Original von cYde
Ich habe auch nirgends behauptet, dass Fleischproduktion die ökologischere Variante ist. Es geht mir lediglich um das Argument, dass man keine Tiere töten will um zu essen. Tiere werden so oder so getötet. Entweder das Tier das wir danach direkt essen oder eben die Tiere die getötet werden weil ihr Lebensraum zur Feldbeschaffung zerstört wird.
Wo Menschen leben, sterben Tiere.
Aber es gibt halt einfach Menschen, die die Zahl der Tiere, für deren Tod sie verantwortlich sind, gering halten wollen, anderen isses egal und wieder andere haben vielleicht sogar Spaß daran, diese Zahl in die Höhe zu treiben.
Dass weniger Tiere sterben, wenn man zB 1 Feld für Vegetarier bestellt, als wenn man 3 Felder bestellt, die Erträge an Nutztiere verfüttert und diese dann tötet um sie zu essen, sollte wohl klar sein.
Wenn jetzt vielleicht paar Tiere draufgehn, weil ein neues Feld angelegt wird, ist dieser Impact wesentlich geringer, als der eines Fleischessers (der Durchschnittsdeutsche isst in seinem Leben rund 1100 Tiere).
Original von cYde
Früchte sind zwar dazu gedacht verspeist zu werden aber nur damit die Tiere die sie fressen danach verbreiten. Und ich denke mal, dass die meisten Frutarier zum Kacken auch aufn Pot gehen und sich nicht aufs Feld stellen.
Und DAFÜR werden dann die Früchte nicht produziert, wenn man überhaupt von einem Sinn sprechen kann.
Darauf wollte ich nicht hinaus, das weisst Du aber denk ich selber. Anstoß für die Frutarier ist es natürlich, keine Tiere und Pflanzen zu töten (Getreide "stirbt" bei der Ernte, ein Apfelbaum lebt weiter), und nicht den Früchten zu helfen ihre ultimative Bestimmung zu erfüllen.
Was ich eigentlich klar machen wollte: Es gibt wie immer zwei Extreme, und jeder sucht sich den ihm richtig erscheinenden Punkt zwischen diesen.
Original von cYde
Der Mensch empfindet Tiere als schützenswerter weil Tiere dem Menschen offensichtlicherweise ähnlicher sind als Pflanzen und er sich eher mit ihnen identifizieren kann. Daher werden weniger strenge Vegetarier auch eher mal Fisch als Schwein essen. Nur wo ist dann die Konsequenz? Warum wird eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Lebensformen getroffen, nur weil der Mensch einige sympathischer findet als andere? Weil einige Schmerz empfinden? Ist es dann ok Insekten zu essen wenn sie keinen Schmerz empfinden?
Schau, würde mir jemand befehlen entweder nen Stein zu zertrümmern, ne Katze zu töten, oder n Hühnchen, ne Blume zu zertreten, nen Menschen umzubringen oder n Fisch totzuschlagen, dann wär meine Reihenfolge dafür Stein, Blume, Fisch, Hühnchen, Katze, Mensch. Die Reihenfolge hängt von der Prägung (Gesellschaft - zB Kühe in Indien), von eigenen Erfahrungen (Haustier als Kind) und der eigenen, natürlich auch gesellschaftlich geprägten Persönlichkeit ab (Wertschätzung von Intelligenz, oder Mitgefühl mit empfindungsfähigen Tieren etc), wird bei den meisten Menschen in Deutschland aber nur wenig von meiner abweichen. Wie weit rechts Du in dieser Aufzählung die Grenze ansetzt, dass Du den Tod/die Zerstörung dessen in Kauf nimmst, um Deinen Hunger zu stillen, bleibt jetzt jedem selbst überlassen.
Viele essen Rind, aber keine Katzen. Stellt keiner in Frage. Viele essen Fisch, aber kein Rind. Und andere essen nur Gemüse, nicht mal Fisch. Verstehe nicht, wie Du in diesem Zusammenhang von Konsequenz reden kannst? Ist es für Dich denn dann auch inkonsequent, dass wir in Deutschland keine Hunde essen?
Ich würde übrigens - rein von meiner Einstellung her - eher Insekten essen als ein Wirbeltier, da hast Du recht.