. kann ich mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen, da auf kurzfristige einlagen max 1.5% gezahlt werden, während die kreditzinsen (gefühlt) weit mehr als das doppelte der durchschnittlichen einlagezinsen sind. deswegen vermute ich, dass deine zahlen der deutschen bank auch noch andere dinge beinhalten.
so, du wirfst anderen immer vor nicht auf deine punkte einzugehen. ich habe das jetzt mehrmals gemacht, während du auf meine punkte (gesetzeslage, und dein widerspruch:"MR muss wir in der praxis nicht immer einghalten, aber der geldschöpfungsmultiplikator funktioniert in der realität genau so wie in der theorie") nicht eingehst
Das finde ich schon interessant, wie hier über gewisse Finanzmechanismen geschrieben wird und viele die Zinsspanne einer deutschen Bank gar nicht einschätzen können und ganz ergeblich falsch liegen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zinsspanne
Original von jotha
Das finde ich schon interessant, wie hier über gewisse Finanzmechanismen geschrieben wird und viele die Zinsspanne einer deutschen Bank gar nicht einschätzen können und ganz ergeblich falsch liegen.
den einwurf verstehe ich nicht. es ging doch gar nicht um die zinsspanne!? sondern um ausgaben und einnahmen für zinsen der deutschen bank. wir haben nominalbeträge verglichen (schau mal einige posts/seiten weiter oben)
du hättest deinen post übrigens auch so formulieren können:
"schaut euch mal den link hier von wikipedia an, ich glaube ihr habt da hinsichtlich der interpretation der zinsspanne einen denkfehler"
hört sich irgendwie freundlicher und weniger überheblich an...
die frage, warum zinsen gezahlt werden finde ich trotzdem gut. da wurde mir oft geantwortet: kundenbindung; prof. binswanger meinte es würde sich für die banken momentan kaum lohnen, aber kundeneinlagen sind eine wichtige, stetige quelle bei höherem Leitzins
Kundenbindung ist mal überhaupt keine Begründung weil Banken ohne Kunden (und somit ohne Guthabenzinsen) dann wesentlich günstigere Kredite bzw. andere Dienstleistungen anbieten könnten und auf dem Markt den anderen Banken extrem überlegen wären.
Du hast überhaupt gar kein Argument um die hohen Guthabenzinsen zu erklären die Banken ihren Kunden zahlen.
Der einzig logische Schluss ist anzunehmen dass Banken für jeden Kredit den sie ausgeben auch in gleichem Maße Einlagen als Voraussetzung für diesen Kredit brauchen. Das ist dann die multiple Geldschöpfung.
deswegen vermute ich, dass deine zahlen der deutschen bank auch noch andere dinge beinhalten.
Z.b.?
Das sagst du nur weil du an deiner wirren Theorie unbedingt festhalten willst aber keine sinnvolle Belege dafür finden kannst. Du wirst dein Theoriegebäude nicht retten können in dem du hier verzweifelst versucht Phantomfaktoren einzuführen die keinerlei Basis haben aber deiner Theorie nach unbedingt bestehen müssen.
Sonst wäre sie ja falsch ..
@Linus
Es sollte nicht überheblich sein. Sorry.
An sich wollte ich auch den Link mit dem Zinsüberschuß über alles der Deutschen Bank einbinden.
https://geschaeftsbericht.deutsche-bank.de/2011/gb/lagebericht/geschaeftsergebnisse/konzernergebnisse/zinsueberschuss.html
Dort wird die Differenz von Zinsertrag und Zinsaufwand über alles als Zinsspanne dargestellt.
Die lag über alles eben bei 1,35 % in 2011 und 1,48 % in 2010. Da sieht man mMn den geringen Anteil, den die "hohen" Dispozinsen im Verhältnis zu den gering verzinsten Sparanlagen ausmacht.
