Zum Forum springen
Benachrichtigungen
Alles löschen

Einzelwerte - Aktien

8,273 Beiträge
575 Benutzer
31884 Reactions
1 M Ansichten
Heinz021
Beigetreten: 27.09.2007
BlackMember

Original von Heinz021
Hoffe diese Kaspereien haben im November ein Ende.

OPEC+ scheint auch keinen Bock mehr drauf zu haben und reduziert um 100k/d.

Des weiteren will man sich vorbehalten, sollte man sich vom Markt genötigt sehen, auch abseits der Fixtermine Meetings abzuhalten.


Antwort
Zitat
TooBigToFail
Beigetreten: 05.08.2016
Legacy Member

Original von thomasSP

Original von TooBigToFail
In meinem Umfeld haben sich Leute durch Zinsswaps abgesichert, aber sind überwiegend happy, weil sie nicht variabel finanziert haben.

haben die einen kredit mit fixem zinssatz und für die anschlussfinanzierung einen zinsswaps zur absichung, oder wie ist das gemeint?

und warum nimmt man dann nicht gleich einen kredit mit fixem zinssatz über eine längere laufzeit?

bei assets die überwiegend in EUR gehalten werden macht es durchaus Sinn einen Währungsswap der variabel verzinst ist zur absicherung abzuschließen. Es geht nicht nur um eine Immobile sondern um alle Assets die man hat. Bei Menschen deren Gesamtverögen in einem einzigen Asset besteht, kann man es aber natürlich auch ganz einfach machen. Gibt ja durchaus Leute die 80% oder mehr in einer Immobilie stecken haben


Antwort
Zitat
nbchiller
Beigetreten: 05.03.2010
PokerStrategist

Muss mal wieder sein. xD


Antwort
Zitat
Heinz021
Beigetreten: 27.09.2007
BlackMember

Cramer hat sogar die Queen auf dem Gewissen :|

Aber schon krass wie zBps ein Bluechip wie Intel nach -55% an so nem Tag wie heute es schafft nochmal -7% hinzulegen. Hat mittlerweile ein P/E von 6 :f_ugly: (den Nenner davon werden sie wohl nicht halten können aber dennoch)

Und die ohne Earnings? Erinnert ihr euch noch an Liveperson zBps? Haben hier ja viele gezockt.

Spoiler

-84% vom High letzes Jahr, sick:spit:


Antwort
Zitat
nikorw
Beigetreten: 03.08.2006
Oldschool Grinder

Schon krass. Zinserhöhung um 1% ist möglich. Denke dann gibts nochmal einen Rutsch nach unten.
Langsam wird der ein oder andere Wert interessant. Ich geier immer noch auf Nvidia, ist mir aber weiterhin zu teuer.


Antwort
Zitat
jojo1983
Beigetreten: 02.11.2007
PokerStrategist
shcleichernderwolf
Beigetreten: 09.08.2008
Oldschool Grinder

Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: "Adobe hat die letzten 2 Tage gut korrigiert und langsam könnte es interessant werden".
Hintergrund dürfte eine Übernahme von Adobe sein, die von der Börse als viel zu teuer bewertet und somit abgestraft wird.
Zu beachten in dem Zusammenhang ist allerdings, dass die Übernahme, falls diese durch geht, auch zu einer kleinen Verwässerung führen würde, da ein Teil in Aktien bezahlt wird. Dennoch ist der Rabatt durch die Korrektur größer, als die Verwässerung.
Mittlerweile ist der Wert 55% von seinem ATH entfernt.

Weitere Unternehmen und der Abstand zu ihrem Hochs (nur Unternehmen von denen ich überzeugt bin):
Paypal: 70%
Meta: 60%
Adidas: 56%
Vonovia: 55%
Amazon: 33%
Alphabet: 30%
(AMD): 50%

ASML hat auch bereits um 38% korrigiert, ich empfinde es dennoch als noch zu teuer. Wenn es ein Stück unter die 400€ geht, wären das für mich Kaufkurse.

Microsoft ist wirklich ein sehr stark aufgestelltes Unternehmen, hier ging es um 28% runter. Den Wert habe ich schon seit Jahren im Depot, für größere Zukäufe wäre mir die Bewertung aber immer noch etwas zu hoch. Es ist natürlich die Frage, welches KGV man dem Unternehmen zugesteht.

Apple hält sich erstaunlich stabil und auch wenn ich es als ein gutes Unternehmen betrachte, würde ich Apple nicht die aktuelle Bewertung zugestehen.
Von der Bewertung und den Prognosen her, wäre Apple etwa auf dem Niveau von Microsoft bewertet. Für mich ist Microsoft aber deutlich stärker aufgestellt.

