Zum Forum springen
Leben wir in einer ...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Leben wir in einer Simulation?

342 Beiträge
65 Benutzer
1614 Reactions
22.9 K Ansichten
ine23
Beigetreten: 11.10.2009

Original von Paxis
Könntest du das genauer ausführen?
Habs gerade gegoogelt und nur widersprüchliche Sachen gefunden. Also manche sagen es geht aber eben sehr geringe Wahrscheinlichkeit, so gering das es eben noch nie durch Zufall passiert ist. Andere sagen es geht auf makroskopischer Ebene nicht weil XYZ.

Von der Überlegung her ist es eigentlich ganz einfach. Die Frage die sich stellt, es ist physikalisch möglich oder nicht? Da lautet die Antwort "Ja". Es geht ja eigentlich nur darum ob sich Materie so anordnen kann, dass ein Bündel 500er rausschaut. Wird halt nicht passieren, aber da es Bündel 500er gibt, muss es auch möglich sein Materie so anzuordnen. Aber es müsste halt soviel passieren, keine Ahnung was für eine Anzahl an Atomen so ein 500er Bündel hat, dass es halt praktisch unmöglich sein wird.

Auch im Makro Bereich gibt es Dinge die man einfach nicht vorhersehen kann. Zum Beispiel Populationen. Die funktionieren nach klar nachvollziehbaren mathematischen Gesetzen, aber auch wenn du die Startbedinungen und alle Umstände kennst, kannst du nicht voraussagen wie wie groß die Population zum Zeitpunkt x ist.


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Gut das mit den Populationen weiß ich nicht, da glaub ich dir einfach mal. Dann gibt es nur sehr wenig echten Zufall in unserer Wahrnehmungsebene.

Mhh...ok wenn es also physikalisch im theoretischen möglich ist dann ist es bisher nicht passiert weil die Wahrscheinlichkeit gegen 0 tendiert.
Die meinen es geht nicht reden immer vom Pauli Prinzip der Abstoßung usw.


Antwort
Zitat
ine23
Beigetreten: 11.10.2009

Bin selber nur interessierter Laie. Hab es aus einem Interview, welches ich vor einigen Jahren gelesen habe. Der Interviewte war, glaub ich, String Theoretiker, und meinte es würde sich nicht ausschließen lassen, dass sich ein Dinosaurer materealisiert. Hab es nicht mehr gefunden, sonst hätte ich es verlinkt.


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Also bei Stringtheoretikern bin ich erst mal vorsichtig :|. Die Theorie wird wahrscheinlich nicht stimmen und viele der Stringtheoretiker wollen das einfach nicht wahr haben. Interessant wäre dann auch ob seine Erläuterung nur stimmt wenn die Strintheorie stimmen würde, oder ob dies Aussage unabhängig davon ist.


Antwort
Zitat
Froned
Beigetreten: 30.07.2007

@paxis
Wie anerkannt ist denn die Theorie des Laplaceschen Dämon?
Kurz: Der Laplacesche Dämon ist die Veranschaulichung der erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Auffassung, nach der es im Sinne der Vorstellung eines geschlossenen mathematischen Weltgleichungssystems möglich ist, unter der Kenntnis sämtlicher Naturgesetze und aller Initialbedingungen wie Lage, Position und Geschwindigkeit aller im Kosmos vorhandenen physikalischen Teilchen, jeden vergangenen und jeden zukünftigen Zustand zu berechnen und zu determinieren. Nach dieser Aussage wäre es theoretisch möglich, eine Weltformel aufzustellen.

Steht dem Zufall ja entgegen.


Antwort
Zitat
Tartarus
Beigetreten: 29.10.2006

Original von Froned
@paxis
Wie anerkannt ist denn die Theorie des Laplaceschen Dämon?
Kurz: Der Laplacesche Dämon ist die Veranschaulichung der erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Auffassung, nach der es im Sinne der Vorstellung eines geschlossenen mathematischen Weltgleichungssystems möglich ist, unter der Kenntnis sämtlicher Naturgesetze und aller Initialbedingungen wie Lage, Position und Geschwindigkeit aller im Kosmos vorhandenen physikalischen Teilchen, jeden vergangenen und jeden zukünftigen Zustand zu berechnen und zu determinieren. Nach dieser Aussage wäre es theoretisch möglich, eine Weltformel aufzustellen.

