Röster kann ich empfehlen:
https://shop.kaffeewelt-eisbrenner.de - ist im Prinzip mein Hausröster, habe mit dem zusammen seinen 100% Robusta Espresso aufgelegt. Mittlerweile sind wir fast schon befreundet und ich lerne von dem soviel.
https://www.roestkartell.de - sehr gutes P/L Verhältnis, gerade für Espresso sind die zu empfehlen. Filter haben sie leider nicht so gut drauf.
https://www.samyju.com - sehr schöne Sachen. Habe dort bisher hauptsächlich Filter gekauft. Etwas teurer aber Qualität sehr gut.
https://www.quijote-kaffee.de/shop/ - sehr geile new wave Sachen. Auch super netter Typ der sich in den einschlägigen deutschen Kaffee Ecken im Internet echt engagiert zeigt. War bisher mit seinen Sachen sehr zufrieden.
https://murnauer-kaffeeroesterei.de - wird sehr gehyped gerade. Haben übelste Spezialitätenkaffees zu echt auch übelsten Preisen. Habe bisher nur einmal da bestellt und fands ziemlich gut. Hab mich an die sehr speziellen aber noch nicht rangetraut.
Habe bei allen schon online bestellt und immer mit PayPal bezahlt. Alles reibungslos und vor allem schnell. Alle arbeiten mit den Farmen zusammen und haben viele Kooperationen und Bio-Kaffees im Sortiment. Keiner der Röster hat mir Bohnen verkauft die vor länger als 3 Wochen geröstet wurden, teilweise sogar Tage nach Röstung.
Hab den Thread mal bisschen durchgeblättert und leider muss ich gestehen hier steht teilweise etwas unwissender Unfug drin (no offense). Vor allem das mit der Kaffeemühle ist mir etwas aufgestoßen. Aber die meisten Kommentare sind ja auch schon mehr als 2 Jahre her. Bei jeder Kaffeezubereitung sieht das erst einmal so aus:
Bohne >>> Mühle >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> alles andere (das können die Zubereitungsart sein, Wasser! (wird oft vergessen), Maschinen, Hilfsmittel (Stichwort Puck prep beim Siebträger) oder Parameter (Brühtemperatur, Wasser/Kaffee Verhältnis, Brühdauer etc.)
Es ist richtig zu sagen, dass die Bohne das Wichtigste ist. Art der Röstung, wie lange ist die Röstung her und Güte der Bohne (wenig Bruch, wenig Pulpe, Konformität) sind hier zu nennen. Die Mühle allerdings folgt gleich auf dem Fuße, warum? Letzten Endes geht es beim Kaffee zubereiten um Extraktion. Es gilt die Parameter zu treffen um die Extraktion so günstig wie möglich zu gestalten und damit den bestmöglichen Geschmack aus der Bohne zu lösen. Und da hat die Mühle einen signifikanten Einfluss: sie bricht die Bohne so auf, dass Homogenität im Mahlgut entsteht d.h., dass das Kaffeemehl so gleichmäßig wie möglich gemahlen wird. Dabei sollte die Bohne wirklich gemahlen und nicht gequetscht oder geschnitten werden. Damit erhalten wir dann auch eine deutlich bessere Extraktion und genau das ist das was wir trinken in der Tasse: die Extraktion. Und das können gute Grinder signifikant besser als günstige.
Pokahface hat recht wenn er hier mehrfach die Commandante empfohlen hat, das ist eine ordentlich Mühle für das Preissegment. Ich habe mir auch was gegönnt, eine Fellow Ode Gen 2. Diese Mühle kann keinen Espresso oder Mokka (die feinsten Mahlgrade) und ist speziell auf andere Zubereitungsarten fokussiert. Ich mache damit meistens meinen Hario V60 Filterkaffee, befülle damit aber auch meine french Press und meine Aero-Press. Könnte zufriedener nicht sein und es ist definitiv mein absoluter Tipp für Filtermühlen bis 1k€.



Kaffee ist wirklich ein sehr spezielles Thema im Kulinarischen. Und ich denke ich weiß da insgesamt wovon ich spreche.
Jeder trinkt Kaffee, aber mMn trinken 90% der Weltbevölkerung miesen Kaffee. Nach dem Motto: schwarz und heiß muss er sein. Das kommt hauptsächlich aufgrund der second wave of coffee. Empfehle euch mal kurz hier reinzuschauen, da wird es relativ kurz erklärt was ich meine. Es ist unfassbar wie ich Leute sehe die sich ne 1,5k Miele oder Jura kaufen und dann da Lavazza Bohnen rein schmeißen. Das ist Flüssigkeitsaufnahme, hat mit Kaffee aber relativ wenig zu tun. Da ist vor allem der Deutsche ein Paradebeispiel dafür. Es iat aber wirklich unglaublich wie anders Kaffee schmecken kann, wenn man sich darauf einlässt in das Thema einzutauchen. Hatte Kaffees bei denen ich dachte ich trinke Tee, oder Kaffee die so fruchtig waren (man spricht beim Kaffee von Frucht und nicht von Säure), dass ich dachte ich trinke ein anderes Getränk. Gleiches bei Espressi: 100% Robusta, richtig dunkel und ölig geröstet, das ist was was Leute nicht kennen. Aus einem schönen Blend kann man richtig aufgebrüht mit PID, Preinfusion und flow control, je nach Parameter süßere, bittere, fruchtigere Espressi machen. Aus der gleichen Bohne wohlgemerkt. Wirklich ein Thema über das ich wirklich seitenlang schreiben könnte und ich habe vor etwa 3 Jahren erst damit angefangen.
Freue mich über etwas Austausch