Ich hab mich jetzt mal n bissl mit den Stats beschäftigt und geschaut, warum es bei welchen Händen funktioniert und dann die Ranges, die zu meinen Stats "gehören" mit meinen tatsächlichen Händen, die ich spiele verglichen.
Danach ziehe ich den Schluss, dass man hier nicht standardmäßig mit den den Stats diskutieren kann, weil die Zusammensetzung der Range bei mir von unten erfolgt und nicht von oben. Was soll das heissen? Naja es heisst, das der Standard für ViP40 ungefähr so aussieht:
33+, A2s+, K2s+, Q4s+, J7s+, T8s+, A2o+, K4o+, Q7o+, J9o+
Bei mir werden allerdings die meisten "gefährlichen" hände wie bspw. KJ, Ax, Kx und sowas eher durch 24, 35 etc. ersetzt. Das heisst ich reduziere den Anteil der Hände in denen ich schwere Entscheidungen Postflop zu treffen habe. Ich calle bspw. einen Raise eher mit einen Low-Gap-Connector als mit KQ oder AJ, sofern ich einen TAG als Aggressor habe.
Übrigens mache ich den meisten Verlust mit AK, da ich hier entweder nur einen kleinen Pot bekomme oder in ein niedriges set oder Ax mit einem 2pair reinlaufe. Es fällt dann unglaublich schwer sich zu trennen, dass sind bisher so die gezogenen Schlüsse...aber wie gesagt, ich spiel jetzt erstmal 100K
Nochwas zur Spielweisenbezeichnung: vielleicht ist hier das Verständnis ähnlich unterschiedlich wie bei der Handrange. Der Aggressionsteil bei mir bezieht sich hauptsächlich auf Postflop, da ich viele Flops relativ günstig sehe und dann Druck mache. Mit meiner Handrange macht es keinen Sinn preflop einen Reraise anzusetzen oder eine hohe PFR-Quote zu haben, da ich dann wirklich Geld nur so rausballern würde. Auf dem Flop sieht die Sache dann schon ganz anders aus. Und zum Thema "Ausnehmen durch TAGs" bleibt dann nur zu sagen, dass hierzu nur beschränkte Möglichkeiten bestehen. Würde ich einen TAG Preflop attakieren oder reraisen, dann gebe ich Euch recht, aber genau das tue ich ja nicht. Um sich gegen mich zu verteidigen, müsste er Preflop wesentlich höhere Bets/Raises machen. Das hätte dann nur 2 Haken: a) zwingt mich niemand ihn zu callen, und ich kann mir auch nen anderen Tisch nehmen b)muss er auch die anderen Spieler einkalkulieren, und er läuft gefahr gar keine Action mehr zu bekommen. Habe ich Position auf diesen Spieler, beschränken sich seine Möglichkeiten ja nur auf einen hohen Raise preflop (aber siehe a)) ,oder er muss mich postflop erwischen, und hier hat er dann das Problem der Unsicherheit wo er denn steht. Solange ich nicht blind gegen ihn andonke, sehe ich nicht wirklich viel Risiko in der Situation.
Ich hoffe ich habe jetz mal ein wenig die Denkansätze erläutert, die leider noch ohne aussagekräftige Daten sind. Ich denke allerdings man macht es sich zu einfach, wenn man diesen Ansatz nur anhand von ViP und PFR bewerten möchte.