Original von michimanni
Original von rootsanarchy
zur veranschaulichung mal 2 szenarien:- jemand ist akut suizidal. man versucht ihm zu helfen, aber trotz freundlicher worte, empathie und guter tipps nimmt er sich schließlich das leben.
- jemand ist akut suizidal. man verweigert ihm anonyme hilfe. er nimmt sich das leben.
das ergebnis beider szenarien ist dasselbe. trotzdem wird doch wohl niemand bestreiten wollen, dass das handeln in szenario 1 moralisch sehr viel korrekter war.
Was ist mit dem Fall, dass sich jemand aufgrund gut gemeinter Tipps, die aber leider genau das Gegenteil von dem bewirken, was sie bewirken sollen, sich das Leben nimmt? Ich fände den Gedanken schrecklich, wenn ich mir entsprechende Vorwürfe machen müsste, weil ich meinte, in einer so wichtigen Situation eine Hilfe leisten zu müssen, die ich einfach nicht zu leisten im Stande war.
das halt ich offen gesagt für eine irrationale angst deinerseits. kann mir nur schwer vorstellen, dass warme worte und der gut gemeinte tipp sich an fachleute zu wenden, evtl mit kontaktdaten, jemanden dazu bringt, sich das leben zu nehmen - bzw dass dies zu einem negativeren ergebnis führt als demjenigen komplett die hilfe zu verweigern. du stellst hier einfach aus einer irrationalen angst heraus dein seelisches wohlergehen über das schicksal des "gefährdeten".