Steht dem Zufall ja entgegen.

Wo wir wieder bei der Simulation wären. Da wären eben diese Naturgesetze als Initialzustand eingegeben worden und der rest wird dann berechnet.


Antwort
Zitat
Tartarus
Beigetreten: 29.10.2006

Und auch Quantenfluktuationen müssen kein echter zufall sein. Das kann auch bedeuten, dass wir nicht alle Variablen kennen. Beispielsweise weitere Dimensionen, in oder durch welche diese Ereignisse beeinflusst werden.


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Es geht in der Wissenschaft immer darum wie der aktuelle Stand ist und ob man mit Experimenten und Vorhersagen eine Theorie testen und belegen kann. Wenn das zu erwartende Ergebnis immer wieder gleich ist und von anderen an anderer Stelle reproduziert werden kann, dann gilt es auch erst mal als bewiesen. So funktioniert unsere Physik.
Es wurden keine weiteren Dimensionen bewiesen als die 4 (Zeit ist eine Dimension), zumindest so weit ich weiß. Es gab also weder Beobachtungen oder Belege die darauf hindeuten. Wäre es so und gäbe es eine momentane Vermutung, wie auch immer, das Quantenfluktuationen mit einer anderen Dimension zusammenhängen könnten, dann würde man in der Wissenschaft nicht sagen das bewiesen wurde das virtuelle Teilchen aus dem Nichts auftauchen und dann wieder unter Planck Zeit verschwinden.
Die sollten also aus keiner anderen Dimension kommen und dahin zurückgehen.

Seriöse Wissenschaft hat auch überhaupt kein Problem damit zu sagen "Wissen wir noch nicht" Wissenschaftler haben ja Spaß daran Fragen zu beantworten.
Beispiel dafür sind die Quantenverschränkungen unter Teilchen. Also wenn Zwei Teile Quantenverschränkt sind. Dann wissen sie immer was das andere Teilchen macht. Dreht sich Teilchen A nach links, dann dreht sich Teilchen B auch nach links, ändern wir die Richtung von Teilchen A dann tut automatisch Teilchen B das Gleiche. Problem an der Geschichte ist nicht nur wie die miteinander verbunden sind, sondern das die Änderung unendlich schnell also ohne Zeitverlust passiert.
Ist Teilchen A auf der Erde und Teilchen B eine Milliarde Lichtjahre entfernt, dann wird Teilchen B sofort, ohne das Zeit vergeht, seine Drehrichtung ändern sobald es Teilchen A ebenfalls tut.
Die Wissenschaft weiß bis heute nicht wieso das so ist und wie das funktioniert.

Original von Froned
@paxis
Wie anerkannt ist denn die Theorie des Laplaceschen Dämon?
Kurz: Der Laplacesche Dämon ist die Veranschaulichung der erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Auffassung, nach der es im Sinne der Vorstellung eines geschlossenen mathematischen Weltgleichungssystems möglich ist, unter der Kenntnis sämtlicher Naturgesetze und aller Initialbedingungen wie Lage, Position und Geschwindigkeit aller im Kosmos vorhandenen physikalischen Teilchen, jeden vergangenen und jeden zukünftigen Zustand zu berechnen und zu determinieren. Nach dieser Aussage wäre es theoretisch möglich, eine Weltformel aufzustellen.

Steht dem Zufall ja entgegen.

Gut das du das schreibst weil mit der Theorie dieses Dämons wollte ich mich eh schon länger mal genauer beschäftigen. Hab ich aber noch nicht, daher kann ich dazu nichts sagen.
Aber ich kann dir sagen das echter Zufall auf Quantenebene nachgewiesen wurde.
Wenn du einen halbdurchlässigen Spiegel nimmst gehen 50% der Photonen (Licht) durch diesesn Spiegel und 50% werden reflektiert, deswegen eben halbdurchlässig. Das interessante ist das man nicht vorhersagen kann welches Photon hindurch geht und welches nicht. Jedes Photon ist absolut gleich und es entscheidet sich erst am Spiegel ob es durch geht oder nicht. Die Experimente dazu sind sehr kompliziert aber diese haben bewiesen das es wirklich Zufall ist.


