Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Poker-Grundlagen: VPIP

Egal ob man Trackingsoftware nutzt oder nicht, man kann viel lernen, wenn man sich mit den grundlegenden Statistiken auseinandersetzt, die dabei aufgezeichnet werden.

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Der Wert VPIP gehört zu den fundamentalen HUD-Stats

Manch einer mag nicht auf Trackingsoftware zurückgreifen oder kann es ohnehin nicht, weil sie beim gewählten Pokerraum verboten ist. Es gibt jedoch einige Stats, bei denen es sich lohnt, sie zu verstehen, selbst wenn man sie selbst nie nutzen wird.

Eine Statistik, die im Grunde in jedem noch so simplen HUD vorliegt, ist der sogenannte VPIP. Die Abkürzung steht dabei für Voluntarily Put Money Into Pot.

Wie der Name erahnen lässt, ist es ein Wert, der widerspiegelt, wie häufig ein Gegner Hände spielt, wenn er nicht gerade im Big oder Small Blind sitzt. Im Kern ist es also ein Kennzahl, die anzeigt, wie loose oder tight ein Spieler am Tisch unterwegs ist.

Der VPIP variiert dabei je nach gespieltem Format. In Heads-up- oder Shorthanded-Partien wird der Wert grundsätzlich höher ausfallen als bei vollbesetzten Tischen. Das liegt daran, dass eine höhere Spielerzahl dafür sorgt, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass jemand eine gute Hand erwischt und erhöht und die eigene Handauswahl eingeschränkt wird.

Strategieanpassungen auf Basis des VPIP

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Der VPIP zeigt, wie loose oder tight ein Spieler unterwegs ist

Wenn wir 6-max-Cashgames als Beispiel nehmen, wird ein durchschnittlicher Grinder dort einen VPIP zwischen 20-30% haben. Im Schnitt werden also etwa ein Viertel der Hände gespielt, die man erhält.

Hat ein Spieler jedoch einen VPIP von 12% in einer solchen Partie, kann man sicher davon ausgehen, dass er zur tighteren Spielersorte gehört. Liegt der Wert hingegen bei 38% ist klar, dass man es mit einem looseren Zeitgenossen zu tun hat.

Der VPIP ändert die eigene Strategie gegen die jeweiligen Gegner. Gegen loosere Kontrahenten will man Bluffs eher vermeiden und mehr aus seinen Valuebets herausquetschen, während man gegen tighte Spieler häufiger versuchen sollte, die Blinds zu stealen und einen Fold mit einem Bluff zu erzwingen.

Wichtig ist jedoch zu wissen, dass der VPIP keinen Aufschluss darüber gibt, wie aggressiv ein Spieler agiert. Ein Spieler mit einem VPIP von 38 kann sehr aggressiv unterwegs sein (bekannt als LAG) oder aber auch völlig passiv agieren (bekannt als Calling Station). Die eigene Strategie muss gemäß der jeweiligen Aggression des Gegners also angepasst werden, auch wenn der VPIP gleich ist.

Selbst wenn man kein HUD nutzt, ist es beim Poker immer sinnvoll, die aktuellen Gegner basierend auf der Anzahl an gespielten Händen einzuordnen. Es handelt sich schlicht um die aussagekräftigste Statistik beim Poker überhaupt. Wenn man sieht, dass ein Spieler zu viele oder zu wenige Hände spielt, lässt bereits das viele wertvolle Rückschlüsse zur Anpassung der eigenen Strategie zu, damit man das Maximale gegen die jeweiligen Kontrahenten an den Tischen herausholen kann.

Wer bei einem Anbieter aktiv ist, bei dem HUDs erlaubt sind, und dessen Interesse geweckt ist, der kann mit Poker Tracker 4 jederzeit eine Trackingsoftware zum Aufzeichnen gegnerischer Statistiken gratis testen.

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