Heute betrachten wir eine klassische Berechnung, die zeigt, wie viel Geld man eigentlich im Schnitt gewinnt, wenn man einen Bad Beat kassiert hat.
David Sklansky
Sklansky Bucks (oder Sklansky Dollars) wurden nach dem legendären Pokerautor David Sklansky benannt, der die entsprechende Kalkulation verbreitet hat. Es handelt sich dabei um eine Formel, mit der ermittelt wird, wie viele Dollar man durchschnittlich mit einer Bet oder einem Call auf Basis seiner aktuellen Equity gewinnt.
Nehmen wir an, wir spielen eine Runde NL100 und halten A K. Wir callen damit ein All-in unseres Gegners, der mit A 2unterwegs ist. Alles läuft nach Plan, bis er natürlich wie üblich ausgerechnet am River die Zwei erwischt.
Wir haben $100 eingebüßt, waren aber eigentlich der klare Favorit. Zum Zeitpunkt als das Geld in die Tischmitte wanderte, hatten wir 74,99% Equity auf den Pot. Wie viele Sklansky Bucks wären das also im konkreten Fall?
[($200) * (0.7499)] - $100 = $49,98.
Eine Stütze während des Downswings
Positive Sklansky Bucks bedeuten auch ein profitables Play
Tatsächlich haben wir Geld verloren, aber immerhin $49,98 Sklansky Bucks gewonnen. Die lassen sich leider in keinem Geschäft der Welt in echte Dollar umwandeln, aber auf lange Sicht sind sie ein gutes Zeichen, dass man profitables Poker spielt.
Eine Berechnung parat zu haben, die einem zeigt, dass man langfristig die richtigen Plays macht, ist eine sehr nützliche Stütze, wenn man wieder der rote Knopf gedrückt wurde und man einen Downswing über sich ergehen lassen muss. Trotz negativer tatsächlicher Resultate kann man sich vor Augen führen, dass man langfristig positive Resultate einfahren sollte.
Aber Vorsicht ist geboten: Manch einer nutzt derartige Kalkulationen als Stütze trotz suboptimaler Plays und lässt damit gern auch andere wissen, wie viel Pech man ja eigentlich an den Tischen hat. Man sollte eine positive Bankroll an Sklansky Bucks aber nie nutzen, um die Arbeit am eigenen Spiel einzustellen!