Im Healthcare und Lebensmittelbereich gibt es leider kaum schöne Chancen, die Korrektur ging fast gänzlich an den Unternehmen vorbei.


Antwort
Zitat
ThePope111
Beigetreten: 21.05.2007
Oldschool Grinder

Vonovia könnte ein rough ride werden, aber ich überlege auch, ob ich da noch mal nachschieße. Sind generell sehr solide aufgestellt und das KGV geht auch voll klar. Zinserhöhungen knallen dagegen natürlich voll rein bei Vonovia und das ist der Punkt, der mich ein bisschen nachdenklich macht.

Edit: Mal abgesehen von den politischen Vorstößen in Deutschland, die bisher eher nicht in Richtung Vermieter etc gegangen sind.
Würde mich generell eure Einschätzung interessieren, die negative Entwicklung ist bei Vonovia meines Erachtens nach zum größten Teil bereits eingepreist.


Antwort
Zitat
Quaalude
Beigetreten: 28.10.2007
PokerStrategist

Original von shcleichernderwolf

Weitere Unternehmen und der Abstand zu ihrem Hochs (nur Unternehmen von denen ich überzeugt bin):
Paypal: 70%
[...]

Die ganzen schönen Unternehmen und ihre Korrekturen vom ATH anzuschauen sieht immer so verlockend aus :why: Adobe hatte ich ewig auf der Watchlist, aber nach der Übernahme nun entfernt. Verstehe die gar nicht. Figma wurde in ihrer Series E noch mit 9,8 b$ evaluiert, ein Jahr später zahlt Adobe 20 b$, während der SaaS-Markt seither 60 % korrigierte?! 5 (oder 6) b$ in Cash, 14 b$ über Debt oder Dilution, dazu 2b$ in Aktienpakete für Figma-Leute + die normalen Adobe-Mitarbeiterprogramme, die Aktie wird die nächsten Jahre massiv gegen Dilution und/oder FK-Kosten anlaufen. Imo sollte man in solchen Zeiten Deals mit strauchelnden, kleinen Unternehmen anstreben, die günstig zu haben und auf Übernahmen angewiesen sind, alternativ hohe Buybackprogramme auflegen .. stattdessen brettern sie so eine Summe raus.

Generell ist meine Watchlist zwar noch relativ voll, aber was kaufen mag ich ungern. Apple stimme ich dir 100 % zu. Absolut krank, dass die sich mit fEPS yields von 9,7,7 % mit einem KGV von 23 halten, was noch 70-100 % über dem historischen Mittel liegt. Bis Apple nicht wenigstens von hier an 25-30 % gelassen hat, ist imo auch die Nasdaq-Korrektur nicht beendet. Microsoft muss auch noch ordentlich lassen. PayPal habe ich leider viel zu früh eingesammelt.

kA generell schwierig atm, sollte die Fed wirklich auf 4,5-5,5 % hochgehen, gibt es vor allem für Instis kaum noch Gründe überhaupt auf der Buyer-Seite bei Aktien aufzutreten. Auch ETF-Sparpläne weiterführen würde mir bei solchen Yields dann tbh schwerfallen. Meine Hoffnung ist atm, dass die Fed wieder enorm behind the curve ist, wie auch schon, wo sie die Inflation für temporär hielten. Deshalb schau ich aktuell vermehrt auf die Zinspapiere am langen Ende, um zu sehen ob der Bondsmarkt sich irgendwann gegen die Fed stellt. Womöglich ist denen auch klar, dass sie schon nächstes Jahr gegebenenfalls die Zinsen wieder senken müssen.

Aus Sturheit lasse ich den A1JX52-Sparplan atm noch weiterlaufen, aber beispielsweise auf 5-Jahressicht wirkt mir das schon fast wie versengtes Geld bei den aktuellen Yields. Die größte Schwierigkeit ist ganz klar, dass das so ein unbekanntes Terrain ist. Die letzte hochinflationäre Phase liegt fünf Jahrzehnte zurück, keiner hier dürfte die miterlebt haben. Nun muss man als Anleger erstmals wieder mit Hochinflation umgehen, während man zeitgleich Jahre und Jahrzehnte durch massive Aktienrenditen verwöhnt war - simultan wird der Euro immer mehr gescheut und man will am besten auch noch Währungsrisiken rausnehmen. Perfektes Rezept für maximal schlechte Entscheidungen und upgefuckte Asset-Allokationen.