Antwort
Zitat
Tyler12
Beigetreten: 08.10.2007

...
Ist Teilchen A auf der Erde und Teilchen B eine Milliarde Lichtjahre entfernt, dann wird Teilchen B sofort, ohne das Zeit vergeht, seine Drehrichtung ändern sobald es Teilchen A ebenfalls tut.
...

Interessant.
Ist das ne Vermutung und wenn nein, wie wurde das bewiesen? Ich mein, kein Mensch war bis jetzt eine Milliarde Lichtjahre von der Erde entfernt... Solche Experimente können doch nur auf der Erde gemacht worden sein. :thinking:


Antwort
Zitat
Snookz
Beigetreten: 13.06.2008

Original von Tyler12

...
Ist Teilchen A auf der Erde und Teilchen B eine Milliarde Lichtjahre entfernt, dann wird Teilchen B sofort, ohne das Zeit vergeht, seine Drehrichtung ändern sobald es Teilchen A ebenfalls tut.
...

Interessant.
Ist das ne Vermutung und wenn nein, wie wurde das bewiesen? Ich mein, kein Mensch war bis jetzt eine Milliarde Lichtjahre von der Erde entfernt... Solche Experimente können doch nur auf der Erde gemacht worden sein. :thinking:
https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenverschr%C3%A4nkung


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Ja ist bewiesen.
Du nimmst einfach ein Teil in Europa und das andere schaffst du in die USA. Dann drehst du eben eines der Teile und das andere macht es ebenfalls. Man konnte messen das es keinen Zeitverlust gibt.
Das mit der großen Entfernung habe ich nur gemacht damit es beeindruckender klingt ;)

Ein Quantencomputer nutzt diese Quantenverschränkung so weit ich weiß und ist daher so unglaublich schnell. Und eine Quantenverschlüsselung (zum Beispiel für einen Chat) nutzt das ebenfalls.


Antwort
Zitat
Hirx123
Beigetreten: 25.06.2013

Original von Paxis
Könntest du das genauer ausführen?
Habs gerade gegoogelt und nur widersprüchliche Sachen gefunden. Also manche sagen es geht aber eben sehr geringe Wahrscheinlichkeit, so gering das es eben noch nie durch Zufall passiert ist. Andere sagen es geht auf makroskopischer Ebene nicht weil XYZ.

Schau dir mal den Tunneleffekt an. Teilchen können durch "Wände" durchgehen, obwohl sie nicht die nötige Energie dafür haben. Das passiert aber nur mit einer von der Wandstärke abhängigen Wahrscheinlichkeit, welche exponentiell abnimmt. Rein mathematisch ist das auch auf makroskopischer Ebene möglich, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ca 10^23 alle gleichzeitig durch eine näherungsweise unendlich dicke Wand tunneln, ist praktisch null.


Antwort
Zitat
Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006

Original von Paxis
Aber ich kann dir sagen das echter Zufall auf Quantenebene nachgewiesen wurde.
Wenn du einen halbdurchlässigen Spiegel nimmst gehen 50% der Photonen (Licht) durch diesesn Spiegel und 50% werden reflektiert, deswegen eben halbdurchlässig. Das interessante ist das man nicht vorhersagen kann welches Photon hindurch geht und welches nicht. Jedes Photon ist absolut gleich und es entscheidet sich erst am Spiegel ob es durch geht oder nicht. Die Experimente dazu sind sehr kompliziert aber diese haben bewiesen das es wirklich Zufall ist.

Damit hast du allerdings nur bewiesen, dass du die Interaktion von Gitterstruktur im Spiegel und dem Photon nicht für jedes Teilchen vorhersagen kannst, sondern nur statistisch für alle Teilchen. Bewiesen, dass die Interaktion fundamental zufällig ist, hast du nicht.


