Die meisten Live-Pokerspieler sind mittlerweile mit Shotclocks vertraut. Doch wie tragen sie eigentlich genau dazu bei, das Spiel zu verbessern?
Timer sind zu einer Notwendigkeit beim Live-Poker geworden
Beim Live-Poker fungiert die Shotclock als Timer, der nach jeder Aktion vom Dealer zurückgesetzt wird. Normalerweise beträgt er etwa 20-30 Sekunden, kann allerdings je nach Straße auch variieren.
Den Spielern wird zudem eine bestimmte Anzahl von Zeitkarten oder Zeitchips zur Verfügung gestellt, um zusätzliche Bedenkzeit anzufordern, die sie während besonders schwieriger Entscheidungen nutzen können. Diese Karten werden vom Dealer eingezogen, sobald die zusätzliche Bedenkzeit abläuft.
Nachdem ein Spieler sämtliche Zeitkarten verbraucht hat und der Timer vollständig abgelaufen ist, wertet der Dealer die Hand als Fold.
Welchem Zweck dienen sie?
Zeitspiel stört den Spielablauf
Die Shotclocks wurden beim Live-Poker aus verschiedenen Gründen eingeführt, vor allem jedoch, um das Spiel zu beschleunigen. Gerade Online-Spieler begrüßen die Einführung solcher Timer, da sie es gewohnt sind, schnelle Entscheidungen zu treffen. Auf diese Weise wird auch bei Live-Turnieren ein rascher Spielablauf gewährleistet.
Die Timer sorgen jedoch nicht nur für ein flüssigeres Spiel, sondern erfüllen besonders den Zweck, unnötiges Zeitspiel zu verhindern.
Einige Spieler verzögern besonders während der Bubblephase oder bei Preisgeldsprüngen bewusst das Spiel, mit der Absicht, ein höheres Preisgeld einzustreichen. Auf diese Weise sorgen sie dafür, dass an ihrem Tisch weniger Hände gespielt werden, um die Chance zu erhöhen, dass Spieler an anderen Tischen vor ihnen ausscheiden. Allerdings stört solch ein Verhalten den Spielablauf erheblich und kann besonders für Spieler frustrierend sein, deren Ziel es ist, in diesen Turnierphasen durch aggressives Spiel Chips zu akkumulieren.
Tatsächlich wurde Zeitspiel von manchen Spielern auch eingesetzt, um ihre Gegner aus der Fassung zu bringen, was zu einer frustrierenden und äußerst unangenehmen Spielatmosphäre geführt hat.
Für Live-Pokerspieler sind Shotclocks mittlerweile selbstverständlich, da sich gezeigt hat, dass 20-30 Sekunden für die meisten Entscheidungen mehr als ausreichend sind.