Antwort
Zitat
Carty
Beigetreten: 17.05.2006
Elite Grinder

Original von shcleichernderwolf
Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: "Adobe hat die letzten 2 Tage gut korrigiert und langsam könnte es interessant werden".
Hintergrund dürfte eine Übernahme von Adobe sein, die von der Börse als viel zu teuer bewertet und somit abgestraft wird.

Sorry, aber wer für 20 Mrd eine Firma (Figma) kauft die nur 500 Mio / Jahr Umsatz gemacht hat...der interessiert sich nicht für seine Aktionäre oder hat ein schlechtes Management.

Die Produkte von Adobe sind krank gut, aber seit einem Jahr geht es nur noch bergab. Und jetzt der Höhepunkt mit dieser Übernahme


Antwort
Zitat
shcleichernderwolf
Beigetreten: 09.08.2008
Oldschool Grinder

Original von ThePope111
Vonovia könnte ein rough ride werden, aber ich überlege auch, ob ich da noch mal nachschieße. Sind generell sehr solide aufgestellt und das KGV geht auch voll klar. Zinserhöhungen knallen dagegen natürlich voll rein bei Vonovia und das ist der Punkt, der mich ein bisschen nachdenklich macht.

Edit: Mal abgesehen von den politischen Vorstößen in Deutschland, die bisher eher nicht in Richtung Vermieter etc gegangen sind.
Würde mich generell eure Einschätzung interessieren, die negative Entwicklung ist bei Vonovia meines Erachtens nach zum größten Teil bereits eingepreist.

Bei Immobilienwerten sollte man dem KGV keine wirkliche Beachtung schenken, hier ist das FFO eine viel bessere Kennzahl, um Unternehmen dieser Branche zu bewerten.

Die Zinsen sehe ich gar nicht so als das größte Problem, die Kredite haben gewisse Laufzeiten und Vonovia versucht ja aktuell einen Teil ihres Bestandes zu verkaufen, um liquide zu bleiben. Des Weiteren munkelt man, dass die Gebote für diesen Verkauf, recht ansprechend sind, also keine Spur von dem großen Preisverfall im Immobiliensektor.

Viele fürchten doch tatsächlich, dass das Mietausfallrisiko stark steigt und Vonovia möglicherweise auf den Energiekosten sitzen bleiben könnte, wenn die Mieter diese nicht mehr bedienen können.
Halte ich für völlig übertrieben. Miete und Strom kommt direkt nach Lebensmittel. Da wird erst mal an vielen anderen Fronten gespart, bevor man zum äußersten greifen muss.
Es ist nur meine Sicht, aber für mich ist Vonovia mit wiederkehrenden Mieteinnahmen ein recht sicherer Hafen und das größte Risiko sehe ich tatsächlich in der Politik und nicht in Zinsen, Corona oder Gasknappheit.

Zu der Adobe Übernahme: "Der Kauf an sich könnte schon sinnvoll sein, aber der Preis ist echt heftig".
Dennoch sollte man vielleicht auch noch einen Blick auf Figma selbst werfen und dessen Chancen etwas betrachten, bevor man das Handtuch in die Ecke wirft.

kA generell schwierig atm, sollte die Fed wirklich auf 4,5-5,5 % hochgehen, gibt es vor allem für Instis kaum noch Gründe überhaupt auf der Buyer-Seite bei Aktien aufzutreten

Nur meine Meinung, keine Empfehlung. Umso skeptischer und ängstlicher alle anderen sind, umso höher schlägt mein persönlicher Kaufindikator Richtung "Kaufen" aus. Ich bin zu 100% investiert, die Sparpläne laufen auf Anschlag und alles was zusätzlich noch an Geld reinkommt, auf welches ich nicht angewiesen bin, fließt ebenfalls zeitnah in den Markt.
Vielleicht geht es noch mal 10%, 20% oder gar 30% nach unten. Vielleicht bleiben die Kurse auch über Jahre am Boden.
Der Aktienmarkt wird langfristig alternativlos bleiben, weshalb es nur eine Frage der Zeit ist, wann das ganze abgezogene Kapital wieder in die Börse fließt und die Kurse in die Höhe treiben wird.


