Die neue Power-Equilab Version 1.5.4.0 unterstützt ab sofort das Konzept der "Folded Ranges".
Hierzu gibt es Checkboxen, die angeben, ob eine Range gefolded ist oder ganz normal in die Evaluierung einbezogen werden soll.

Man kann jetzt für beliebige und beliebig viele Ranges (und nicht nur für einzelne Karten als Dead-Cards) angeben, ob diese Range als "gefolded" angesehen werden soll.
Um das Ganze mal zu verdeutlichen hier ein, zugegeben realitätsfernes, Beispiel:
AA ist all in gegen QQ und hat somit folgende Equity:

Nun wissen wir (woher auch immer), dass ein dritter Spieler eine Range { QQ } gefolded hat. Daraus ergibt sich ein dramatischer Equitysprung, da die Queens offensichtlich kein Set mehr treffen können.

Wie gesagt, es handelt sich hier um recht unwirkliches Beispiel. Dieses zeigt aber gut die Funktionsweise des Konzeptes der "Folded Ranges" auf.
Jetzt noch ein zweites Beispiel, das schon realistischer ist:
Es handelt sich um einen 6max-Fixed-Limit Tisch. Der SB opened die ORC-SB-Opening Range von { 22+, A2s+, K2s+, Q2s+, J2s+, T3s+, 94s+, 85s+, 76s, A2o+, K3o+, Q4o+, J5o+, T6o+, 97o+, 87o }. Hero im BB hält 4♦:2♦:. Nach der Theorie kann der BB Händen mit mehr als 70% der Durchschnittsequity (hier 35%) callen. In diesem Falle also auch sein 4♦:2♦:.

Die Berechung der Equity hat bisher jedoch nicht beachtet, welche Ranges die vorherigen Spieler gefoldet haben.
Wir geben jetzt manuell den Spielern davor sinnvolle Folded-Ranges. Das ist ganz einfach. Für MP2 Beispielsweise nehmen wir seine Opening-Range ....

... und invertieren diese einfach ...

Wir erhalten die Range, die MP2 gefoldet hat. Das Ganze wiederholen wir entsprechend für MP3, CO und BU.
Wir markieren die vier gefoldeten Ranges als "Folded Ranges" und berechnen die Equity erneut.

Wie wir sehen, ergibt sich aus den gefoldeten Ranges ein Equityunterschied von ca. 1,4% ... nicht gerade wenig. In diesem Falle wird aus unserem "Call" ein klarer "Fold".
Durch das Konzept der "Folded Ranges" gibt das Power-Equilab dem geneigten User und ambitionierten Pokerspieler ein Instrument an die Hand, um bisher selbstverständliche Spots aus einem komplett neuen Blickwinkel zu betrachten.