Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Poker-Grundlagen: Crossbooking

Viele Spieler schließen bei Events wie der WSOP Wetten miteinander ab. Häufig hört man dabei den Begriff Crossbooking, doch wie funktioniert solch eine Wette eigentlich genau?

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Enorme Gewinne und Verluste sind möglich

Crossbooking kann man sich gut als das Gegenteil von Staking vorstellen. Dabei schließen Spieler eine Wette auf die Differenz ihrer Ergebnisse am Pokertisch ab, was effektiv zu einer Erhöhung der eigentlichen Einsätze führt.

Betrachten wir hierzu ein Beispiel. Zwei Spieler einigen sich bei einem $100-Turnier auf eine Crossbooking-Wette in Höhe von 10%. Scheiden beide Spieler ohne das Erreichen der Geldränge aus, endet die Wette unentschieden. Doch falls Spieler A den dritten Platz erreicht und $1.000 gewinnt, muss Spieler B ihm 10% davon, also $100 bezahlen. Sollte Spieler B jedoch den Turniersieg einfahren und einen Gewinn von $3.000 verbuchen, ist Spieler B derjenige, der die Wette verliert. In diesem Fall muss Spieler A eine Wettschuld von $200 begleichen (Spieler B erhält $300 für Turniersieg, Spieler A erhält $100 für den dritten Platz, wodurch sich eine Differenz von $200 errechnet). 

Grundsätzlich kann Crossbooking bei allen Pokervarianten zum Einsatz kommen, solange zwei Spieler vergleichbare Tische spielen. Doch besonders verbreitet ist diese Art der Wette bei Tunrierserien wie der WSOP. Hierbei schließen Spieler Crossbooking-Wetten entweder im Rahmen der gesamten Turnierserie oder für einzelne Events ab. 

Von dem Misserfolg seines Wett-Kontrahenten profitieren

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Bei Turnieren kann Crossbooking äußerst kostspielig werden

Im Prinzip wettet man beim Crossbooking darauf, dass man in einem Pokerspiel besser abschneidet als sein Kontrahent. Bei Turnieren mit vergleichsweise geringen Buy-ins nutzen viele High-Stakes-Spieler solch eine Form der Wette, um zusätzlichen finanziellen Anreiz zu schaffen. 

Die potenziellen Gewinne einer Crossbooking-Wette können enorm hoch sein. Falls ein Spieler ein großes Event gewinnt, kann sich sein Gewinn vervielfachen, je nach Höhe der vereinbarten Wette. Bei einer Last-Longer-Wette hingegen ist der mögliche Gewinn im Vorfeld begrenzt. 

Allerdings können auch drastische Verluste entstehen. Im Gegensatz zu anderen Formen von Wetten lässt sich beim Crossbooking nicht genau vorhersehen, wie viel man verlieren könnte. So kommt es vor, dass Spieler Crossbooking-Wetten in Höhe von 100%, 200% oder gar 300% auf die eigentlichen Buy-ins abschließen, wodurch eine enorme Varianz entsteht. Solche Wetten ähneln gehebelten Short-Zertifikaten an der Börse, die definitiv nichts für schwache Nerven sind. 

Wir raten daher jedem Amateur dringend vom Crossbooking Abstand zu halten. Wenn es jedoch bei der nächsten WSOP wieder zu schwindelerregenden Crossbooking-Wetten zwischen einigen Spielern kommt, sollte man das Spektakel lieber aus der sicheren Distanz von den Zuschauerrängen aus genießen. 

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