Antwort
Zitat
Heinz021
Beigetreten: 27.09.2007
BlackMember

Ja vieles hat gut korrigiert, ist aber imo zu früh den Tech bzw. Growth Dip zu kaufen, vor allem wenn die Inflation sich als ziemlich sticky zeigt.
40y Trend

Original von shcleichernderwolf
Der Aktienmarkt wird langfristig alternativlos bleiben, weshalb es nur eine Frage der Zeit ist, wann das ganze abgezogene Kapital wieder in die Börse fließt und die Kurse in die Höhe treiben wird.

Können wir uns kaum vorstellen, weil das Vehikel in unserer Zeit nie attraktiv war, aber Bonds könnten durchaus eine Rennaissance erleben. Ich hab selbst aber auch nix in diese Richtung.

Abgeflossenes Kapital scheint erstmals weder in Bonds noch in Aktien zu gehen, sondern in den Dollar. Ist auch kein Zwischenparken wenn man sich den DXY für 2022 ansieht. Könnte auch durchaus noch länger so bleiben, hier sehen wir vielleicht die 120 noch, wenn Lagarde es nun nicht ernst nimmt.
Momentan all-in zu sein in Tech und Tech-heavy ETFs würde ich mich nicht wohl fühlen.


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008
Oldschool Grinder

@Qualuude:
Ich verstehe den Halbsatz bzgl. des Sparplans auf den A1JX52 nicht. In der Markttheorie ist doch sowieso schon alles eingepreist und die Bewertungen liegen sowieso in der Zukunft. Warum wird dieses Prinzip jetzt auf einmal so in Frage gestellt? Gerade beim monatlichen Sparplan verstehe ich nicht warum man den aussetzen sollte.


Antwort
Zitat
Quaalude
Beigetreten: 28.10.2007
PokerStrategist

Naja, in der Effizienzmarkthypothese sind halt Wahrscheinlichkeiten für alle möglichen Szenarien bepreist, aber ich kann die Wahrscheinlichkeiten ja anders einschätzen. Wenn ich komplett stur daran glauben würde, würde ich ja auch in dem Thread hier nicht posten, entweder weil ich gar keine Einzelaktien hätte oder es keinen Sinn machen würde über Ein- und Ausstiege zu reden, da man beliebig alles zu x-beliebigen Zeitpunkten kaufen kann, weil es eh keine Edge gibt.

Was sich geändert hat, auch @shcleichernderwolf bzgl. dem letzten Absatz, ist nicht die Effizienzmarkthypothese, sondern TINA (there is no alternative). Bei annualisierten broad index returns von ~7-8 % im Aktienmarkt in den letzten 50 Jahren, wohlgemerkt ohne Hochinflationsphase und mit quasi kontinuierlich sinkenden Zinssätzen, die bei andauernder Inflation und steigenden Zinsniveaus künftig höchstwahrscheinlich nicht gehalten werden können, gibt es mittlerweile halt schon ganz adäquate und bald vielleicht sehr gute Alternativen. Die Zeit, in der TINA galt, ist unter Umständen vorbei. Wenn ich bald 5 oder 5,5 % auf Zinspapiere mit Toprating bekomme (aktuell 3,9 %), warum dann den Stress und die Risikoübernahme für eventuell 7 % (wahrscheinlich eher weniger) im Aktienmarkt? Darauf bezog sich mein Absatz zum A1JX52-Sparplan.


Antwort
Zitat
Mizzzzz
Beigetreten: 20.08.2019
PokerStrategist

Original von Quaalude
-viel Interessantes-

Würdest du mich bitte mal nen Moment lang als "Freund" hier annehmen?
Ich hätte nur eine mir wichtige Frage und könnte da grad deine Antwort brauchen!


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008
Oldschool Grinder

Danke Qualuude für deine kurze und prägnante Antwort. Welche Zinspapiere sind das von denen du sprichst? Einfach die 10j Staatsanleihen?


Antwort
Zitat
Quaalude
Beigetreten: 28.10.2007
PokerStrategist

Jo, orientiere mich da an den US-Bonds mit mittlerer und langer Laufzeit. Man muss aber schauen, was man als Deutscher überhaupt kaufen kann. Die richtigen Schmuckstücke (I saving bonds) bekommen wir ja gar nicht. Einige noch kurzlaufende ( https://www.finanzen.net/anleihen/a3kpk8-us-staatsanleihen-anleihe zum Beispiel) sind zum Geldparken auf 1-2 Jahre auch schon ganz interessant, outperformen tun die die Inflation aber obv nicht.

Den ETF ( https://de.extraetf.com/etf-profile/IE00BSKRJZ44?tab=overview) hab ich auf der Guckliste, aber eher um ihn in Tranchen zu kaufen und gegebenenfalls bei einem Rebound wieder zu verkaufen. Diese ETF-Bonds-Lösungen sind halt wegen den ständigen Rolls eher suboptimal, aber uns Deutschen sind da halt auch die Hände gebunden, was wir überhaupt bekommen dürfen.

