Original von aaaRt
Ich habe gestern mal LUGAS angeschrieben und formal eine Änderung meines Limits beantragt. Diese Auskunft habe ich erhalten: https://www.gluecksspiel-behoerde.de/images/231116%20-%20FAQ_Spieler_deutsch.pdf3. Kann die Behörde mein Limit ändern?
Eine Limitänderung durch die Behörde kann nicht erfolgen. Sie können dies aber jederzeit bei jedem erlaubten Anbieter vornehmen. Wenden Sie sich bitte an den Support Ihres Anbieters, falls Sie die Option in Ihren Kontoeinstellungen nicht finden können.
6. Was kann ich tun, wenn mir der Veranstalter kein erhöhtes Limit gewährt?
Die Erteilung von erhöhten Limits obliegt genauso wie die Setzung und Änderung des anbieterübergreifenden Limits ausschließlich dem Anbieter. Es gibt keine Handhabe der Behörde gegenüber den Veranstaltern erhöhte Limits für Spieler durchzusetzen.
Diese Entscheidung trifft ein Veranstalter allein. Bitte übersenden Sie keine Kontoauszüge, sonstige Einkommensnachweise oder Personaldokumente an die Behörde. Diese werden ohne nochmalige Rückmeldung gelöscht.Also verstehe ich nicht ganz, wirkt ja so als hätten die Anbieter die Möglichkeit, die Limits anzupassen? Hat das jemand mal versucht bzw. könnte das mal jemand mit aktivem Account anfragen? Ich hatte meine PS Account nach Inkrafttreten des GlüStV nicht mehr aktiviert.
Ich dachte zuerst, dass dein Gegenüber dich einfach missverstanden hat.
§ 6c Abs. 1 S. 2 GlüStV 2021 ist ja ganz eindeutig:
Das anbieterübergreifende Einzahlungslimit darf grundsätzlich 1000 Euro im Monat nicht übersteigen.
Der Satz gleich danach sagt aber:
In der Erlaubnis kann zur Erreichung der Ziele des § 1 festgelegt werden, dass und unter welchen Voraussetzungen der Erlaubnisinhaber im Einzelfall mit anbieterübergreifender Wirkung einen abweichenden Betrag festsetzen kann.
Besagte Ziele:
Ziele des Staatsvertrages sind gleichrangig
1.
das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen,
2.
durch ein begrenztes, eine geeignete Alternative zum nicht erlaubten Glücksspiel darstellendes Glücksspielangebot den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen zu lenken sowie der Entwicklung und Ausbreitung von unerlaubten Glücksspielen in Schwarzmärkten entgegenzuwirken,
3.
den Jugend- und den Spielerschutz zu gewährleisten,
4.
sicherzustellen, dass Glücksspiele ordnungsgemäß durchgeführt, die Spieler vor betrügerischen Machenschaften geschützt, die mit Glücksspielen verbundene Folge- und Begleitkriminalität abgewehrt werden, und
5.
Gefahren für die Integrität des sportlichen Wettbewerbs beim Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten vorzubeugen.
Mit sehr viel Wohlwollen könnte man vielleicht aus Nr. 2 und 4 ableiten, dass es besser ist, wenn deutsche Mid Stakes Spieler, die die Regulierung quasi schon zu High Rollern macht, auf regulierten Seiten spielen statt auf unregulierten Seiten gegen Bot-Armeen, RTA, Multi Accounter etc etc. anzutreten?
Nachdem GG ja schon geantwortet hat (verstehe ich jedenfalls so), dass sie selbst noch im Bewilligungsverfahren stecken, andere aber schon die Erlaubnis erhalten haben, könnte man ja mal bei Pokerstars, Party und 888 nachfragen, wie es bei ihnen aussieht und sich die Voraussetzungen dann genauer erklären lassen.