Antwort
Zitat
Hirx123
Beigetreten: 25.06.2013

Original von Paxis

Beispiel dafür sind die Quantenverschränkungen unter Teilchen. Also wenn Zwei Teile Quantenverschränkt sind. Dann wissen sie immer was das andere Teilchen macht. Dreht sich Teilchen A nach links, dann dreht sich Teilchen B auch nach links, ändern wir die Richtung von Teilchen A dann tut automatisch Teilchen B das Gleiche. Problem an der Geschichte ist nicht nur wie die miteinander verbunden sind, sondern das die Änderung unendlich schnell also ohne Zeitverlust passiert.
Ist Teilchen A auf der Erde und Teilchen B eine Milliarde Lichtjahre entfernt, dann wird Teilchen B sofort, ohne das Zeit vergeht, seine Drehrichtung ändern sobald es Teilchen A ebenfalls tut.
Die Wissenschaft weiß bis heute nicht wieso das so ist und wie das funktioniert.

Falsch. Wenn du den Spin von Teilchen A änderst, hat das keine Auswirkung auf Teilchen B. Wäre das nicht so, dann wäre das ein Verstoß gegen die Relativitätstheorie (Informationen können sich nicht schneller als das Licht ausbreiten).


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Das habe ich mir nicht ausgedacht. Es funktioniert so. Allerdings verstößt es nicht gegen die Relativitätstheorie da keine Informationen übertragen werden. Quantenverschränkte Teilchen werden als ein gemeinsamer Zustand betrachtet, deswegen wird auch keine Information in über Lichtgeschwindigkeit übertragen wenn das passiert.

edit:
Ach ja ich bin nur Laie, natürlich kann ich auch was falsch verstanden haben etc.

Original von Hirx123

Original von Paxis
Könntest du das genauer ausführen?
Habs gerade gegoogelt und nur widersprüchliche Sachen gefunden. Also manche sagen es geht aber eben sehr geringe Wahrscheinlichkeit, so gering das es eben noch nie durch Zufall passiert ist. Andere sagen es geht auf makroskopischer Ebene nicht weil XYZ.

Schau dir mal den Tunneleffekt an. Teilchen können durch "Wände" durchgehen, obwohl sie nicht die nötige Energie dafür haben. Das passiert aber nur mit einer von der Wandstärke abhängigen Wahrscheinlichkeit, welche exponentiell abnimmt. Rein mathematisch ist das auch auf makroskopischer Ebene möglich, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ca 10^23 alle gleichzeitig durch eine näherungsweise unendlich dicke Wand tunneln, ist praktisch null.

Alles klar danke, das dachte ich mir dann auch so :)


Antwort
Zitat
Tyler12
Beigetreten: 08.10.2007

Antwort
Zitat
pg89
Beigetreten: 05.04.2008

Ja, Lichtjahre dauern :|


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Da die Information nicht schneller als mit Licht reisen sollte, würde es ja auch so lange dauern wie das Licht braucht um diese Strecke zurückzulegen :|


Antwort
Zitat
Hirx123
Beigetreten: 25.06.2013

Original von Paxis
Das habe ich mir nicht ausgedacht. Es funktioniert so. Allerdings verstößt es nicht gegen die Relativitätstheorie da keine Informationen übertragen werden. Quantenverschränkte Teilchen werden als ein gemeinsamer Zustand betrachtet, deswegen wird auch keine Information in über Lichtgeschwindigkeit übertragen wenn das passiert.

In deiner Variante von Entanglement können informationen übertragen werden:
zB. kann man sagen, dass spin up = 1 und spin down = 0 ist. Jetzt brauch ich nurnoch genug verschränkte Teilchen und könnte instantan eine Nachricht im Binärcode von A nach B senden, indem ich meine Teilchen nach meinem Gusto drehe.

Verschränkung bedeutet nicht, dass "egal was ich mit Teilchen A mache, ich weiß immer was Teilchen B macht".
Verschränkung bedeutet, dass obwohl 2 Teilchen einen random Spin haben, wenn Sie verschränkt sind (und ich weiß wie sie verschränkt sind) dann brauch Ich nur den Zustand eines Teilchen zu messen und kenne den des anderen.


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Danke. Das keine Informationen übertragen werden wusste ich schon.
Wieso hast du mich nicht einfach direkt berichtigt ;)?

Aber wenn ich den Spin des einen Teilchen ändere, dann ändere ich dadurch ja auch automatisch den des anderen. Also es geht ja nicht nur darum ein Teilchen zu messen und zu wissen wie sich das andere verhält sondern das man diesen Spin ändern kann und dadurch ändert sich auch der Spin des anderen!?


Antwort
Zitat