@Mizzz: Ich wusste bis eben nicht mal, dass es hier so eine Freundeliste gibt LOL :f_tongue:


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008
Oldschool Grinder

Könnte man nicht einfach Aktien bzw. Produkte kaufen die die Inflation abbilden und dann würde man mind die Inflation als „Zuwachs“ verbuchen können?


Antwort
Zitat
Quaalude
Beigetreten: 28.10.2007
PokerStrategist

Aktien bilden ja nur Unternehmen ab, da gibts halt Sektoren die sich besser und andere, die sich schlechter schlagen. Ich werde einige zuvor verkaufte Öl-Stöcker bei 80 USD Brent wahrscheinlich wieder einkaufen, aber ob die dann tatsächlich entsprechend der Inflation performen, weiß ich auch nicht. Im Anleihenmarkt gibts dafür halt I saving Bonds, die können wir Deutsche aber nicht kaufen. Tips afaik schon, zumindest bei einigen Brokern, aber da ist die Inflationserwartung schon bepreist. Ist die Inflation also exakt wie prognostiziert, erhältst du exakt die Inflation. Ist sie höher, gewinnst du bisschen, ist sie niedriger, verlierst du. Im EU- und deutschen Markt gibts aber keine vergleichbaren Produkte, die sich lohnen würden.


Antwort
Zitat
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Original von Quaalude
Naja, in der Effizienzmarkthypothese sind halt Wahrscheinlichkeiten für alle möglichen Szenarien bepreist, aber ich kann die Wahrscheinlichkeiten ja anders einschätzen. Wenn ich komplett stur daran glauben würde, würde ich ja auch in dem Thread hier nicht posten, entweder weil ich gar keine Einzelaktien hätte oder es keinen Sinn machen würde über Ein- und Ausstiege zu reden, da man beliebig alles zu x-beliebigen Zeitpunkten kaufen kann, weil es eh keine Edge gibt.

Was sich geändert hat, auch @shcleichernderwolf bzgl. dem letzten Absatz, ist nicht die Effizienzmarkthypothese, sondern TINA (there is no alternative). Bei annualisierten broad index returns von ~7-8 % im Aktienmarkt in den letzten 50 Jahren, wohlgemerkt ohne Hochinflationsphase und mit quasi kontinuierlich sinkenden Zinssätzen, die bei andauernder Inflation und steigenden Zinsniveaus künftig höchstwahrscheinlich nicht gehalten werden können, gibt es mittlerweile halt schon ganz adäquate und bald vielleicht sehr gute Alternativen. Die Zeit, in der TINA galt, ist unter Umständen vorbei. Wenn ich bald 5 oder 5,5 % auf Zinspapiere mit Toprating bekomme (aktuell 3,9 %), warum dann den Stress und die Risikoübernahme für eventuell 7 % (wahrscheinlich eher weniger) im Aktienmarkt? Darauf bezog sich mein Absatz zum A1JX52-Sparplan.

Selbst 5-5,5%, bei denen wir gerade noch lange nicht sind, sind dann halt real negative Renditen.

Bonds hatten historisch meinst sehr schlechte reale Renditen, also nach Inflation. Ausschließlich in längeren Phasen von Zinssenkungen waren Bonds attraktiv.

Es gilt also weiterhin "TINA", wenn man (a) langfristig investiert und (b) attraktive Realrenditen anstrebt.

Jetzt, nachdem die oft Growth-lastigen Portfolios von den steigenden Zinsen gecrusht wurden, mit Bonds liebäugeln, wirkt irgendwie etwas schräg.

Selbst wer an Einzelaktien glaubt, der sollte auf Ebene der Asset-Klassen eine grundsätzliche Strategie haben. Und nicht wegen einer Krise von "100% Aktien, davon viel spekulativ und growth" auf "XX% Bonds" wechseln. Entweder war dann vorher die Strategie falsch und Harakiri, oder der Wechsel nicht rational.

Ich kann nur empfehlen, sich eine grundsätzliche Strategie zu überlegen und sich dann zumindest im Wesentlichen daran zu halten. Zu dieser Strategie können Bonds gehören, aber man sollte sich da sehr ehrlich hinterfragen, warum man das jetzt gut findet und vor einem Jahr vermutlich absurd fand.


Antwort
Zitat
Teilen: