Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Poker-Grundlagen: Der Shot auf höhere Limits

Wann sollte man die eigene Komfortzone verlassen und einen Angriff auf ein höheres Limit wagen? Und welche Regeln gilt es zu beachten, um das Risiko für die eigene Bankroll gering zu halten?

hanshake
Eine Verlustbegrenzung für das höhere Limit festsetzen

Kaum ein Spieler würde bestreiten, dass ein vernünftiges Bankrollmanagement das A und O ist, um beim Poker zu bestehen. Dennoch werden die meisten wilde Geschichten von gewagten Shots auf höheren Limits erzählen können. Stehen diese beiden Aussagen wirklich im Widerspruch zueinander?

Sich an einen Tisch zu setzen, den das eigene Bankroll-Management eigentlich nicht zulässt, klingt auf den ersten Blick wie riskante Zockerei. Doch mit der richtigen Disziplin kann diese Strategie zu äußerst profitablen Gelegenheiten führen, ohne zum Himmelfahrtskommando zu werden.

Dabei geht es nicht darum, sich blind auf dünnes Eis zu begeben und große Teile der Bankroll zu riskieren. Vielmehr sollten einige Regeln eingehalten werden, um diese Strategie rentabel umzusetzen. 

Ein Plan B in der Hinterhand

WSOP
Turniere der WSOP sind für die meisten Spieler ein Shot

Zuallererst sollten Ausflüge auf höheren Limits niemals als Mittel genutzt werden, um Verluste wettzumachen. Im Gegenteil, es ist ratsam, einen Shot auf höheren Limits erst dann in Erwägung zu ziehen, nachdem man ein Limit über längere Zeiträume nachhaltig geschlagen hat. Diese Methode sollte vielmehr als Teil der Strategie begriffen werden, um auch langfristig höhere Partien zu schlagen.

Bevor man diesen gewagten Schritt geht, sollte man sicherstellen, einen profitablen Tisch zu identifizieren, an dem man fähig ist, selbstsicher mit seinem A-Game zu glänzen. Der bloße Wunsch, höher zu spielen, ist keine ausreichende Legitimation. Wenn die Rahmenbedingungen günstig sind, lassen sich eventuelle Verluste deutlich leichter rechtfertigen.

Eine weitere wichtige Regel besteht darin, eine Verlustbegrenzung für das höhere Limit festzusetzen. Schon im Vorfeld sollte man sich im Klaren sein, wie zu verfahren ist, wenn der Plan nach hinten losgeht. Dazu gehört vor allem die Bereitschaft, wieder auf sein bewährtes Limit abzusteigen. Darüber hinaus kann Staking ein probates Mittel darstellen, um den Angriff auf höhere Limits zu erleichtern. 

Die Chance auf einen Bankrott zu minimieren, ist das Primärziel des Bankroll-Managements. Ein gewagter Shot scheint damit auf den ersten Blick nicht vereinbar zu sein. Allerdings gilt das nur, wenn man nicht bereit ist, wieder rechtzeitig vom höheren Limit abzusteigen. So könnte man etwa 10% der Bankroll für Ausflüge auf höhere Limits reservieren. Falls das Kontingent nach einem schlechten Lauf erschöpft ist, spielt man wieder so lange die ursprünglichen Tische, bis die Verluste ausgeglichen sind. Auf diese Weise setzt man sich keiner erhöhten Chance auf einen Totalverlust aus und kann gleichzeitig gut geplante Vorstöße auf höhere Limits wagen. 

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