Original von ThePope111
Vonovia könnte ein rough ride werden, aber ich überlege auch, ob ich da noch mal nachschieße. Sind generell sehr solide aufgestellt und das KGV geht auch voll klar. Zinserhöhungen knallen dagegen natürlich voll rein bei Vonovia und das ist der Punkt, der mich ein bisschen nachdenklich macht.
Edit: Mal abgesehen von den politischen Vorstößen in Deutschland, die bisher eher nicht in Richtung Vermieter etc gegangen sind.
Würde mich generell eure Einschätzung interessieren, die negative Entwicklung ist bei Vonovia meines Erachtens nach zum größten Teil bereits eingepreist.
Bei Immobilienwerten sollte man dem KGV keine wirkliche Beachtung schenken, hier ist das FFO eine viel bessere Kennzahl, um Unternehmen dieser Branche zu bewerten.
Die Zinsen sehe ich gar nicht so als das größte Problem, die Kredite haben gewisse Laufzeiten und Vonovia versucht ja aktuell einen Teil ihres Bestandes zu verkaufen, um liquide zu bleiben. Des Weiteren munkelt man, dass die Gebote für diesen Verkauf, recht ansprechend sind, also keine Spur von dem großen Preisverfall im Immobiliensektor.
Viele fürchten doch tatsächlich, dass das Mietausfallrisiko stark steigt und Vonovia möglicherweise auf den Energiekosten sitzen bleiben könnte, wenn die Mieter diese nicht mehr bedienen können.
Halte ich für völlig übertrieben. Miete und Strom kommt direkt nach Lebensmittel. Da wird erst mal an vielen anderen Fronten gespart, bevor man zum äußersten greifen muss.
Es ist nur meine Sicht, aber für mich ist Vonovia mit wiederkehrenden Mieteinnahmen ein recht sicherer Hafen und das größte Risiko sehe ich tatsächlich in der Politik und nicht in Zinsen, Corona oder Gasknappheit.
Zu der Adobe Übernahme: "Der Kauf an sich könnte schon sinnvoll sein, aber der Preis ist echt heftig".
Dennoch sollte man vielleicht auch noch einen Blick auf Figma selbst werfen und dessen Chancen etwas betrachten, bevor man das Handtuch in die Ecke wirft.
kA generell schwierig atm, sollte die Fed wirklich auf 4,5-5,5 % hochgehen, gibt es vor allem für Instis kaum noch Gründe überhaupt auf der Buyer-Seite bei Aktien aufzutreten
Nur meine Meinung, keine Empfehlung. Umso skeptischer und ängstlicher alle anderen sind, umso höher schlägt mein persönlicher Kaufindikator Richtung "Kaufen" aus. Ich bin zu 100% investiert, die Sparpläne laufen auf Anschlag und alles was zusätzlich noch an Geld reinkommt, auf welches ich nicht angewiesen bin, fließt ebenfalls zeitnah in den Markt.
Vielleicht geht es noch mal 10%, 20% oder gar 30% nach unten. Vielleicht bleiben die Kurse auch über Jahre am Boden.
Der Aktienmarkt wird langfristig alternativlos bleiben, weshalb es nur eine Frage der Zeit ist, wann das ganze abgezogene Kapital wieder in die Börse fließt und die Kurse in die Höhe treiben wird.