Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

GTO-Pokertheorie: Der größere Trottel

Man sollte nie Geld in etwas stecken, nur allein mit der Hoffnung, dass sich irgendwann ein Trottel finden wird, der einen höheren Preis dafür bezahlt – sowohl bei Investitionen als auch beim Poker!

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Wer sich für Poker interessiert, bekommt zwangsläufig auch Einblicke in andere Wissens- und Themenfelder wie Wirtschaft, KI, Psychologie und Spieltheorie. Daher gibt es eine neue Artikelreihe, in der ich einige der wichtigsten Themen abdecke, die auch Anwendung beim Spiel finden, das wir alle kennen und lieben.

Die Greater-Fool-Theorie ist ein wirtschaftlicher Grundsatz, der besagt, dass Anleger Gewinn erzielen können, indem sie einen überbewerteten Vermögenswert kaufen und ihn an einen "größeren Narren" verkaufen, der bereit ist, einen noch höheren Preis für den Wert zu zahlen. Diese Theorie geht davon aus, dass immer jemand bereit sein wird, einen höheren Preis zu zahlen, unabhängig davon, wie sehr er überbewertet ist.

Der US-Immobilienmarkt und der Bitcoin werden oft als Beispiele für die Greater-Fool-Theorie angeführt, bei der Anleger häufig beide Vermögenswerte zu überteuerten Preisen kaufen, in der Hoffnung, dass die Herdenmentalität des Marktes dazu führt, dass die Preise weiter steigen. Insbesondere Kryptowährungen scheinen Menschen anzuziehen, die den Vermögenswert nicht bewerten können oder ihn gar nicht verstehen - gekauft wird der Wert aber aufgrund seiner bemerkenswerten Höchst- und Tiefststände trotzdem.

Es gibt extreme Beispiele für die Greater Fool Theory, bei denen Menschen in Vermögenswerte investieren, von denen sie wissen, dass es sich um Betrug oder sogar um Schneeballsysteme handelt (vor allem das System von Bernie Madoff), in der Hoffnung, dass sie dieselben Vermögenswerte mit Gewinn verkaufen können, bevor der Betrug aufgedeckt wird.

Nicht leichtfertig einen Raum auswählen

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Mike hätte in Atlantic City bleiben und die Untergrundpartien vermeiden sollen

In gewissem Sinne beruht Poker auf "Greater Fools", da gute Spieler auf weniger starke Spieler angewiesen sind, um Gewinne zu erzielen. Wenn man beim Poker der neuntschlechteste Spieler der Welt ist, aber mit den acht schlechteren Spielern am Tisch sitzt, kann man Geld verdienen. Man muss kein Genie sein, man muss größere Narren finden, mit denen man spielen kann.

Ein weiteres wichtiges Konzept der Greater-Fool-Theorie ist, wo man Poker spielt. In der Finanzwelt investieren Anleger ihr Geld in Werte, an die sie nicht glauben, aber hoffen, dass sie einen größeren Narren zum Kauf überreden können, bevor der Wert abstürzt. Man könnte argumentieren, dass einige Pokerspieler dies tun, wenn sie auf unregulierten Seiten oder in privaten Runden spielen.

Wenn man bei einem unregulierten Pokerraum oder einer App spielt, besteht die Möglichkeit, dass man um sein Guthaben gebracht wird. Wie man am Black Friday sehen konnte, ist die Regierung in der Lage, Pokerräume zu schließen. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass der Anbieter die Guthaben der Spieler veruntreut. In einer Runde mit Freunden ist die Wahrscheinlichkeit, ausgeraubt oder betrogen zu werden, sehr gering.

Es ist gefährlich, auf Apps oder bei unregulierten Anbietern zu spielen, aber die Leute, die dort mitspielen, sind wahrscheinlich viel schwächer als bei regulierten Pokerräumen. Man wäre ein Narr, wenn man dort spielt, aber ein noch größerer Narr könnte einen auszahlen, wenn man es doch tut.

Es ist keine gute Idee, an unregulierten Spielen teilzunehmen, selbst wenn diese gewinnbringend sind. Es besteht ein erhebliches Risiko, seinen Einsatz mit Null zu multiplizieren.

Welche Theorien, die nicht aus der Pokerwelt stammen, haben eurem Spiel geholfen? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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