Im aktuellen System, in dem die Banken immer wieder aufgefangen werden, stellt der ZiZi natürlich ein riesiges Problem dar. Da so kein Guthaben vernichtet werden kann, steigen die Guthaben, die das Pendant zu den Schulden darstellen, exponentiell. Die Schuldenlast von den Staaten wird also immer größer und ist nur zu lösen durch:
a) Zurückzahlen der Schulden: Ausgeschlossen, das Geld wird ja beispielsweise für dieses sinnlose Europrojekt verballert und selbst die Schulden der Wirtschaftslokomotive Deutschland ansteigen. Und uns geht es im Moment noch relativ gut. Da sieht es aufgrund von demographischen Problemen in der Zukunft, einer zunehmend sozialistischen Politik, Überflutung von unqualifizierten Ausländern etc. nicht gerade rosig aus. Von einem möglichen Dominoeffekt durch einen Grexit, auf den Spanien, Italien, Portugal und Frankreich folgen würden ganz zu schweigen. Man wird aber wohl am Euro festhalten und weiter Geld verbrennen.
b) Vernichtung von Guthaben: In Zypern hat man ja vorgemacht wie’s geht. Dann sind am Montag aufeinmal nur noch 80 % des eigenen Bankguthabens da. Aber auch eher unwahrscheinlich.
c) Hyperinflation: Unwahrscheinlich, da sich die Wut dann gegen Politiker und das Establishment richtet. Das angloamerikanische Establishment ist viel zu intelligent dafür. Erst denkbar bei vorangehender Deflation.
d) Krieg: Aktuell auch unrealistisch, da China und Russland wichtige militärische Projekte erst bis 2020 vorangetrieben haben werden.
e) Deflation und Börsencrash mit Einbrüchen bis zu 70 %: wahrscheinlichstes Szenario, demographisch sieht es düster aus – Menschen geben das meiste Geld zwischen 30 und 50 aus. Die Babyboomergeneration wird aber zunehmend älter. Außerdem die sinnvollste Lösung aus Sicht des Establishments, da die Bevölkerung schleichend verarmt und besser zu kontrollieren ist.
Hier ist noch das Beispiel für die Insel aus seinem Buch „Das Kapitalismus Komplott“:
In einer freien Marktwirtschaft verschwinden also ständig wieder »Werte«, deshalb kommt es auch nicht zu einem ungerechtfertigten Anstieg der Vermögen oder der Kredite. Sie sind durch die tatsächliche Produktion von Waren gedeckt. Um das noch deutlicher zu machen, kehren wir zurück auf unsere Insel. Dann kann ich auch die immer wieder auftretende Frage beantworten, woher denn das Geld beziehungsweise Gold für die Zinsen stammt. Wir sind inzwischen in einer ziemlich arbeitsteiligen Wirtschaft angekommen. Gold zirkuliert und verschiedenste Produkte und Leistungen werden angeboten.
Ein Bewohner entschließt sich, Fischer zu werden. Er will das Netz aber nicht selbst knüpfen, weil dies zu lange dauert und es inzwischen professionelle Netzhersteller gibt. Aber er hat kein Geld. Also leiht er sich von einem anderen Insulaner, der Gold hat, weil er eine Leistung verkaufen konnte, 100 Taler. Der Verleiher verlangt aber 10 Prozent Zinsen, denn er kann schließlich in dieser Zeit das Gold nicht für sich nutzen, sei es für Konsum oder eine eigene Investition. Das Netz kostet den angehenden Fischer 100 Taler. Er kauft sich das Netz, investiert seine Arbeitszeit, fängt und verkauft 100 Fische zu je 2 Taler. Jetzt kann er die 100 Taler zurückzahlen plus 10 Taler Zinsen. Ihm bleiben 90 Taler Gewinn.
Aber woher kommt nun das Gold dafür?
Um sich das besser vorstellen zu können, nehmen wir einfach an, er bezahlt die Zinsen mit Fischen. Er gibt also 100 Taler zurück plus fünf Fische; er könnte dem Geldgeber auch 55 Fische im Wert
von 110 Talern zurückgeben. Die restlichen 45 Fische verkauft er.
Wiederum bleibt ihm ein Gewinn von 90 Talern. Natürlich, und das setzen wir hier stillschweigend voraus, müsste der Geldgeber dieses Zahlungsmittel akzeptieren und vor allem sicher sein,
dass die Fische auch 2 Taler wert sind. Entscheidend ist hier: Die Zinsen werden aus der zusätzlichen Leistung bezahlt, die der Fischer erbracht hat.
Aber dazu ist doch gar nicht genug Gold da, folgt in der Regel als nächste
Frage. Ganz einfach: Die Menge des gesamten vorhandenen Goldes ist gleich geblieben, aber seine Kaufkraft hat sich um die zusätzlichen Fische erhöht. Wenn es vorher 100 Waren (= Fische) gab und
nun 200, dann ist das Gold jetzt so viel wert wie die 200 Waren. Das setzt immer voraus, dass die Waren nicht nur produziert, sondern auch verkauft werden. Werden sie nicht abgesetzt und
die Fische verrotten, schwindet auch die Kaufkraft des Goldes wieder. Jede beliebige Menge an Gold reicht also aus, um alle Wünsche zu erfüllen. Der Wert des Goldes bestimmt sich jeweils nach den unterschiedlichen Bedürfnissen der Marktteilnehmer.