Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Poker-Grundlagen: Fold to 3-Bet

Wir setzen unsere Artikelreihe zu den grundlegenden Stats fort und betrachten heute einen Wert, der Informationen darüber liefert, wie ein Spieler auf Aggression reagiert.

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Wie ein Spieler auf 3-Bets reagiert, öffnet die Tür für mögliche Exploits

Von HUD-Stats gibt es viel zu lernen, selbst wenn man keine Trackingsoftware nutzt und sie nicht beim alltäglichen Grind an den Tischen einsetzt oder gar nur live spielt.

Der Wert Fold to 3-Bet stellt dabei genau das dar, was der Name erahnen lässt: Wie häufig foldet jemand nach eigenem Openraise gegen eine 3-Bet? Eröffnet ein Spieler also mit 20% seiner Hände, während er einen Fold to 3-Bet von 50% hat, dann setzt er sein Spiel gegen 3-Bets nur mit den besten 10% seiner Hände fort.

Ist ein Spieler mit einem niedrigen Fold to 3-Bet unterwegs, kann man ihn exploiten, indem man häufiger valuebettet, weil der Gegner seine Hände zu selten in großen Pötten aufgibt. Ist der Fold to 3-Bet zu hoch, kann man das ausnutzen, indem man häufiger blufft, da man mehr Pötte ohne Gegenwehr einsacken kann.

Zeichen für eine ausgeglichene Strategie

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Man benötigt kein HUD, um mit dem Wert Fold to 3-Bet etwas anzufangen

Verfolgt der Gegner eine Strategie mit genug Balance, dann sollte sein Fold to 3-Bet bei etwa 55% liegen. Das signalisiert im Kern, dass ein Spieler mit einer ausgeglichenen Mischung an schwachen und starken Händen eröffnet, dass er mit mehr der Hälfte aller möglichen Hände auch nach einer 3-Bet noch in einem Pot bleibt.

Beträgt der Fold to 3-Bet jedoch nur 30% oder weniger, dann werden mögliche 3-Bets zu häufig mit schlechten Händen der Eröffnungsrange gecallt. Entsprechend kann man seine eigene Strategie auf mehr Valuebets per 3-Bet ausrichten. Beträgt der Fold to 3-Bet des Gegners aber 65% oder mehr, dann gibt er zu häufig bereits vor dem Flop auf und man kann im Grunde Geld drucken, indem man mehr Pötte ohne Gegenwehr vor dem Flop gewinnt als eigentlich üblich.

Die Werte VPIP und PFR spielen derweil auch eine große Rolle, um den Fold to 3-Bet eines Gegners richtig einzuschätzen. Wenn ein Spieler zum Beispiel tighte Stats wie 17/16 hat und 70% seiner Hände gegen eine 3-Bet foldet, dann kann man mit hoher Sicherheit nur von den stärksten Händen beim Gegner ausgehen, wenn er trotz 3-Bet auch nach dem Flop noch in der Hand ist. Ist ein Gegner wiederum mit einem VPIP und PFR von 38/18 und einem Fold to 3-Bet von 30% unterwegs, dann muss man postflop eine weite Range beim Gegner einkalkulieren.

Selbst wenn man nicht mit HUD oder lediglich live spielt, gilt es das Verhalten von Gegnern bei Konfrontation mit 3-Bets zu beobachten. Eröffnet ein Spieler eine Hand mit einem Openraise signalisiert er erst einmal Stärke. Je nachdem wie leicht oder widerwillig jemand in der Folge gegen 3-Bets aufgibt, kann man Informationen über die Art von Range ableiten, mit der man in 3-Bet-Pötten gegen einen solchen Gegner konfrontiert wird, bei denen die Stack-to-Pot-Ratio besonders niedrig ist.

Wer bei einem Anbieter aktiv ist, bei dem HUDs erlaubt sind, und dessen Interesse geweckt ist, der kann mit Poker Tracker 4 oder auch Hand2Note jederzeit eine Trackingsoftware zum Aufzeichnen gegnerischer Statistiken gratis testen.

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