Original von knuddelhundi
Kundenbindung ist mal überhaupt keine Begründung weil Banken ohne Kunden (und somit ohne Guthabenzinsen) dann wesentlich günstigere Kredite bzw. andere Dienstleistungen anbieten könnten und auf dem Markt den anderen Banken extrem überlegen wären.
Die Bank braucht schon Kunden, um Geschäfte machen zu können. Du meinst wahrscheinlich, dass die Bank eine höhere Marge erzielen könnte, wenn das Geld für Kredite über andere Kanäle als die Kundeneinlagen kommen würde.
Das ist mMn vergleichbar mit einer Investmentbank. Dort wären dann die Ertragsschwankungen wesentlich höher. Die Kundeneinlagen haben also einerseits einen ausgleichenden bzw. glättenden Effekt über einen längeren Zeitraum und sichern z. B. auch die Liqudität. Zur Hochzeit der Bankenkrise haben die sich ja untereinander keine Kredite mehr vergeben. Deshalb mußte da die EZB einspringen.
Um die Eigenkapitalrentabilität zu erhöhen hat die Deutsche Bank auch massiv darauf gedrungen, aus jeder erstrangigen Hypotheken-Baufinanzierung ein Provisionsgeschäft und kein Zinsgeschäft zu machen. Die Marge war zu klein. Die Ausleihung wurde also z. B. gegen Provision an die Eurohypo vermittelt.
Wie soll den die Bank die wesentlich günstigeren Kredite refinanzieren? Ich denke du irrst, dass das so einfach so wesentlich günstiger sein kann. Die fristenkongruente Refinanzierung am Geld- und Kapitalmarkt ist im Normalfall teurer als der Durchschnitt der Kundeneinlagen. Für die Refinanzierung bei der EZB müssen Sicherheiten hinterlegt werden. Die Kredite müßten also verbrieft sein oder werden und das geht auch wieder zu Lasten der Marge. Oder liege ich da falsch?
Wie soll den die Bank die wesentlich günstigeren Kredite refinanzieren? Ich denke du irrst, dass das so einfach so wesentlich günstiger sein kann. Die fristenkongruente Refinanzierung am Geld- und Kapitalmarkt ist im Normalfall teurer als der Durchschnitt der Kundeneinlagen. Für die Refinanzierung bei der EZB müssen Sicherheiten hinterlegt werden. Die Kredite müßten also verbrieft sein oder werden und das geht auch wieder zu Lasten der Marge. Oder liege ich da falsch?
Ich glaube wir missverstehen uns. Eine Bank braucht natürlich Kundenbindung da sie auf die Kundeneinlagen angewiesen ist.
Sie bräuchte allerdings keine bzw. kaum Kundenbindung wenn das Bankensystem so funktionieren würde wie die sich Kritiker hier das vorstellen.
Die Bank braucht schon Kunden, um Geschäfte machen zu können. Du meinst wahrscheinlich, dass die Bank eine höhere Marge erzielen könnte, wenn das Geld für Kredite über andere Kanäle als die Kundeneinlagen kommen würde.
Und mit anderen Kanälen meinte ich die Geldschöpfung aus dem Nichts die ja aber leider so nicht existiert.
Original von knuddelhundi
Und mit anderen Kanälen meinte ich die Geldschöpfung aus dem Nichts die ja aber leider so nicht existiert.
Nochmal zum Verständnis.
Du glaubst, Banken verleihen Geld welches von Kunden eingelegt wurde. Richtig?
Wo kommt den dann deiner Meinung nach das Geld welches die Kunden einlegen her?
Du glaubst, Banken verleihen Geld welches von Kunden eingelegt wurde. Richtig?
Nein, Kredite sind neu geschaffenes Geld. Sie basieren allerdings 1:1 auf bisherigen Kundeneinlagen minus Mindestreserve.
Genau deswegen zahlt die Deutsche Bank die Hälfte ihrer Zinserträge wieder aus.