Ich hab mich vor einiger Zeit auch mit dem Thema intensiv beschäftigt und hab festgestellt, dass das erste Problem die Definitionen sind. Folgendes hab ich für mich mitgenommen:
Varianz:
Die Varianz wird von der Winrate nicht beeinflusst, wie sollte diese auch?
Da die Breite der Normalverteilung stets gleich ist. Man kann alle Hände verlieren (linke Grenze) oder alle Hände gewinnen (rechte Grenze).
Was sich ändert, ist logischerweise der Mittelpunkt der Gaußglocke:
z.B. ist die Standardabweichung (weil die Varianz die Einheit €^2 hat und nicht anschaulich ist) 1k:
0% Winrate :-> Profits von -3k bis +3k möglich.
5% Winrate :-> Profits von ca. 0k bis 6k möglich.
Swings:
Hier kommt es wesentlich darauf an was man darunter versteht. Ich verstehe darunter eine Volatilität, daher ne Abweichung in der Steigung. Diese muss immer auf einen Zeitraum gesehen werden. Daher für mich ist auch nen DownSwing wenn ich nach einem Monat 2k+ habe aber der Erwartungswert 3k war. Auch diese Abweichung ist von der Steigung (Winrate) selbst unabhängig.
Zusammengefasst:
Die Winrate beeinflusst nur den Erwartungswert.
Zur Berechnung der Varianz wird die Zufallsvariable jedoch vom Mittelwert befreit.
Winrate (Skill) -> Erwartungswert
Structure (...) -> Varianz
____________________
=> Verteilung der Profits
In diesem Zusammenhang hab ich mich auch gefragt, ob man bei der Wahl des optimalen Limits, wie bei der Finanzwelt, das Verhältnis von EV und Risiko berücksichtigen sollte. Daher ob ne hohe Varianz durch einen hohen EV belohnt wird?? Mit dem Gedanken, dass Regs eher Risiko scheuen und dafür auch auf etwas EV verzichten?
